Seinen ersten Einsatz hat Maxime Esteve für RB Leipzig schon hinter sich. Am Montag äußerte sich der jüngste Zugang der Sachsen zu seinem Start in Leipzig, seinem Wechsel und zu seinen Zielen.
Leipzigs Zugang stellt sich vor
Die ersten zehn Tage in Leipzig, so sagt Maxime Esteve am Montag im Rahmen einer Medienrunde, „waren sehr schön“. Fremd hat sich der jüngste Neuzugang von RB Leipzig bei seinem neuen Team nicht gefühlt. Die Integration sei „sehr einfach, weil hier viele französische Spieler sind“, sagt er. Esteve ist auch nicht der Typ, der Probleme hat, sich einzugliedern. Der 24 Jahre alte Franzose kommt eloquent, smart und vor allem zugewandt daher.
Sein Charakter dürfte bei der Verpflichtung auch eine Rolle gespielt haben, die sich RB 25 Millionen Euro kosten ließ. Primär hat der Tabellendritte der vergangenen Bundesliga-Saison den 1,94 Meter langen und 90 Kilogramm schweren Profi vom Premier-League-Absteiger FC Burnley geholt, damit er als (vorzugsweise linker) Innenverteidiger für defensive Stabilität sorgt. Und im Ernstfall Castello Lukeba oder El Chadaille Bitshiabu ersetzt, sollte einer der beiden linken Innenverteidiger Leipzig noch verlassen. Oder gar beide.
„Wenn du für einen großen Klub spielst, dann hast du viele große Spieler.“ (Maxime Esteve zur Konkurrenz bei RB)
Esteve, der beim HSC Montpellier ausgebildet wurde, ehe es ihn im Februar 2024 nach Burnley zog, haben die Leipziger Argumente überzeugt. „RB Leipzig ist ein großer Klub mit großen Ambitionen“, sagt er, „ich bin froh, auf einem solch hohen Level spielen zu können – in der Bundesliga und in der Champions League. Ich muss mich schnell anpassen. Es ist sehr wichtig für mich, dass ich dem Team möglichst schnell helfen kann.“
Dass RB derzeit sieben Spieler unter Vertrag hat, die explizit als Innenverteidiger ausgewiesen sind oder in der zentralen Abwehr spielen können, macht Esteve keine Sorgen. „Wenn du für einen großen Klub spielen willst, dann hast du viele große Spieler. Jeder muss kämpfen für seine Einsatzzeit“, stellt er klar und schiebt mit Nachdruck hinter: „Und ich bin hier, um für meine Einsatzzeiten zu kämpfen.“
Bei Hountondji, Massengo und Bruun Larsen informiert
Leipzigs neue Nummer 3 setzt auf seine Qualitäten wie Tempo, Athletik und Spieleröffnung – und auch darauf, was ihm einst der jetzige Coach des FC Bayern München vermittelt hat, als beide in der Rückrunde der Saison 2023/24 in Burnley zusammenarbeiteten. „Kompany war für meine Entwicklung sehr wichtig“, betont Esteve, „ich habe viel von ihm gelernt. Vor allem, was die Defensive angeht. Ich habe großen Respekt vor ihm.“ Dass Kompany ihn nach München locken wollte, wie es hieß, bestreitet Esteve allerdings.
Gut ist auch sein erster Eindruck von seinem neuen Coach Martin Demichelis. „Er ist sehr nah an den Spielern dran“, sagt Esteve, „ich finde das sehr wichtig. Wenn du als Trainer nah an deinen Spielern bist, kannst du ihnen mehr Überzeugung verleihen.“
Der neuen Liga hat sich Estéve derweil über Gespräche mit Kollegen genähert. „Ich habe einige Freunde, die in der Bundesliga spielen oder gespielt haben. Mit ihnen habe ich gesprochen“, erklärt Esteve. So hat er sich etwa bei Andreas Hountondji umgehört, der in der vergangenen Saison beim FC St. Pauli unter Vertrag stand. Oder bei Han-Noah Massengo vom FC Augsburg und bei Jacob Bruun Larsen (Dortmund, Hoffenheim, Stuttgart), der in Burnley sein Teamkollege war. Sie alle haben Esteve zugeraten – und ihn darin bestärkt, den nächsten Entwicklungsschritt in der Bundesliga zu gehen.
Seinen ersten Einsatz hat Maxime Esteve für RB Leipzig schon hinter sich. Am Montag äußerte sich der jüngste Zugang der Sachsen zu seinem Start in Leipzig, seinem Wechsel und zu seinen Zielen.
