Doan-Wechsel auf der Zielgeraden: 17 Millionen Euro für die Eintracht 

Wie groß die wirtschaftliche Not bei Eintracht Frankfurt ist, zeigt sich an diesem Montag: Der Verkauf von Ritsu Doan zum Saudi-Klub Al-Ittihad ist verhandelt – inklusive vier Millionen Euro Minus für die Hessen.

Einigung mit Al-Ittihad

Eigentlich war Ritsu Doan als Stammkraft für diese Saison fest eingeplant. Doch da Eintracht Frankfurt in diesem Sommer auf Transfererlöse angewiesen ist, wird Trainer Adi Hütter in den sauren Apfel beißen müssen. Denn Doan wird die Eintracht verlassen. Nach kicker-Informationen ist in den Transferverhandlungen zwischen der Eintracht und dem Saudi-Klub Al-Ittihad eine Einigung erzielt worden. Doan, für den die Hessen erst vor einem Jahr 21 Millionen Euro an den SC Freiburg überwiesen hatten, wird jetzt zumindest 17 Millionen Euro wieder einbringen. Nur noch letzte Formalitäten sind bis zum Vollzug zu klären.

Im Eintracht-Dress konnte der 28-Jährige zwar nie an die starken Leistungen aus Freiburger Zeiten anknüpfen, gleichwohl war er in der völlig gebrauchten Saison der SGE zumindest in der Hinrunde ein nicht zu unterschätzender Faktor. Zwar gelangen ihm im ersten Halbjahr der Saison 2025/26 nur vier Tore und vier Vorlagen in der Bundesliga, doch all diese Scorerpunkte führten zu Siegen, von denen die SGE bis dato nur sieben einfahren konnte. Fünf der sieben Eintracht-Siege waren somit maßgeblich mit Doan verbunden. In der Rückrunde musste Doan unter Albert Riera dann weitgehend auf einer für ihn suboptimalen Position spielen und konnte nur noch ein weiteres Tor und eine Vorlage beisteuern.

Kein Zeitdruck – eigentlich

Obwohl auch intern damit gerechnet wurde, dass der japanische Nationalspieler unter Hütter zur alten Stärke finden kann, trennen sich jetzt die Wege. Dass die Frankfurter nach nur einem Jahr bereit sind, einen Verlust von vier Millionen Euro zu akzeptieren, zeigt, wie groß die Not ist, zum jetzigen Zeitpunkt Einnahmen zu generieren.

Auch weil für die weiteren potenziellen Abgangskandidaten wie Fares Chaibi, Hugo Larsson oder Jean-Matteo Bahoya nach kicker-Informationen auch am Sonntagmittag noch kein konkretes Angebot auf dem Tisch lag, ist der Doan-Verkauf auf der Zielgeraden. Prinzipiell bestünde bei diesem Deal zwar keinerlei Zeitdruck, da das Transferfenster in Saudi-Arabien erst am 12. Oktober schließt. Doch dann müsste jetzt anderweitig Geld her – und Al-Ittihad würde sich kaum noch wochenlang hinhalten lassen für den Fall, dass doch nur Doan die wirtschaftliche Bilanz retten kann.

Kalimuendo-Leihe bahnt sich an

Parallel arbeitet Sportvorstand Markus Krösche aber auch an einer Verstärkung für die Offensivabteilung. Auf den letzten Drücker bahnt sich eine erneute Leihe von Arnaud Kalimuendo an, der bereits vergangene Saison im Eintracht-Trikot spielte.

 Wie groß die wirtschaftliche Not bei Eintracht Frankfurt ist, zeigt sich an diesem Montag: Der Verkauf von Ritsu Doan zum Saudi-Klub Al-Ittihad ist verhandelt – inklusive vier Millionen Euro Minus für die Hessen. 

 

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