Geglückter Umbruch? Die „alten Meister“ halten Bayer im Rennen 

Mit dem Sprung auf Rang 4 kann Bayer sein wichtigstes Saisonziel aus eigener Kraft erreichen. Gelingt dies, wäre das in erster Linie ein Verdienst der „alten Meister“ im Kader und nicht der im Sommer im Rahmen des Umbruchs geholten 14 Zugänge, deren Entwicklung unter Trainer Kasper Hjulmand in zu vielen Fällen zu Wünschen übrig lässt.

Nur drei Neue in Hjulmands Stammelf

Die Startaufstellung, die Kasper Hjulmand für das jeweilige Spiel wählt, gilt bei Bayer 04 auch intern als nicht allzu schwer vorherzusagen. Aktuell erst recht, da der frühere dänische Nationaltrainer in der Schlussphase der Saison mangels englischer Wochen nicht mehr zum Stilmittel der Rotation greifen muss. So ist zu erwarten, dass der Däne am Samstag bei Bayers nächstem Endspiel um Platz 4 genau die Elf beginnen lassen wird, die am Samstag den Tabellendritten aus Leipzig nicht nur vom Ergebnis her klar 4:1 geschlagen hat.

Ohne englische Wochen rotiert Hjulmand nicht mehr und hat eine nahezu fixe Startelf

Hat sich doch der starke Auftritt von Alejandro Grimaldo, Ibrahim Maza und Co. zu sehr von allen anderen bisherigen Leistungen in dieser Saison abgehoben, als dass man als Trainer auch nur einen Anlass hätte, die Formation umzubauen. Zumal Hjulmand in den vergangenen Wochen, in denen es abgesehen vom Pokal-Halbfinale gegen Bayern München (0:2) und dem darauffolgenden Derby in Köln (2:1) keine Spiele im Drei-Tag-Rhythmus zu bestreiten gab, ohnehin eine nahezu fixe Stammelf gebildet hat, in der einzig die Besetzung der rechte Schienenposition variiert.

Und diese Stammelf sorgte zumindest in den jüngsten drei Heimspielen in der Liga für reichlich Spektakel. Gegen Wolfsburg (6:3), Augsburg (1:2) und gegen Leipzig (4:1) erspielte sich Bayer jeweils mindestens zwölf Chancen – und damit jeweils mehr als in jedem anderen Heimspiel in dieser Saison. Der Unterschied zu den Partien zuvor ist frappierend.

Umbruch? Zuletzt standen nur drei Neue in Bayers Startelf – bei Hoffenheim sind es acht

Ist dies nun doch der unwiderlegbare Beleg für die Entwicklung des Teams, wegen deren Fehlen Hjulmand in der Kritik steht? Ist der massive Leverkusener Kader-Umbruch im Sommer 2025 also doch vollumfänglich geglückt und kommt jetzt auch zum Tragen? Ganz so einfach ist dies nicht. Denn mit den Einkäufen des Sommers und deren Integration und Weiterentwicklung hat der jüngste Sprung des Vizemeisters auf Rang 4 weniger zu tun. Standen von den 14 auch im Kader verbliebenen Sommer-Zugängen mit Ibrahim Maza, Jarell Quansah und Torhüter Mark Flekken gegen Leipzig doch nur drei in der Startelf.

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Oder umgekehrt: Mit Ausnahme des aus der U 19 unplanmäßig hoch gerückten, erst 18-jährigen rechten Flügelspielers Montrell Culbreath gehörten gegen Leipzig sieben Akteure zur Anfangsformation, die zumindest schon in der Vizemeister-Saison für Bayer spielten, sechs davon gehörten sogar zum Meister-Kader der Spielzeit 2023/24. Zum Vergleich: Beim direkten Konkurrenten aus Hoffenheim standen am Samstag beim 3:3 gegen Stuttgart acht (!) Feldspieler in der Startelf, die in der vergangenen Saison noch für einen anderen Klub spielten.

Zu viele teure Investitionen haben sich noch nicht ausgezahlt

Schafft es Bayer 04 nach dieser von vielen Schwankungen gekennzeichneten Saison, im Endspurt auf Platz 4 zu landen, werden also vorwiegend die „alten Meister“ für die Qualifikation für die Champions League verantwortlich zeichnen. Mit der Entwicklung von kostspieligen Akteuren unter Hjulmand wie dem 32 Millionen Euro teuren Dauer-Reservisten Eliesse Ben Seghir, den zum Edel-Joker degradierten Malik Tillman (35 Millionen), Ersatz-Innenverteidiger Loic Badé (25 Millionen) und Teilzeit-Sechsers Ezequiel Fernandez (25 Millionen) sowie dem völlig aus dem Blick geratenen Top-Talent Axel Tape (18, ablösefrei) kann keiner bei Bayer 04 zufrieden sein.

Zu viele der Investitionen, die entscheidende Bausteine für die Werkself sein sollen, haben sich noch nicht annähernd den Erwartungen entsprechend ausgezahlt. Auch dieser Punkt wird in die Saisonanalyse einfließen. Folglich hieße das Fazit bei Qualifikation für die Champions League: Saisonziel erreicht, den erfolgreichen Kader-Umbruch aber (zumindest noch) nicht.

 Mit dem Sprung auf Rang 4 kann Bayer sein wichtigstes Saisonziel aus eigener Kraft erreichen. Gelingt dies, wäre das in erster Linie ein Verdienst der „alten Meister“ im Kader und nicht der im Sommer im Rahmen des Umbruchs geholten 14 Zugänge, deren Entwicklung unter Trainer Kasper Hjulmand in zu vielen Fällen zu Wünschen übrig lässt. 

 

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