„Derbymodus“: Gelingt Werder der dringend benötigte Turnaround? 

Kritik nach Köln und Einschwören vor Hamburg: Werder-Coach Daniel Thioune spricht Klartext – und will von seiner Vergangenheit nicht viel wissen.

Zweifel am Willen zur Unzeit

Dass der Bremer Auftritt beim 1:3 in Köln unabhängig von der rund 70-minutigen Unterzahl viel zu wenig war, das sprach Daniel Thioune am Tag danach weitaus deutlicher an als noch unmittelbar im Nachgang am Sonntagabend. Fest steht: Gegen den HSV muss es wieder mehr sein, um in der Tabelle nicht noch weiter abzurutschen.

Auf Rang 14 ist Werder vor dem Nordderby am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! beim kicker) vorläufig angelangt, und wenn es trotzdem so etwas wie eine Positiverscheinung des jüngsten 29. Spieltags gab, dann, dass rundherum alle weiteren abstiegsbedrohten Teams ihre Spiele verloren hatten – außer nun mal der FC.

Den Kölnern reichte im direkten Duell indes eine recht solide Leistung zum jedoch ungefährdeten Heimsieg, weshalb Thioune, nachdem er sich die Partie bis zum Montag noch „mehrfach“ angeschaut hatte, konstatierte: „So billig, so oberflächlich dürfen wir uns nicht entlassen.“

Erneut Zweifel am Willen

Die Rote Karte gegen Kapitän Marco Friedl trug zwar zweifellos ihren Teil zur Niederlage bei, allerdings war der Bremer Spielvortrag auch generell „sehr weit weg“ von dem, „was wir eigentlich von uns selber erwarten“, sagte Thioune. Und: Was man erwarten darf, wenn man eben „nicht als Verlierer vom Platz gehen möchte“.

Dieser also einmal mehr in Zweifel gezogene Wille der Mannschaft kommt nun wiederum zur völligen Unzeit – nicht nur angesichts der sich zuspitzenden Situation in der Tabelle, sondern auch in Erinnerung an das Nordderby in der Hinrunde, als Werder seinerzeit ähnlich lethargisch aufgetreten war.

Konkret sprach Thioune von Mängeln bei Themen wie Energie, Klarheit im Ballbesitz und Körpersprache; ebenfalls Anzeichen für den Willen eines Teams: „Alles das, was in Köln nicht da war, ist das, was wir am Wochenende einfach auch brauchen werden.“ Nur: Gelingt Werder dieser dringend benötigte (emotionale) Turnaround „einfach“ so?

Für Thioune geht es um „deutlich mehr“

Zumindest den öffentlichen Aussagen nach scheinen die Protagonisten sich der Bedeutung des Spiels bewusst zu sein. Ein Leonardo Bittencourt positionierte sich bereits am Sonntagabend. Thioune zog am Montag nach: „Es ist Derbyzeit.“

Um „deutlich mehr“ als die drei Punkte für die Tabelle gehe es in diesem Duell, betonte Thioune zum wiederholten Mal, nämlich: „Um Reputation für uns, für die Mannschaft nach einer schwierigen Saison bisher.“ Der 51-Jährige beschwor dafür nun jenen „Derbymodus“, in den man im Dezember eben gar nicht reingefunden hatte.

Thioune: „Ich bin Grün-Weißer“

Für Thioune selbst steht indes ein ganz besonderes Nordderby-Erlebnis bevor, als ehemaliger HSV-Trainer und guter Freund seines Hamburger Trainerkollegen Merlin Polzin.

Doch von seiner Vergangenheit („Ich bin meinen Farben verschrieben, ich bin Grün-Weißer“) will er in dieser Woche genauso wenig wissen wie von seiner Verbindung zu seinem ehemaligen Co-Trainer in Osnabrück und in Hamburg: „Freundschaft adé, da zählt für mich nur der Sieg.“

Und vor dem Hintergrund der restlichen Gegner auf dem anvisierten Weg zum Klassenerhalt (Stuttgart, Augsburg, Hoffenheim, Dortmund) gilt das umso mehr auch für den SV Werder Bremen.

 Kritik nach Köln und Einschwören vor Hamburg: Werder-Coach Daniel Thioune spricht Klartext – und will von seiner Vergangenheit nicht viel wissen. 

 

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