Flekkens Geständnis: „Der Trainer ist nicht der Verantwortliche“ 

Nach dem Verpassen der Champions League zeigt sich Mark Flekken (selbst-)kritisch, stellt die Mentalität der Leverkusener Mannschaft infrage – und nimmt den vor dem Aus stehenden Trainer Kasper Hjulmand in diesem Punkt aus der Verantwortung.

Bayer-Keeper über fehlende Energie der Mannschaft

Mark Flekken hat keine gute Saison hinter sich. Doch trotz seiner Leistungsschwankungen hat die im Sommer für elf Millionen Euro vom FC Brentford geholte Leverkusener Nummer 1 zum Ende der Spielzeit doch einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht. Denn in einer Phase, als er massiv in der Kritik auch der eigenen Fans stand, hat sich der 32-Jährige als starke Persönlichkeit erwiesen, sich selbstkritisch gezeigt und sich aus dem Tief heraus geboxt – und damit seinen Status intern wie extern wieder deutlich verbessert.

Nicht umsonst erklärte Geschäftsführer Simon Rolfes nach dem finalen 1:1 gegen den HSV zu dem künftig noch stärker als Führungsfigur eingeplanten niederländischen Nationaltorhüter: „Mark hat es in den letzten Wochen gut gemacht, sich auch mehr gefunden.“

Dass Flekken die Fähigkeiten zu einem Leader hat, bewies er auch nach dem Verpassen von Platz 4 und der Champions League, als er kritisch und selbstkritisch („Auch bei mir waren zu viele Schwankungen drin. Ich habe zu viele leichte Fehler gemacht“) auf die Saison blickte. Dabei legte er auch den Finger in die Wunde, was die mentale Stärke der Mannschaft betrifft. „Die Energie auf dem Platz, dieser absolute Wille, jedes Spiel gewinnen zu wollen, hat in manchen Spielen gefehlt. Und wenn die nicht da ist, dann kannst du nicht um die ganz großen Ziele mitspielen“, urteilte Flekken eindeutig. Diese Erkenntnis „müssen wir mitnehmen für die nächste Saison.“

Der Torhüter sieht dies als den Knackpunkt an: „An Qualität fehlt uns nichts in dem Kader. Aber es hängt mit Mentalität zusammen, mit Energie. Wenn du das als Grundstein, als Basis für jedes Spiel auf den Platz legen kannst, dann kommt die Qualität von alleine und dann spielt man sich auch irgendwann in so einen Flow rein. Das hat uns leider gefehlt diese Saison. Zu oft.“

„Wenn du jemanden wie Granit Xhaka hast, der bringt das jeden Tag auf den Platz, der zieht dann auch Menschen mit sich mit.“ (Mark Flekken)

Dafür macht Flekken auch das Fehlen absoluter Führungsgrößen verantwortlich, auch wenn er seine Aussage dazu am Ende noch etwas einfing. „Wenn du, ich nehme jetzt mal ein Beispiel, jemanden wie Granit Xhaka hast, der bringt das jeden Tag auf den Platz, der zieht dann auch Menschen mit sich mit“, erklärte der Routinier in Bezug auf den im Sommer zum AFC Sunderland gewechselten Schweizer Rekordnationalspieler, „solche Typen zu haben ist gut, ist aber kein Muss, weil ich der Meinung bin, dass es auch in dieser Mannschaft drinsteckt. Nur müssen wir es halt jeden Tag vom Kopf her auf den Platz legen wollen. Und daran hat es manchmal gefehlt.“

Bei diesem für eine erfolgreiche Mannschaft essentiellen Aspekt nahm Flekken den vor dem Aus stehenden Trainer Kasper Hjulmand komplett aus der Kritik. „Ich komme super mit ihm klar“, sagte der Torhüter, der vom Dänen allerdings auch immer maximale Rückendeckung erhielt, „ich würde gerne mit ihm weitermachen, weil ich mir sicher bin, wenn er die Zeit bekommt, eine Sommervorbereitung an dieser Truppe zu arbeiten, dann geht das auch vorwärts.“

„Der Trainer ist hier in eine Situation reingekommen, die war einfach kacke. Er ist nicht der Verantwortliche für die Energie, die wir Spieler auf den Platz legen.“ (Mark Flekken)

Flekken betonte zwar, keine Diskussion eröffnen zu wollen, gab aber angesichts zu Hjulmands Amsantritt nach dem 2. Spieltag zu bedenken, „dass man ganz einfach auch sagen muss, dass der Trainer hier in eine Situation reingekommen ist, die war einfach kacke.“ Folglich sieht der Torhüter in einem Trainerwechsel zumindest nicht den alleinigen Schlüssel. „Letztendlich ist der Trainer nicht der Verantwortliche für die Energie, die wir Spieler auf den Platz legen. Das müssen wir selber machen.“ Nach diesen Worten ist erst recht klar: Mit der Antwort auf die Trainerfrage alleine, wird Bayer 04 seine Probleme nicht lösen können.

 Nach dem Verpassen der Champions League zeigt sich Mark Flekken (selbst-)kritisch, stellt die Mentalität der Leverkusener Mannschaft infrage – und nimmt den vor dem Aus stehenden Trainer Kasper Hjulmand in diesem Punkt aus der Verantwortung. 

 

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