Brandt vor Abschied: „Ich will mich nicht einfach nur an einen Verein verkaufen“ 

Julian Brandt (30) steht am Freitagabend vor seinem letzten Pflichtspiel im Dortmunder Fußball-Tempel. Trotz vieler verpasster Chancen im BVB-Trikot bereut der Antreiber keines seiner sieben Jahre.

Letzter Auftritt in Dortmund

Sein allererstes Heimspiel für Borussia Dortmund war ein besonderes. Beim 5:1-Triumph über den FC Augsburg am 17. August 2019 wurde Julian Brandt in der 68. Minute für Thorgan Hazard eingewechselt – und wies sofort seinen Wert nach. „Da habe ich direkt mein erstes Tor für Dortmund geschossen“, blickt er im klubeigenen TV auf die 82. Minute und generell seine Anfänge zurück.

Über seinen damaligen Wechsel von Bayer 04 Leverkusen zu den Westfalen musste Brandt nicht so lange nachdenken. „Ich bin nach Dortmund gegangen, weil ich einfach Bock darauf hatte. Ich will mich nicht einfach nur an einen Verein verkaufen“, stellt er klar: „Ich versuche, mich immer daran zu erinnern, warum wir eigentlich Fußball spielen: weil wir schon als kleine Kinder Spaß daran hatten.“

Der Spaß kam auch in den verschiedensten Konstellationen beim BVB nie zu kurz. „Egal in welcher Saison – ich hatte immer eine Mannschaft, die intakt war“, gibt Brandt Einblick ins Kabinenleben: „Die füreinander gelebt und trainiert hat, die sich versucht hat, zu helfen. Ich hatte das Gefühl, dass es ein gesundes Inneres gab und trotzdem ein kompetitives – und dass du eine Einheit hast.“

Das sei auf einem Niveau, „auf dem es am Ende wirklich um Druck, Leistung und auch um persönliche Befindlichkeiten geht“, keinesfalls selbstverständlich. Nach 381 Bundesliga-Einsätzen soll Brandt mit einem Engagement im Ausland, wo sich unter anderem wohl Atletico Madrid für ihn interessiert, liebäugeln. Tendenzen gibt es wohl noch keine.

Dortmund verlässt Brandt mit einem weinenden Auge – auch aus sportlichen Gründen. „Ich war kurz davor, jeden Titel mit dem BVB zu gewinnen. Als ich kam, haben wir den Supercup gewonnen. Wir haben im zweiten Jahr den DFB-Pokal geholt. Dann die Geschichte mit der Meisterschaft, das Jahr darauf die Champions League und du hättest eigentlich mit vollen Händen dastehen können. Da tritt bei mir natürlich Wehmut auf, weil ich sage: Was hätte alles sein können?“

„Die Zeit wäre nicht besser mit zwei weiteren Titeln“

Brandt aber könne das Geschehene sehr wohl einordnen – und sagt deswegen heute: „Trotzdem macht es für mich die Zeit hier nicht weniger wertvoll. Ich mache den Wert meines Daseins beim Verein nicht abhängig von materialistischen Sachen oder von Erfolgen. Ich weiß, im Fußball geht’s darum, und am Ende spielen wir dafür auch Fußball. Aber die Zeit wäre nicht besser mit zwei weiteren Titeln.“

Auch eine Saison im Profi-Geschäft lebe nicht nur von ihrem Finale: „Es geht auch sehr um andere Momente, was man alles erlebt, was man für Spiele und Momente hier hatte.“ Ziemlich sicher wird in Brandts Rückschau auch der Freitagabend (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen Eintracht Frankfurt Platz finden. Dann nämlich wird er sich ein letztes Mal vor dem Dortmunder Publikum präsentieren – und sich ja vielleicht sogar mit einem Tor verabschieden?

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