Grimaldo kokettiert erneut mit Wechsel 

Leverkusens Alejandro Grimaldo sprach beim Media Day von Spaniens Nationalmannschaft über seinen Wunsch, in La Liga zu spielen. Mal wieder. Bayer 04 betrachtet die Äußerungen seines Top-Stars gelassen. Aus gutem Grund. Ein kleines Restrisiko bleibt.

Rückkehr nach Spanien?

Das Thema ist ein Dauerbrenner. Alejandro Grimaldo und sein Wunsch, einmal in seiner Karriere in seiner spanischen Heimat in La Liga zu spielen. Immer wieder taucht die Frage nach einem Wechsel zu einem großen Klub auf der iberischen Halbinsel auf. Und immer wieder kokettiert der inzwischen 30-jährige Nationalspieler mit einer Rückkehr in sein Heimatland.

„Ich bin sehr zufrieden in Leverkusen, aber ich habe immer gesagt, dass ich zurück in La Liga möchte. Und irgendwann werde ich das tun.“ (Alejandro Grimaldo)

So auch jetzt beim Media Day der spanischen Nationalmannschaft, als Leverkusen Linksverteidiger und Spielmacher in Personalunion erklärte: „Ich habe es schon immer gesagt: Ich möchte zurück in La Liga. Das ist eines meiner Ziele. Ich bin sehr zufrieden in Leverkusen, aber ich habe immer gesagt, dass ich zurück in La Liga möchte. Und irgendwann werde ich das auch tun.“

Bei Bayer 04 gehen sie mit den Äußerungen ihres Topstars ganz gelassen um. Hatte dieser seine Haltung zu La Liga doch schon wiederholt öffentlich transportiert – allerdings konnte der Muster-Profi und bzw. dessen Berater bislang nie mit einem konkreten Angebot eines spanischen Top-Klubs aufwarten. Denn nur ein solcher könnte Grimaldos Wunsch von einer Rückkehr nach Spanien und sein Debüt in La Liga aktuell Wirklichkeit werden lassen.

Ist doch die Haltung des künftigen Europa-League-Teilnehmers eindeutig. Sportlich ist Grimaldo grundsätzlich viel zu wichtig für die Werkself, als dass der Klub auch nur daran denken könnte, diesen abzugeben. Damit es in diesem Sommer dazu käme, müsste schon Real Madrid, der FC Barcelona oder Atletico Madrid vorstellig werden. Denn einzig dieses Trio hätte wohl die wirtschaftliche Potenz und die Bereitschaft, für einen Spieler in Grimaldos Alter noch eine stattliche Ablöse im zweistelligen Millionenbereich zu zahlen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass einer der drei spanischen Großklubs in diesem Jahr bei Grimaldo Ernst macht, der im September 31 Jahre alt wird, wird als sehr gering eingestuft. Bayer 04 plant weiter mit dem Freistoß-Spezialisten, der diese Saison wettbewerbsübergreifend auf 27 Scorerpunkte (14 Treffer, 13 Assists) kam.

Nur ein unmoralisches Angebot könnte Bayer umdenken lassen

Schließlich sieht man in ihm einen extrem wichtigen Baustein, um kommende Saison auf einem Champions-League-Platz zu landen. Dafür würde man auch das Risiko in Kauf nehmen, dass der Linksfüßer in einem Jahr ablösefrei wechselt, wenn sein Kontrakt bei Bayer 04 endet. Dass Grimaldo in der nächsten Spielzeit nicht für Leverkusen aufläuft, könnte einzig durch ein unmoralisches Ablöse-Angebot an den Werksklub bewerkstelligt werden. Die Frage ist, ob es ein solches ausgerechnet in diesem Sommer ein Jahr vor Vertragsende geben wird.

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