Am Sonntag trifft Aufsteiger Paderborn auf die TSG Hoffenheim, von der auf verschiedene Weise eine ganze Reihe von Akteuren den Weg nach Ostwestfalen fanden. Jeder hat seine eigene Geschichte.
Sechs Spieler und zwei Trainer mit TSG-Vergangenheit
Ist das etwa noch Zufall? Sebastian Lange sagt: „Ja“. Gleich vier Spieler und zwei Trainer der Paderborner haben eine Vergangenheit – und vielleicht auch eine Zukunft – bei der TSG Hoffenheim. Das ist kurios. „Aber kein Transfer steht in einem Zusammenhang mit dem anderen“, sagt der SCP07-Geschäftsführer. Am kommenden Sonntag (19.30 Uhr, LIVE! bei kicker) kommt es zum Duell der „Filiale“ gegen die „Zentrale“ aus Sinsheim.
Aus dem Quartett der Aktiven sticht derzeit Torwart Nahuel Noll heraus. Mit seinen Leistungen in den ersten drei Spielen (kicker-Notenschnitt: 2,17), aber auch den Umständen seiner Leihe im Sommer. Lange hatte sich an einen „alten Bekannten“ erinnert.
„Als Sportchef des SC Verl wollte ich Nahuel schon vor einigen Jahren holen, damals war er aber bei der TSG für die zweite Mannschaft eingeplant.“ Der spätere Fortgang ist bekannt: Nolls Begehren, nach zuletzt zwei Jahren in Fürth und Hannover endlich den Schritt in die Bundesliga zu machen, kreuzte sich mit Paderborns Suche nach tauglichem Ersatz für den nach Stuttgart zurückkehrenden Dennis Seimen.
Beim gebürtigen Sinsheimer Duric schnappte der SCP07 früh zu
Ebenso wie Noll ist auch Deniz Zeitler von den Ostwestfalen ausgeliehen. Der gute Draht zu seinem Hoffenheimer Kollegen Andreas Schicker ermöglichte Lange ein Projekt, von dem alle Beteiligten profitieren sollen. „Eigentlich war er gar nicht zu bekommen“, verrät der Paderborner Geschäftsführer. Erst der Verbleib des von Leipzig umworbenen Fisnik Asllani ebnete den Weg für Zeitlers Freigabe. „Ein interessanter, junger deutscher Spieler mit enormem Potenzial“, umschreibt Lange den 19-jährigen Stürmer, der noch auf sein Bundesliga-Debüt wartet.
Der aber ebenso perfekt ins Scouting-Profil des Aufsteigers passt wie Luka Duric, von dessen Ausstiegsklausel (für 250.000 Euro) der SCP07 früh erfuhr und zuschnappte. Es war der erste Vereinswechsel des gebürtigen Sinsheimers, der schon mit fünf Jahren bei der TSG begann. Vorigen Samstag sammelte der 23-Jährige seine ersten Bundesligaminuten mit Paderborn – pünktlich vor dem Wiedersehen mit dem Ex-Klub.
Drei Jahre lang bis 2020 trug schließlich auch Laurin Curda – einst Talent, jetzt aktueller SCP07-Kapitän – das Trikot des kommenden Gegners, in der Jugend und einmal im Regionalligateam. Zu dem stieß später auch Ralf Kettemann als Co-Trainer in der Regionalliga Südwest. Der heutige Paderborner Coach holte zu dieser Saison mit Individualtrainer Andreas Ludwig einen Vertrauten, der in Hoffenheim einmal als Scout tätig war und sechsmal für die Kraichgauer in der Bundesliga spielte, hinzu.
Einziger Trainer, der beide Klubs in der Bundesliga begleitete, war unterdessen André Breitenreiter, 2014 gefeierter Aufstiegsheld in Paderborn.
Am Sonntag trifft Aufsteiger Paderborn auf die TSG Hoffenheim, von der auf verschiedene Weise eine ganze Reihe von Akteuren den Weg nach Ostwestfalen fanden. Jeder hat seine eigene Geschichte.
