Kessler zum Elfmeter: „Schwer, da grau zu finden“ 

Der 1. FC Köln verlor das rheinische Derby gegen Bayer Leverkusen trotz deutlich mehr Chancen – und nach einer umstrittenen Elfmeterentscheidung, die für Diskussionen sorgte.

Handspiel sorgt für Diskussionen

Es war womöglich die entscheidende Szene im rheinischen Derby: Referee Robert Hartmann entschied kurz vor der Halbzeit nach einer Berührung des Balles im Bereich der Schulter von Eric Martel auf Elfmeter. Eine Entscheidung, die auch nach dem Check von VAR Guido Winkmann Bestand hatte. „Ich glaube, jeder, der das Bild sieht, wird nicht der Meinung des Schiedsrichters sein“, meinte Thomas Kessler kurz nach der Partie bei Sky.

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Kessler: „Falsche Wahrnehmung“ bei Hartmann

Dabei befürworte er generell, dass der Eindruck des Referees auf dem Platz bei der Bewertung des Spielgeschehens eine große Rolle spielt, so der Kölner Sport-Geschäftsführer: „Grundsätzlich bin ich ein großer Freund davon, dass die Schiedsrichter auf dem Platz entscheiden. Aber wenn es dann mal falsch ist, sollen sie darauf hingewiesen werden. Wir reden da immer von Schwarz-Weiß-Situationen. Ich finde, dass es heute schwer ist, da grau zu finden. Ich finde, dass er da offensichtlich die falsche Wahrnehmung hatte.“

„Da auf Elfmeter zu entscheiden, hat uns mindestens einen Punkt gekostet.“ (Thomas Kessler)

Gerade die auch im TV zu erkennende Erklärung mittels einer Nachahmung des Unparteiischen missfiel ihm. „Wie er da die Körperhaltung von Eric (Martel) anzeigt, mit so ein bisschen ausgespreiztem Arm. Natürlich zieht Eric den Arm weg, und wenn du den Arm wegziehst, machst du eine Körperbewegung mit dem Oberkörper. Da dann auf Elfmeter zu entscheiden, ist für uns extrem bitter und hat uns zumindest einen Punkt gekostet“, so Kessler.

Kessler mit Kölner Leistung „zufrieden“

Ohne den Elfmeter vor der Pause, zeigte sich Kessler überzeugt, hätten die Kölner deutlich bessere Chancen gehabt, Zählbares aus der Begegnung mit den Leverkusenern mitzunehmen. „Es ändert auch immer ein wenig die Statik des Spiels, wenn Bayer Leverkusen dann 1:0 auswärts bei uns führt. In der zweiten Halbzeit hat man dann auch gesehen, dass wir gegen ein Team mit Champions-League-Ambitionen gute Entscheidungen mit dem Ball getroffen haben, uns viele gute Chancen erarbeiteten, aber leider nur ein Tor gemacht. Insgesamt bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft aber heute zufrieden“, so Kessler – wobei er dabei die Betonung ein wenig bedeutungsschwanger auf das Wort „meiner“ legte.

 Der 1. FC Köln verlor das rheinische Derby gegen Bayer Leverkusen trotz deutlich mehr Chancen – und nach einer umstrittenen Elfmeterentscheidung, die für Diskussionen sorgte. 

 

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