Fischer wartet mit Mainz auf den ersten Domino-Stein 

Knapp zwei Stunden zum Auftakt – und das war erst der Anfang. Urs Fischer macht bei Mainz 05 sofort klar, dass die Vorbereitung dieses Mal besonders intensiv wird, während auf dem Transfermarkt noch einige Fragen offen sind.

Intensives Auftakttraining

Beim Trainingsauftakt von Mainz 05 bekamen die Spieler einen Vorgeschmack darauf, was sie in den kommenden Wochen erwartet. Die erste Übungseinheit von Urs Fischer nach der Sommerpause dauerte knapp zwei Stunden. „Irgendwann ist immer das erste Mal“, betonte Fischer und lachte. Überraschend kam die lange Einheit vorwiegend für die Neulinge. „Das ist eigentlich eine normale Urs-Fischer-Einheit. Wir kennen das schon aus der vergangenen Saison“, erklärte hingegen Phillip Tietz.

Die erste Saisonvorbereitung unter Fischer, der im Dezember in Mainz das Amt des Trainers übernommen hatte, wird von hoher Intensität geprägt sein. Während die vorherigen Trainer im Normalfall nur eine Woche ins Trainingslager gingen, reist Mainz 05 dieses Mal für zehn Tage nach Hopfgarten in Tirol (27. Juli bis zum 5. August). An den meisten Tagen sind zwei Trainingseinheiten geplant.

Zu Beginn des Trainingslagers sollen auch Nadiem Amiri und Jae-Sung Lee einsteigen, die sich nach dem WM-Aus mit Deutschland beziehungsweise Südkorea im Sonderurlaub befinden. „Beide waren sehr enttäuscht, das hat man an ihren Gesichtern gesehen“, so Fischer, der Amiri und Lee auch Textnachrichten schrieb.

Silvan Widmer, Phillipp Mwene und Stefan Posch haben mit der Schweiz und Österreich ihre Spiele in der Runde der letzten 32 noch vor sich. Seit dem 1. Juli ist Posch wieder Spieler von Como 1907, da der Leihvertrag mit Mainz ausgelaufen ist. Die Rheinhessen bemühen sich, mit dem italienischen Klub, der sich für die Champions League qualifizierte, einen Transfer hinzubekommen.

Richter, Bobzien und Hong sollen abgegeben werden

Beim Auftakttraining standen 25 Feldspieler auf dem Platz, darunter die Zugänge Eric Martel (1. FC Köln), Ransford Königsdörffer (Hamburger SV), Fabio Gruber (1. FC Nürnberg), Otto Ruoppi (Kuopion PS) und Alynho Haidara (Academie Mayence 05 Jacqueville). Marco Richter, Ben Bobzien und Hyun-Seok Hong trainieren nach dem Ende ihrer Ausleihe ebenfalls mit, sollen aber noch abgegeben werden.

Eine wichtige Frage bleibt allerdings noch unbeantwortet: Welcher Stammspieler wird Mainz noch verlassen? Einen hohen Marktwert besitzen Spieler wie Amiri, Sano oder Paul Nebel, dessen Vertrag im Sommer 2027 ausläuft. Die Gespräche über eine Verlängerung des Arbeitspapiers haben noch zu keinem Ergebnis geführt, sodass ein Wechsel in dieser Transferperiode im Bereich des Möglichen ist.

„Mal schauen, was noch so alles kommt. Meistens passiert irgendwo ein Transfer und dann will der eine diesen Spieler und der nächste einen weiteren. Aber ich glaube, das dauert noch einen Moment“, sagt Fischer und wartet auf den Beginn des Domino-Effekts.

 Knapp zwei Stunden zum Auftakt – und das war erst der Anfang. Urs Fischer macht bei Mainz 05 sofort klar, dass die Vorbereitung dieses Mal besonders intensiv wird, während auf dem Transfermarkt noch einige Fragen offen sind. 

 

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