Bundesligist Mainz und Drittligist Wiesbaden vereinbaren „ganzheitliche Kooperation“ 

Bundesligist Mainz 05 und Drittligist SV Wehen Wiesbaden haben am Freitag eine „ganzheitliche Kooperation“ verkündet. Es soll eine „Partnerschaft auf Augenhöhe“ sein.

Auch in puncto Kaderplanung und Scouting

Es ist nicht alltäglich, dass ein Bundesligist mit einem Drittligisten „ganzheitlich“ kooperiert. Eben das aber haben die Klubs aus Mainz und Wiesbaden am Freitag verkündet, der Kooperationsvertrag ist bereits unterzeichnet.

Dieser sieht nach Angaben der Vereine eine Zusammenarbeit im Lizenzbereich, im Nachwuchs und perspektivisch im Frauenfußball vor – ergänzt um den Austausch auf Organisations- und Mitarbeiterebene.

„Beide Standorte eint deutlich mehr, als man auf den ersten Blick vielleicht glaubt“, wird Stefan Hofmann, Vereins- und Vorstandsvorsitzender des 1. FSV Mainz 05, zitiert: „Uns verbindet eine starke regionale Verwurzelung, ein klares Verständnis für die Bedeutung von Nachwuchsarbeit und der Anspruch, Fußball an unseren Standorten und damit in unserer Region nachhaltig weiterzuentwickeln.“

Spannend ist durchaus, dass der FSV und der SVWW „künftig in der Kaderplanung, im Scouting sowie in der Talententwicklung und -bindung zusammenarbeiten“ werden. Es ist wahrscheinlich, dass bald auch Talente die Seiten wechseln. „Die Nachwuchsleistungszentren vernetzen ihre Ausbildungsstrukturen und nutzen gemeinsame Sichtungsmaßnahmen. Spielern beider Klubs sollen im jeweils passenden Umfeld zusätzliche Entwicklungsperspektiven eröffnet werden.“

Explizit wird in der Zusammenarbeit der Frauen- und Mädchenbereich „von Beginn an mitgedacht“. Die Mainzer Frauen spielen seit dieser Saison sogar in der Bundesliga, der Aufsteiger steht mit null Punkten aus drei Spielen allerdings am Tabellenende.

Stöver: „Unsere sportlichen Entscheidungen treffen wir selbst“

„Diese Kooperation ist ganzheitlich angelegt und schafft strategischen Mehrwert für beide Seiten – im Sport wie in der Organisation“, kündigt Tobias Keller, Sprecher der Geschäftsführung des SV Wehen Wiesbaden, an: „Zwei Klubs aus zwei Landeshauptstädten, die nur wenige Kilometer trennen: Das ist eine einmalige Konstellation. Wir bündeln unsere Stärken, um in einem hochkompetitiven Markt gemeinsam mehr Schlagkraft zu entwickeln – auf Augenhöhe und mit dem klaren Anspruch, beide Standorte nachhaltig zu stärken.“

FSV-Sportvorstand Christian Heidel verrät, dass zwischen den Führungsebenen bereits „seit einiger Zeit ein sehr guter Austausch“ besteht. „Hieraus ist die Idee entstanden, die sportliche Expertise beider Standorte und die jeweiligen Netzwerke sinnvoll miteinander zu verbinden. Durch den wechselseitigen Austausch auf Augenhöhe profitieren am Ende Klubs und Spieler, denen wir noch bessere Perspektiven eröffnen können“, ist Heidel überzeugt.

Trotz der engeren Verzahnung betont Uwe Stöver, Geschäftsführer Sport beim Drittligisten, dass die jeweilige Verantwortung beim Klub bleibt. „Unsere sportlichen Entscheidungen treffen wir selbst“, stellte er klar.

 Bundesligist Mainz 05 und Drittligist SV Wehen Wiesbaden haben am Freitag eine „ganzheitliche Kooperation“ verkündet. Es soll eine „Partnerschaft auf Augenhöhe“ sein. 

 

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