Beim so wichtigen 1:0-Heimsieg gegen die SV Elversberg feierte Kastriot Imeri seinen Einstand für Union Berlin und somit in der Bundesliga. Der Neuzugang aus der Schweiz hatte gute Szenen, weist aber auch noch Steigerungspotenzial auf.
Neuzugang feiert sein Debüt
Als Livan Burcu gegen Elversberg in der 81. Minute per Volleyschuss zum 1:0 für Union Berlin traf, war Kastriot Imeri einer der ersten Gratulanten. Weil Burcu nach seinem Treffer zur Union-Ersatzbank rannte, war der neue Mittelfeldakteur der Eisernen schnell zur Stelle. Was nicht verwundert, war Imeri doch 23 Minuten vor dem Treffer ausgewechselt worden.
Mit Lustrinelli in Thun und bei der U 21
Das Tor sowie die am Ende errungenen drei Punkte rundeten für Imeri einen rundum erfreulichen Tag ab. Schließlich konnte der 26-Jährige auch ein persönliches Erfolgserlebnis feiern: Imeri gab sein Debüt für Union und somit auch seinen Bundesliga-Einstand. Am letzten Tag des Sommer-Transferfensters war der Mittelfeldspieler von Young Boys Bern nach Berlin-Köpenick gekommen.
Und das vor allem, weil der neue Union-Coach Mauro Lustrinelli heißt. Unter dessen Anleitung war Imeri in der vergangenen Saison – die er leihweise beim FC Thun verbrachte – Schweizer Meister geworden. Auch in der Schweizer U 21 hatten Imeri und Lustrinelli einst zusammengearbeitet.
Bis Imeri, in Genf geborener Sohn kosovarischer Eltern, erstmals für seinen neuen Klub ein Pflichtspiel bestreiten durfte, musste er jedoch 40 Tage warten. Eine noch in Bern erlittene Oberschenkelverletzung verzögerte sein Debüt, ehe er beim 0:7 beim FC Bayern München vor gut drei Wochen erstmals zum Spieltagskader gehört hatte.
„In der letzten Zone muss ich besser werden.“ (Kastriot Imeri)
Nun durfte Imeri also erstmals ran, und Unions neue Nummer 30 deutete an, wie er das Spiel der Berliner künftig befruchten kann. Imeri vereint Technik mit dem Blick für den Raum und der Fähigkeit, den finalen Pass zu spielen. Allerdings war auch zu erkennen, dass der Schweizer, der sich selbst „auf der Acht oder auf der Zehn“ am besten aufgehoben sieht, noch Nachholbedarf hat und nach knapp einer Stunde müde wirkte. Weswegen ihm einige Fehler am Ball unterliefern und Imeri somit seinen Auftritt selbst kritisch bewertete. „Ich habe nicht meine beste Leistung gezeigt“, sagte er, „in der letzten Zone muss ich besser werden. Es ist eigentlich meine Stärke, den letzten Ball zu spielen und in diese Räume zu spielen.“
Lustrinelli war jedoch einverstanden mit Imeris Darbietung, die er als „eine gute Stunde“ bezeichnete. Der neue Mann sei wichtig für den neuen Spielstil bei Union, „weil er genau weiß, was ich spielen möchte“, so der Trainer.
Gray der viertjüngste Bundesliga-Debütant
Imeri war derweil nicht der einzige Bundesliga-Debütant bei Union. Auch Mehki Gray gab als Joker seinen Einstand. Der 1,97 Meter lange Stürmer, der über den Berliner Stadtteilklub Weißenseer FC sowie den BFC Dynamo 2021 in die Union-Jugend gekommen war, ist mit 19 Jahren und 233 Tagen der viertjüngste Akteur, der für Union in der Bundesliga debütiert hat. Jünger waren bei ihrem Debüt nur Linus Güther (16 Jahre, 3 Tage), Dmytro Bogdanov (18 Jahre, 359 Tage) und Aljoscha Kemlein (19 Jahre, 18 Tage).
Beim so wichtigen 1:0-Heimsieg gegen die SV Elversberg feierte Kastriot Imeri seinen Einstand für Union Berlin und somit in der Bundesliga. Der Neuzugang aus der Schweiz hatte gute Szenen, weist aber auch noch Steigerungspotenzial auf.
