Auch am Mittwoch strömten 2000 Fans zum öffentlichen Training der Eintracht. Es herrscht Aufbruchstimmung. Auch bei Robin Koch, der selbstkritisch auf die vergangene Saison zurückblickt und die Bedeutung einer klaren Achse an Führungsspielern betont.
Frankfurter Kapitänsfrage bleibt offen
Auch abseits des Rasens stellt sich Robin Koch ganz in den Dienst der Sache. Nachdem der kicker in der vergangenen Woche exklusiv vom Frankfurter Interesse an Robert Andrich berichtet hatte, schickte Koch seinem früheren Nationalelf-Kollegen eine Nachricht. „Ich habe ein bisschen Werbung gemacht“, erzählt Koch. Andrichs Reaktion sei aber noch etwas verhalten ausgefallen. Ob die Eintracht den Sechser aus Leverkusen holt, steht weiterhin in den Sternen. Klar ist: Das Team braucht neue Führungskräfte.
„Um erfolgreich zu sein, brauchen wir ein Gerüst von Führungsspielern, die schon ein bisschen was erlebt haben. Drumherum können wir junge Spieler entwickeln. Ich bin sicher, dass der Klub das ähnlich sieht und daran arbeitet“, sagt Koch. Mit den Abgängen von Linksverteidiger Nathaniel Brown (FC Bayern) und Rechtsverteidiger Rasmus Kristensen (FC Midtjylland) sei „enorm viel Qualität und Mentalität“ verloren gegangen. In Aurele Amenda, den es zu Coventry City zieht, und Arthur Theate könnten zwei weitere Verteidiger die Hessen verlassen. Auch Nnamdi Collins ist nicht unverkäuflich. Der personelle Umbruch fällt vor allem in der Defensive groß aus.
„So viel ändert sich durch die Binde nicht“
Koch bleibt als Fels in der Brandung gesetzt. Ob er die Mannschaft weiterhin als Kapitän aufs Feld führen wird, steht allerdings noch nicht fest – Trainer Adi Hütter lässt die Entscheidung vorerst offen. Innenverteidiger Koch, der am Freitag 30 Jahre alt wird, sieht das Thema gelassen: „Die Rolle als Führungsspieler hatte ich auch zuvor schon über einige Jahre. So viel ändert sich durch die Binde nicht, auch wenn das nach außen vielleicht noch mal ein anderes Signal ist. Ich habe immer gesagt, dass ich mit Leistung vorangehen und die Jungs mitnehmen will.“ Das ist ihm in der komplizierten vergangenen Saison wie so vielen erfahrenen Mitspielern nicht gelungen.
Der Routinier gibt sich selbstkritisch. „Meine Leistung ist im letzten Jahr mit Sicherheit nicht an das herangekommen, was ich normalerweise spielen kann und auch in den Jahren davor gezeigt habe“, rekapituliert Koch. Die Rückkehr zu den Grundtugenden soll ihn und die gesamte Eintracht zurück in die Erfolgsspur führen. „Es ist sehr wichtig, dass wir mit den Basics anfangen, der Aggressivität, damit wir auch im Training das Gefühl haben, dass es wieder eklig ist, gegen uns zu spielen“, betont Koch.
Kaum jemand dürfte das den Profis so gut vermitteln können wie Hütter. Auch von der Erfahrung und klaren Linie des Österreichers will die Eintracht profitieren. Koch mahnt: „So viel Unruhe im und um den Verein wie im letzten Jahr darf nicht sein. Das beeinflusst immer auch ein Stück weit die Mannschaft.“ Das war unübersehbar.
Auch am Mittwoch strömten 2000 Fans zum öffentlichen Training der Eintracht. Es herrscht Aufbruchstimmung. Auch bei Robin Koch, der selbstkritisch auf die vergangene Saison zurückblickt und die Bedeutung einer klaren Achse an Führungsspielern betont.
