Bescheidene Eta nach Bundesliga-Siegpremiere: „Das ist mir wichtig“ 

Marie-Louise Eta ist im vierten Anlauf der erste Bundesliga-Sieg gelungen. Sich selbst rückte die Union-Trainerin nach dem spät erreichten 3:1 in Mainz aber ungern in den Fokus, sie blieb bescheiden.

Freude auch bei Kapitän Trimmel

1:2 gegen Wolfsburg, 1:3 in Leipzig und das 2:2 gegen den 1. FC Köln: Ihre ersten drei Partien an der Bundesliga-Seitenlinie hatte sich Marie-Louise Eta sicher anders vorgestellt. Immerhin war ihr mit Union Berlin vergangene Woche durch das Comeback gegen die Geißböcke samt anderer Ergebnisse der vorzeitige Klassenerhalt gelungen.

An diesem Sonntagabend zum Abschluss der 33. Runde war es aber soweit – auch wenn hier nach guter erster Hälfte samt 1:0-Führung noch einiges an Anspannung angesagt war. So hatten die Eisernen erst das 1:1 gefressen, fast das 1:2 hingenommen und allgemein wenig Land gesehen bei plötzlich dominanteren Mainzern.

In den Schlussminuten hatten aber nach Alu-Pech von Andrej Ilic der aus der Drehung erfolgreiche Oliver Burke sowie die Joker-Kombination über Tim Skarke und Vollstrecker Josip Juranovic den ersten Bundesliga-Sieg einer Trainerin finalisiert. Quasi mit Schlusspfiff wurde Eta, die am 11. April nach der Entlassung von Steffen Baumgart als Nachfolgerin und erste Trainerin im deutschen Oberhaus präsentiert worden war, von Mitarbeitern und ihren Schützlingen ausgiebig geherzt.

Eta hat „einfach gute Arbeit leistet“

Kapitän Christopher Trimmel, der sich nach dem 3:1-Triumph in Mainz als erster Akteur im DAZN-Interview zeigte, freute sich ebenfalls mit seiner Vorgesetzten: „Wir haben uns gefangen die letzten Wochen – und ich bin überglücklich, dass es jetzt wieder mit einem Sieg geklappt hat. Auch für sie, weil sie es sich einfach verdient hat. Wir haben schon speziell gegen Wolfsburg ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht, in Leipzig war auch nicht alles schlecht – und gegen Köln haben wir uns einen Punkt erkämpft.“

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Trimmel weiter: „Heute haben wir dann endlich den Sieg für sie geholt. Sie hat es sich verdient, weil sie einfach auch gute Arbeit leistet.“

Ein Spiel steht noch aus

Eta selbst präsentierte sich derweil bescheiden und münzte alles bezüglich ihres Geschichtsbucheintrags auf ihre Mannschaft um. „Wir sind sehr, sehr glücklich, dass wir hier und heute bei diesem nicht einfachen Spiel eine gute Leistung gezeigt haben – und sich die Jungs am Ende belohnt haben“, sagte die 34-jährige Dresdnerin.

Auch wie ihre Schützlinge die Drangphase der Gastgeber nach der Pause mit 1:1-Gegentor und dem aberkannten 1:2 überstanden hatten, zollte ihr Respekt ab: „Die Jungs sind vor allem drangeblieben, haben sich noch einmal reingekämpft.“ Und sich eben belohnt.

Nun steht für Eta noch das finale Heimspiel gegen Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) an, ehe die Interimslösung wie von Anfang an von Präsident Dirk Zingler kommuniziert wieder vom Bundesliga-Team abrückt. Was wird von ihr bleiben? Auch hier wich die Trainerin bescheiden aus: „Man freut sich einfach, man will immer Spiele gewinnen. Das ist schon immer so – und das war heute so. Umso schöner, dass wir es hier in Mainz gemeinsam ziehen konnten.“ Allgemein ging es ihr mit Amtsantritt ohnehin nur darum, „Punkte zu holen, den Job bestmöglich zu machen“. Das ist ihr gelungen – vorzeitiger Klassenerhalt inklusive. „Denn dafür haben wir täglich gearbeitet. Das ist mir wichtig.“

 Marie-Louise Eta ist im vierten Anlauf der erste Bundesliga-Sieg gelungen. Sich selbst rückte die Union-Trainerin nach dem spät erreichten 3:1 in Mainz aber ungern in den Fokus, sie blieb bescheiden. 

 

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