Der 29-Jährige stand anfangs neben der Spur, doch mittlerweile hat er sich gefangen und großen Anteil daran, dass die Eisernen zuletzt zwei Mal zu null spielen konnten.
Verteidiger ist bei Union gesetzt
Hinter dem Transfer von Felix Uduokhai Ende August standen einige Fragezeichen, weil Union Berlin mit dem 29-Jährigen nach Stanley Nsoki, Marvin Friedrich sowie Zeno Van den Bosch den vierten Innenverteidiger in einer Transferperiode verpflichtet hatte. Die Zweifel am Neuzugang wurden noch größer, als dieser bei seinen ersten drei Pflichtpartien für die Eisernen einen Horrorstart hinlegte.
Uduokhai bekam das Vertrauen von Lustrinelli
Denn in Leverkusen (0:4, kicker-Note 6), gegen Schalke (1:3, kicker-Note 5) sowie in München (0:7, kicker-Note 5,5) war er absolut nicht auf der Höhe. Der gebürtige Sachse war viel zu weit von seinen Gegenspielern weg, im Passspiel ungenau und in den Zweikämpfen nicht resolut genug. Umso verwunderlicher war es, dass er nachfolgend weiterhin von Trainer Mauro Lustrinelli aufgestellt wurde. Aber das Vertrauen des Schweizer konnte Uduokhai definitiv zurückzahlen mit seinen starken Darbietungen gegen Elversberg (1:0, kicker-Note 2,5) und Borussia Dortmund (0:0, kicker-Note 2,5).
„Es ging am Anfang wahnsinnig schnell. Da musste ich erstmal die Abläufe reinbekommen. Und da ist es recht normal, dass es Zeit braucht“, sagte der Innenverteidiger, der jüngst selbst eine Steigerung bei sich feststellte: „Von Spiel zu Spiel merkt man, dass ich besser reingekommen bin. Ich verstehe, wie die Taktik ausgelegt ist, was das Trainerteam will, welche Art von Fußball wir spielen.“
Auf dem Weg zum neuen Abwehrchef
Und vor allem harmoniert er nun deutlich besser mit seinem Partner Van den Bosch in der Innenverteidigung. Hier hatte Lustrinelli immer mal wieder wild durchgemischt, doch nun scheint er die passende Kombination gefunden zu haben. Und das sei auch für Uduokhai selbst ein wichtiger Faktor, wie er erzählte: „Völlig irrelevant ist das nicht. Es ist schon wichtig, mit wem du in der Innenverteidigung spielst. Denn ich bin kein Fan davon, ständig durchzurotieren. Auf Dauer ist es für das ganze Gefüge sinnvoller, wenn wir eine Achse haben.“
Und so hat sich der Linksfuß innerhalb kürzester Zeit vom Fehlerteufel nahezu zum neuen Abwehrchef entwickelt. Zumindest wirkt es so, weil er auf dem Platz kommunikativ viel Verantwortung übernimmt und die Viererkette mit seiner Erfahrung von nun insgesamt 155 Bundesligaspielen ordnet. Zudem ist sein größter Vorzug im Vergleich zu anderen Verteidigern im Team seine Schnelligkeit, dass er zum einen nach vorne verteidigen kann, aber genauso gut die Räume hinter sich dicht hält. Weil Uduokhai und Van den Bosch derzeit überzeugen, haben dafür eben Querfeld, der in der zurückliegenden Spielzeit über weite Strecken gesetzt war, sowie Rückkehrer Friedrich das Nachsehen – und werden es erstmal schwer haben, das Duo zu verdrängen.
Der 29-Jährige stand anfangs neben der Spur, doch mittlerweile hat er sich gefangen und großen Anteil daran, dass die Eisernen zuletzt zwei Mal zu null spielen konnten.
