Der FC Bayern ist Deutscher Meister – und spricht über einen, der fehlt: Serge Gnabry. Joshua Kimmich verriet, was seine zehnte Meisterschaft so besonders macht – und sprach ausgiebig über den verletzten Gnabry.
FC Bayern feiert Meistertitel
Eine halbe Stunde lang kämpften die Bayern um Kontrolle, danach lief es wie aus einem Guss. Euphorisiert kürten sich die Münchner zum 35. Mal in ihrer Vereinsgeschichte zum Deutschen Meister, hatten beim 4:2-Erfolg gegen Stuttgart alles unter Kontrolle.
Es ist aber keine Meisterschaft wie jeder andere, meint Kimmich – und hat damit einen Punkt. „Es war bisher nicht eine Saison mit Ups und Downs, sondern wir waren sehr, sehr konstant. Das ist uns in der Form nicht so oft gelungen in den letzten elf Jahren, auch wenn wir da zehnmal die Meisterschaft geholt haben“, begründete Kimmich bei DAZN das besondere Gefühl. „So konstant und so souverän wie in diesem Jahr haben wir sie selten gewonnen. Deswegen sind wir auch sehr, sehr stolz.“
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Kimmich witzelt über alten Neuer
Für den Vertretungskapitän persönlich war es schon die zehnte Meisterschaft, wenn es nach dem 31-Jährigen geht, ist damit aber noch lange nicht Schluss. Schließlich hat Kimmich ein Vorbild im direkten Umfeld.
„Mit 40 steht er noch im Kasten“, witzelte der Mittelfeldmann über Torhüter Manuel Neuer, der am Sonntag auf der Bank gesessen war. „Deswegen kann man sich das als Vorbild nehmen, ich hoffe, da kommen noch zehn dazu.“
Jamal Musiala etwa sprach von einem „großen Moment“ und hob die Mentalität des FC Bayern in den Vordergrund. Trainer Vincent Kompany präsentierte sich derweil ungewohnt emotional, feierte zusammen mit der bayerischen Südkurve und strahlte über beide Ohren. „Das musst du genießen“, betonte Kompany und verwies auf die viele Arbeit im Vorfeld eines solchen Moments. „Ich habe schon Emotionen – wer mich auf einem Fußballplatz gesehen hat, versteht das.“
Kompany über Gnabry-Verletzung: „Beim Penalty-Schießen“
Einer, der bei den Feierlichkeiten nicht dabei konnte, war Serge Gnabry. Am Samstag hatten die Münchner die Öffentlichkeit über einen Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel beim Angreifer unterrichtet. Die Verletzung habe sich Gnabry zudem beim „Penalty-Schießen“ zugezogen – „ganz unglücklich“, sagte Kompany im Vorfeld des Stuttgarts-Spiels.
Auch im Siegesrausch hielt sich die Gnabry-Thematik im Kreise der Mannschaft. So verriet Kimmich, dass sein guter Freund eigentlich die Rolle des Partybeauftragten innehabe. „Der fehlt uns extrem – in der Kabine und auf dem Feld. Es ist ein sehr großer Verlust – sowohl als Fußballer als auch als Mensch. Er wird uns extrem wehtun, aber ich hoffe, dass wir das irgendwie aufgefangen bekommen.“
Sein Vertreter Musiala machte seinen Job jedenfalls gut, sodass die Bayern in den kommenden Wochen sodass die Bayern in den kommenden Wochen zumindest auf adäquaten Ersatz hoffen dürfen, was besonders in den Champions-League-Halbfinal-Partien gegen Paris wichtig werden dürfte.
Apropos wichtig: Weil der FCB laut Kimmich „ja noch ein paar Ziele in dieser Saison“ habe, fielen die Feierlichkeiten am Sonntag gediegen aus. „Wir sind oben ein bisschen in der Players Lounge und sitzen ein bisschen zusammen“, mutmaßte Kimmich über den Verlauf des Abends.
Der FC Bayern ist Deutscher Meister – und spricht über einen, der fehlt: Serge Gnabry. Joshua Kimmich verriet, was seine zehnte Meisterschaft so besonders macht – und sprach ausgiebig über den verletzten Gnabry.
