Der SV Werder Bremen hat die Verpflichtung von Markus Pilawa bekanntgeben: Der Zugang soll für „neue Impulse im Bereich Scouting und Kaderplanung“ sorgen.
Wenige Transfer-Volltreffer
Am Samstag hatte sich Klaus Filbry noch auf die Zunge beißen müssen, als er vor dem letzten Saisonspiel gegen Borussia Dortmund (0:2) bei Sky sagte: „Wir werden demnächst auch ein paar Sachen kommunizieren, die für uns positiv sind.“
Der Vorsitzende der Geschäftsführung beim SV Werder Bremen hatte diesen Satz indes ausgesprochen, als es eigentlich um Clemens Fritz ging – der Sportchef wird vom Bremer Anhang zunehmend kritisch beäugt, wie einige Banner am 34. Spieltag einmal mehr verdeutlicht haben.
Von seinem Geschäftsführerkollegen gab es jedenfalls Rückendeckung für Fritz, der somit weiterhin im Amt verbleiben dürfte. Eine andere Veränderung auf Managementebene verkündete der Klub dann – wie von Filbry angedeutet – am Sonntag offiziell.
Pilawa folgt auf Jahns
Markus Pilawa steigt als neuer Leiter Kaderplanung und Transferstrategie am Osterdeich ein und folgt auf Johannes Jahns, dessen Ende in dieser Funktion sich bereits abgezeichnet hatte. Der 48-jährige Pilawa war von 2022 bis 2024 als Chefscout für den FC Bayern und zuvor den BVB (2017 bis 2022) tätig.
„Markus bringt aus seiner Zeit bei Bayern München und Borussia Dortmund eine große Expertise, Erfahrung und ein großes Netzwerk mit. Wir sind überzeugt, dass er dem Bereich Scouting und Kaderplanung neue Impulse zur Weiterentwicklung geben wird“, sagte Werder-Sportchef Fritz über Pilawa, der am Mittwoch einsteigt.
In der Branche gilt die Verpflichtung durchaus als Coup – doch das war bei Jahns (kam 2023 von RB Salzburg) seinerzeit auch der Fall. Der 44-Jährige führte sich in seiner neuen Funktion mit der Verpflichtung Naby Keitas zunächst vermeintlich spektakulär ein.
Zu viele Werder-Transferflops
Doch in den vergangenen drei Jahren schlug kaum ein Bremer Neuzugang für die Profis ein. Die Liste der weiteren Flops nach Keita hingegen ist bemerkenswert: Skelly Alvero, Julian Malatini, Isak-Hansen Aaröen, Victor Boniface, mit wenigen Abstrichen zudem Keke Topp und lange Zeit auch Olivier Deman. Dazu lag die Leih-Posse im vergangenen Winter in Jahns Verantwortungsbereich. Er wird freigestellt.
Von der Verpflichtung Pilawas erhofft sich der Klub nun wieder eine bessere Ausbeute auf dem Transfermarkt. „Wir wollen mit Markus den Weg, den wir im letzten Jahr mit der strategischen Neuausrichtung begonnen haben, weitergehen. Ziel ist es, eine Mannschaft zusammenzustellen, die eine gute Mischung aus jungen, entwicklungsfähigen Spielern und erfahrenen Profis ist“, so Fritz weiter.
Der SV Werder Bremen hat die Verpflichtung von Markus Pilawa bekanntgeben: Der Zugang soll für „neue Impulse im Bereich Scouting und Kaderplanung“ sorgen.
