Elfmeter-Szene gegen Köln: Mets ist sich uneinig mit seinen Bossen 

Wie ein Held sah Karol Mets nicht aus, als er rund 20 Minuten nach dem Ende der Partie gegen den 1. FC Köln in der Mixedzone über ein 1:1 redete, zu dem St. Paulis Verteidiger ganz wesentlich beigetragen hatte. Er war der verhinderte Matchwinner.

Aufregung um Videobilder nach Elfmeterpfiff

Rund 20 Minuten vor dem Ende war die Welt von Karol Mets noch in Ordnung. Per Kopf hatte er das längst überfällige 1:0 in einem Kellerduell erzielt, das gefühlt nur St. Pauli gewinnen und der Gegner nur nicht verlieren wollte. Der Jubel des Esten und seiner Kollegen danach wirkte wie der von Protagonisten, die spürten, dass sie es nun endlich geschafft hatten, den Bann zu brechen. Doch dann trat wieder Mets in Erscheinung, verursachte in den Schlussminuten einen Elfmeter. Einer, über den er uneinig mit seinen Bossen ist.

Blessin lobt Schiedsrichter und kritisiert den VAR

Für den 32-Jährigen selbst ist der Fall mit Jakub Kaminski völlig klar. „Der Ball wäre ins Aus gegangen, und ich hatte keine Chance ihn zu spielen. Es war sehr ungeschickt von mir, so auf den Ball zu gehen.“ Er ist sicher: „Wenn ich auf meinen Füßen geblieben wäre, wäre die Situation vorbei gewesen. Kaminski hat sein Bein sehr gut reingestellt und hat den Kontakt genommen. Es war ein Elfmeter.“

Den Pfiff durch Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck nach Eingriff des VAR hatten zunächst auch St. Paulis Verantwortliche akzeptiert – bis weit nach Spielende Videoanalyst Sami Pierau Bilder der Szene zeigte, auf denen in der Entstehung der Situation zunächst Kaminski mit dem Fuß die Wade von Mets getroffen hatte. Blessin war daraufhin in der Mixedzone außer sich, sagte auf der anschließenden Pressekonferenz: „Zuerst habe ich gedacht, dass der Kontakt klar erst von Karol ausging und es ein klarer Elfmeter war. Der Fuß von Kaminski geht aber erst in Karols Wade, dadurch ist es für mich kein Foul.“

Blessin hat in der jüngeren Vergangenheit häufig Schiedsrichter-Schelte betrieben, am späten Freitagabend wählte er seine Worte mit Bedacht aus. „Das Schiedsrichtergespann muss ich loben, sie haben es gut gemacht“, verteilt er ein Kompliment an Jöllenbeck, kritisiert aber: „Der VAR hat aus meiner Sicht ein bisschen Probleme gehabt, die richtige Szene zu zeigen. Man hätte nicht den Punkt des Fouls, sondern den Schritt davor zeigen müssen.“ Unbeantwortet bleibt freilich selbst mit Blick auf den Ausgangspunkt der Szene, ob Kaminskis Fuß an Mets‘ Wade lediglich ein Kontakt oder auch tatsächlich ein Foul war.

Negative Emotionen überwiegen

Unstrittig ist die Rolle des tragischen Helden für Mets, dessen Freude über sein erstes Tor für St. Pauli verhalten ausfällt. „Die Jungs haben immer Witze gemacht, dass ich nie ein Tor schießen würde. Ich habe ihnen immer gesagt, dass ich dann treffen werde, wenn es wirklich darauf ankommt. Dieser Zeitpunkt wäre jetzt gewesen, traurigerweise war er es aber nicht.“

Mets gesteht, bei ihm würden die negativen Emotionen überwiegen. „Ich freue mich getroffen zu haben, aber ich wollte unbedingt dieses Spiel gewinnen.“ Seine Selbstanklage lässt keine Fragezeichen hinter der Berechtigung des für St. Pauli folgenschweren Strafstoßes: „Ich war ungeschickt. Mit meiner Erfahrung muss ich das besser machen.“

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