Frankfurt sucht Balance: „Die Offensive wird zurückkommen“ 

Die Bilanz von Eintracht Frankfurt beim 1. FC Köln ist, gelinde gesagt, ausbaufähig. Von den vergangenen 20 Pflichtspielen in der 1. und 2. Liga sowie im Pokal konnte die SGE in der Domstadt lediglich ein einziges gewinnen. Am 5. Spieltag der Saison 2017/18 schoss die Gäste per Foulelfmeter zum . Ansonsten stehen in den vergangenen rund 30 Jahren 14 Auswärtsniederlagen und fünf Remis zu Buche.

Toppmöller: „Es macht Spaß, den Kölnern zuzuschauen“

„Wir wissen, dass es in Köln nie ganz so einfach ist“, blickte Dino Toppmöller am Freitag auf den nächsten Anlauf in Müngersdorf. „Es ist ein tolles Stadion, tolles Publikum und sie spielen auch als Aufsteiger einen guten Fußball mit einem spielerischen Ansatz. Man muss schon sagen, dass es Spaß macht, den Jungs zuzuschauen.“ Doch zum Zuschauen reist die Eintracht am Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) nicht an. „Wir wollen natürlich unbedingt die drei Punkte“, untermauerte Toppmöller. Es wäre sein 50. Pflichtspiel-Sieg als Coach der Adlerträger.

Seine Mannschaft wirkte vor der Länderspielpause defensiv deutlich gefestigter im Vergleich zum Beginn der Saison, als die Spiele mit Frankfurter Beteiligung regelmäßig zu Torfestivals ausarteten. In den vergangenen fünf Pflichtspielen gab es maximal ein Gegentor. In den acht vorangegangenen Spielen waren es noch 29 – und damit im Schnitt 3,6 pro Spiel – gewesen.

Vorne lief zuletzt wenig zusammen

Doch die Stabilität in der Abwehr hemmt den Angriff. Auf das Pokalaus gegen Dortmund () folgten Unentschieden in Heidenheim () und Neapel (). Gegen ebenso harmlose Mainzer ging es mit 0,01 zu 0,00 xGoals in die Pause, ehe sich die Eintracht im zweiten Durchgang immerhin vier Chancen erspielte und durch eine Einzelleistung von gewann ().

„Es war auch in meinem ersten und zweiten Jahr so, dass wir diese Balance einfach finden mussten. Diesmal waren die Herausforderungen vielleicht noch ein bisschen größer durch die Champions League. Daher ist es wichtig, dass man sieht: Es funktioniert, wenn man ein paar Stellschrauben verändert. Und das hat es so, wie wir uns das vorgestellt haben, indem wir defensiv kompakter geworden sind“, blickte Toppmöller auf die Entwicklung der letzten Wochen. Der nächste Schritt: „Mit dem Selbstverständnis und guten Gefühl, dass wir uns auf unser Defensivspiel total verlassen können, in der Offensive noch mal eine andere Dynamik und ein anderes Selbstverständnis in den Abläufen reinbekommen.“

Toppmöller: „Spielen extrem gerne offensiv“

Der Fokus auf die Verteidigungsarbeit sei in der vergangenen Länderspielpause „wichtig“ gewesen. „Aber es steckt in uns allen drin, dass wir extrem gerne offensiv spielen. Das wird jetzt auch wieder zurückkommen, da bin ich mir sehr sicher“, gab sich der Coach optimistisch.

Man muss sagen, dass die Kölner sehr gute Transfers getätigt haben und sehr homogen wirken im gesamten Klub.

Dino Toppmöller

Blickt man auf die bisherigen Ergebnisse der Kölner, dann wird es die Offensive auch definitiv brauchen. Denn in den ersten fünf Heimspielen der Saison – inklusive des Pokal-Aus gegen die Bayern () – hat der FC immer getroffen. Zuletzt gar vierfach. „Man muss sagen, dass die Kölner sehr gute Transfers getätigt haben und sehr homogen wirken im gesamten Klub“, lobte Toppmöller die Arbeit des Aufsteigers, dessen gute Saison „keine Überraschung“ sei.

Einer, der sich dabei besonders in den Fokus spielte, ist der 19-jährige Said El Mala, der jüngst erstmals bei der A-Nationalmannschaft reinschnuppern durfte. „Das ist ein super interessanter Spieler, sehr schnell, total gut im Eins-gegen-eins und einer, der diese Situationen auch sehr aggressiv sucht“, ordnete Toppmöller ein. „Natürlich muss man versuchen, jemanden gegen ihn zu stellen, der es mit Tempo, aber auch mit gutem Eins-gegen-eins-Verhalten, mit ihm aufnehmen kann“

Nach Quali-Enttäuschung: Kein Mitleid für Kristensen

Als Rechtsverteidiger in einer Viererkette, als rechter Innenverteidiger in einer Dreierkette oder gar als rechte Schiene dürfte vor allem mit dem Youngster zutun bekommen. Der 28-Jährige kommt allerdings aus einer für ihn mehr als bitteren Länderspielpause, sah im entscheidenden letzten Quali-Spiel seiner Dänen in Schottland Gelb-Rot. So musste er zusehen, wie sein Team spät mit 2:4 verlor und in die Play-offs abrutschte.

„Wenn man sich die Situation anschaut, dann glaube ich, sind wir uns alle einig, dass es nie und nimmer eine Gelbe Karte war“, sagte Toppmöller zum sehr leichten Rempler, den Schiedsrichter Szymon Marciniak als taktisches Foul auslegte. Kristensen selbst sprach anschließend von der „größten Enttäuschung, die ich je erlebt habe“ und erklärte: „Ich fühle mich schuldig.“

Ein bitterer Abend für Dänemark

Worte, die für Toppmöller den Charakter seines Schützlings untermauern. Und in diesem stecke auch, dass er kein großes Mitleid braucht. „Es ist wichtig, dass wir ihn jetzt nicht in eine Opferrolle stecken und sagen: ‚Ach, der arme Rasmus.‘ Er ist ein gestandener Fußballprofi, der auch mit so einer Situation umgehen wird.“ Dabei erhalte er „natürlich“ Unterstützung. „Aber es gibt ja auch noch die Play-offs“, sprach Toppmöller Kristensen und den Dänen Mut zu. „Sie haben noch die Möglichkeit, das geradezurücken. Und das werden sie auch tun.“

Drei Zentrumsspieler fehlen

Doch bis zu dem Play-off-Halbfinale gegen Nordmazedonien dauert es noch gut vier Monate, entsprechend muss sich Kristensen im Verein wieder aufbauen. Ein Sieg in Köln würde dabei zweifelsohne helfen – und Frankfurts dürftige Bilanz in der Domstadt zumindest etwas aufpolieren.

Gelingen muss das weiterhin ohne und (beide Muskelverletzung) sowie nun auch , der sich im Training mit der schwedischen Nationalmannschaft eine muskuläre Verletzung am Oberschenkel zuzog. Die zuletzt angeschlagenen und meldeten sich derweil wieder fit. Ersterer dürfte zurück auf die Sechs neben rücken. Für das offensive Mittelfeld steht bereit.

Dennis Zaremba

 Torfestivals zu Saisonbeginn, Abwehrschlachten zuletzt. Eintracht Frankfurt hat bewiesen, dass sie beides können. Was noch fehlt: die richtige Mischung. In Köln ist traditionell wenig zu holen für die SGE. 

 

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