Nach dem Sieg in Dortmund liegt Bayer Leverkusen plötzlich wieder in Tuchfühlung zu den Champions-League-Plätzen. Vor dem Heimspiel gegen Augsburg kann Trainer Kasper Hjulmand zudem voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen, muss aber aufpassen, dass der FCA nicht erneut Spielverderber spielt.
Sonderlob für Culbreath – Stepanov-Leihe verlängert
An den 6. Dezember 2025 dürfte Kasper Hjulmand nicht die besten Erinnerungen haben. Seinerzeit gastierte der Däne mit Leverkusen in Augsburg und verlor bei der Rückkehr seines Gegenübers Manuel Baum verdient mit 0:2. Offensiv einfallslos, dazu bei Kontern der tiefstehenden Fuggerstädter anfällig und immer wieder mit einfachen Fehlern. Wie ein Top-4-Team spielte Bayer in Augsburg nicht.
Und trotz der schwachen Ausbeute mit nur einem Sieg aus vier Spielen in der Liga im März träumen die Leverkusener fünf Spiele vor Schluss aber immer noch von der Champions League. Zuletzt überzeugte die Mannschaft bei Borussia Dortmund (1:0) auf ganzer Linie, stand vor allem defensiv stabil und konnte den Tabellenzweiten in dessen Stadion als erst zweite Mannschaft nach dem FC Bayern in dieser Saison überhaupt im Ligabetrieb schlagen.
Hjulmand hat das Hinspiel nicht vergessen
„Wir jagen natürlich diese Möglichkeit“, sagt Hjulmand angesprochen auf die Königsklasse vor dem Rückspiel gegen den FCA (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker), auch im Wissen, dass Mitkonkurrent VfB Stuttgart am Sonntag in München gastiert. Bei einer Niederlage der Schwaben, die den FC Bayern zum Meister machen würde, könnte Bayer 04 auf einen Zähler an die Mannschaft von Sebastian Hoeneß heranrücken. Ein Sieg gegen Augsburg vorausgesetzt natürlich. Entsprechend sieht Hjulmand „eine super Möglichkeit, sich gegenseitig zu pushen“. Gerade, da das direkte Duell mit dem VfB am 33. Spieltag noch wartet und eine Woche vorher Leipzig in der BayArena gastiert.
Zuerst folgt aber die schwere Aufgabe Augsburg. Immer wieder ließ Bayer in der laufenden Saison Punkte gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte liegen, zuletzt beim 3:3 in Heidenheim vor der Länderspielpause. Besonders vor dem Umschaltspiel des Tabellenzehnten warnt Hjulmand – und erinnert an den Dezember: „Wir haben gegen Augsburg letztes Mal verloren, das haben wir nicht vergessen.“
Sonderlob für Culbreath
Auf Jarell Quansah, der in Dortmund fehlte, kann der Trainer dabei wieder bauen. Ob Kapitän Robert Andrich oder aber Loic Badé für den ansonsten gesetzten Innenverteidiger weichen muss, ließ er jedoch offen. Generell sehe es „nach ein paar Fragezeichen“ zuletzt so aus, als wären alle Spieler bereit, so der 54-Jährige: „Man kann nicht genug gute Spieler haben.“ Besonders, nachdem in der Saison immer wieder aufgrund von Ausfällen „Unruhe im Kader“ geherrscht habe.
Ein Sonderlob bekam Youngster Montrell Culbreath, in den vergangenen Wochen als gelernter Offensivspieler auf der rechten Defensivseite gesetzt: „Er hat große Schritte gemacht“, bescheinigt Hjulmand dem 18-Jährigen. „Das ist gut für Leverkusen und unsere Strategie.“
Stepanov bleibt bis 2027 in Utrecht
Gleiches gilt für Artem Stepanov, dessen Leihe mit dem FC Utrecht der Werksklub unterdessen bis 2027 verlängert hat. Nach einem erfolglosen Halbjahr in Nürnberg läuft der Ukrainer seit Januar in der Eredivisie auf und erzielte in bislang elf Einsätzen in der Eredivisie bereits vier Tore. „So muss er weitermachen, Artems Entwicklung verläuft so, wie wir uns das gewünscht haben“, erklärt Geschäftsführer Simon Rolfes.
Stepanovs Stammverein hat nun eine wegweisende Woche vor sich: Nach dem Augsburg-Spiel empfangen die Leverkusener am Mittwoch den FC Bayern im Halbfinale des DFB-Pokals, am kommenden Samstag geht es dann zum Derby in Köln.
Nach dem Sieg in Dortmund liegt Bayer Leverkusen plötzlich wieder in Tuchfühlung zu den Champions-League-Plätzen. Vor dem Heimspiel gegen Augsburg kann Trainer Kasper Hjulmand zudem voraussichtlich aus dem Vollen schöpfen, muss aber aufpassen, dass der FCA nicht erneut Spielverderber spielt.
