Allen Widerständen und Hiobsbotschaften der vergangenen Tage zum Trotz zeigte der FC Bayern in Freiburg Widerstandskraft und eine gute Leistung. Vincent Kompany war per WhatsApp der erste Gratulant, wird aber weiterhin fehlen.
Eberl gibt Update zum Trainer
Der FC Bayern München hat es dieser Tage wahrlich nicht einfach. Die Personaldecke wird immer dünner. Während Joshua Kimmich aus privaten Gründen derzeit nicht dabei ist, kamen zuletzt auch noch eine ganze Reihe verletzter Spieler (Manuel Neuer, Aleksandar Pavlovic, Min-Jae Kim, Luis Diaz und Jamal Musiala) dazu. Zu allem Überfluss brach schließlich noch Trainer Vincent Kompany auf dem Trainingsgelände zusammen, sodass in Freiburg sein Assistent Aaron Danks das Coaching übernahm.
Dennoch packten die Münchner die Koffer in Freiburg mit drei Punkten im Gepäck – auch wenn es am Ende hektisch wurde und die Freiburger am Remis kratzten. Max Eberl war deswegen nach dem Spiel im Gespräch mit DAZN voll des Lobes, nachdem die Meldung über den Zusammenbruch von Kompany „ins Mark getroffen“ habe. „Der Sieg heute sind drei Punkte, aber das ist ein viel größerer Sieg als nur drei Punkte“, so der Sportvorstand. Das Spiel habe so viele Geschichten gehabt, deshalb betonte er: „Es ist ein großer, wirklich ein großer Sieg.“
Sportlich war die Partie, die vor allem in der Schlussphase eine ganze Reihe an Aufregern bot, dennoch schnell abgehakt. Danks zeigte sich zufrieden. Gerade in den hektischen letzten Minuten habe sein Team Charakter und Widerstandskraft gezeigt. Das hat offenbar auch Kompany aus dem Krankenhaus gesehen. Denn Danks verriet, dass er direkt nach der Partie schon Kontakt mit dem Belgier hatte. „Ich habe mein Handy geöffnet, und als Erstes war da eine WhatsApp von Vince, in der stand, dass ich das gut gemacht habe, und er war glücklich. Also habe ich zurückgeschrieben: ‚Super, jetzt ruh‘ dich aus.'“
Eberl und Co.: Kein direkter Kontakt mit Kompany
Ansonsten ist der Kontakt wohl sehr reduziert. „Er hat mit keinem von uns telefoniert. Wir lassen ihn einfach in Ruhe“, sagte Eberl. Er solle jetzt die Diagnose abwarten und dann wisse er, was zu tun ist. Ansonsten sei Kompany aber in einem stabilen Zustand und habe keine Kopfschmerzen mehr.
„Wir haben so ein paar Herausforderungen dieses Jahr, diese Saison, die nicht typisch Fußball sind, sondern ganz andere Themen, nämlich gesundheitliche Themen“, bekannte Eberl. „Ich will jetzt nicht in der Vergangenheit graben, aber ich habe meine Geschichte auch mit der Thematik“, verwies er auf seinen Burnout, der ihn 2022 zum Rücktritt in Gladbach bewegt hatte. „Der Profifußball ist extrem, aber ich beschwere mich nicht. Das ist das, was wir uns ausgesucht haben.“
Einmal mehr betonte Eberl im Hinblick auf den Bayern-Coach, dass der Verein Kompany alle Zeit gebe, die er für seine Genesung benötige. „Und wenn er gesund ist, dann wird er wahrscheinlich noch mal eine Woche länger bekommen. Ich hoffe, er nimmt es dann auch an, um dann wirklich ganz gesund zu sein.“
So oder so wird der Klub erstmal auf seine „Galionsfigur“, wie er von Eberl genannt wurde, verzichten müssen. Bereits am Mittwoch geht es im Pokal gegen den 1. FC Magdeburg weiter (20.45 Uhr), ehe am Samstag das Topspiel gegen Borussia Dortmund steigt (18.30 Uhr).
Allen Widerständen und Hiobsbotschaften der vergangenen Tage zum Trotz zeigte der FC Bayern in Freiburg Widerstandskraft und eine gute Leistung. Vincent Kompany war per WhatsApp der erste Gratulant, wird aber weiterhin fehlen.
