Rund fünf Millionen Euro verdiente Borussia Dortmund auf der am Sonntag zu Ende gehenden Asien-Reise. Sportlich beginnt die heiße Phase jetzt erst, erste Erkenntnisse gab’s dennoch bereits zu sammeln.
Erfolgreicher Japan-Trip, aber Sorgen um Chukwuemeka
Der 1:0-Sieg gegen den FC Tokyo zum Abschluss der Japan-Tour hätte ein gutes Ende für den BVB-Trip nach Fernost bilden können, wäre da nicht die Verletzung von Carney Chukwuemeka, der in seiner zweiten vollen Saison ähnlich wie Fabio Silva den nächsten Entwicklungsschritt gehen soll, gewesen. Bereits Mitte der ersten Hälfte musste der Mittelfeldspieler mit Knieproblemen ausgewechselt werden. „Carney hat sich eher selbst verletzt, als er hingefallen und hängen geblieben ist. Ich denke, es wird nicht allzu schlimm“, äußerte sich Dortmunds Trainer Niko Kovac im Anschluss an den Test zwar vorsichtig optimistisch. Gewissheit werden aber erst die Untersuchungen bringen, die nach der Heimkehr nach Dortmund angesetzt sind.
Ricken spricht von „gelungener Woche“
Von der Chukwuemeka-Blessur abgesehen, gab es aus Dortmunder Sicht allerdings wenig zu meckern nach einer „gelungenen Woche“, wie es Sport-Geschäftsführer Lars Ricken formulierte. „Man hat schon viel gesehen, was wir im Training einstudiert haben. Und es ist mir wichtig, dass die Spieler sich belohnt haben. Sie haben es verdient für die Art, wie sie den BVB auf der Reise repräsentiert haben.“ Denn auch wenn in Japan trainiert und getestet wurde, die Reise wurde vor allem aus Marketinggründen absolviert – und darf als Erfolg verbucht werden.
Rund fünf Millionen Euro generierte der Trip an Einnahmen, vor allem aber ermöglichte sie dem Klub, sich vor Ort den Fans zu präsentieren. Diese wiederum nahmen das Angebot dankend an, wie die Zuschauerzahlen vor Ort und die Abrufe in den Sozialen Medien belegten. Auch optisch kam man im Tokio nur schwer am BVB vorbei: Am Freitagabend wurde ein 243 Meter hohes Gebäude in der Innenstadt zur Werbetafel für das neu präsentierte Ausweichtrikot in Lila.
Sportlich indes beginnt die heiße Phase der Vorbereitung erst zur Wochenmitte, wenn auch die letzten WM-Teilnehmer wieder in den Trainingsbetrieb mit der Rest der Mannschaft einsteigen. Neuzugang Konstantinos Karetsas, der nach der Rückkehr von Ricken und Co. nach Dortmund offiziell präsentiert werden soll, wird dann erstmals in seinen neuen Farben auf dem Feld stehen. Anders als Said El Mala, den der BVB ebenfalls gerne verpflichten würde, um den aber weiterhin gepokert wird.
Svensson und Beier wechseln die Seiten
Karetsas wiederum soll dafür sorgen, dass mehr Spielkultur beim BVB einzieht. Und auch ohne ihn wurde während der Japan-Reise am Spielaufbau gearbeitet. Beim abschließenden Test gegen den FC Tokyo spielten zudem Daniel Svensson und Maximilian Beier seitenverkehrt auf den Schienen, um jeweils mit dem starken Fuß nach innen zu ziehen.
Ein Ansatz, den es freilich noch zu verfeinern gilt. Die nächste Chance dazu unter Realbedingungen gibt’s im Test beim FC Arsenal (9. August).
Rund fünf Millionen Euro verdiente Borussia Dortmund auf der am Sonntag zu Ende gehenden Asien-Reise. Sportlich beginnt die heiße Phase jetzt erst, erste Erkenntnisse gab’s dennoch bereits zu sammeln.
