Johan Manzambi (20) war einer der Shootingstars der abgelaufenen Bundesliga-Saison und spielte auch eine starke WM mit der Schweiz. Den Offensivspieler zieht es nun zu Aston Villa, das eine Rekordablöse an den SC Freiburg überweist.
Magpies gehen leer aus
Geldregen für den SC Freiburg: Am Freitag wurde der Transfer von Johan Manzambi zu Aston Villa offiziell. Einen entsprechenden Bericht von The Athletic, wonach sich der SCF mit dem Premier-League-Klub auf ein Paket verständigt hat, das mit Basisablöse plus möglichen Boni knapp 70 Millionen Euro beträgt, kann der kicker bestätigen.
Mit Abstand ist Manzambi nun der Rekordverkauf der Breisgauer. In den letzten Jahren hatte der SCF bereits Kevin Schade (Brentford) und Merlin Röhl (Everton) teuer in die Premier League verkauft, für das Duo aber jeweils „nur“ etwa 25 Millionen Euro kassiert. Dieser neue Geldregen hebt Freiburg in neue Sphären.
„Der gemeinsame Weg von der U 19 ins Europa League-Finale war sowohl für Johan als auch für uns besonders. Nach wirklich intensiven Gesprächen und Verhandlungen in den vergangenen Wochen profitieren beide Seiten von der gefundenen Lösung“, wird Freiburgs Vorstand Jochen Saier in der Vereinsmitteilung zitiert. „Die Leistungen von Johan im SC-Trikot waren außergewöhnlich, er hat unser Spiel mitgeprägt.“
Manzambi war im Januar 2023 vom Servette FC nach Freiburg gewechselt und sammelte dort zunächst Spielpraxis in der U 19 sowie zweiten Mannschaft, die damals noch in der 3. Liga vertreten war (zehn Spiele, zwei Tore). 2024/25 tastete Manzambi sich im Profi-Kader des SCF nach und nach heran, um ab Mitte April 2025 durchzustarten (elf Spiele, zwei Tore sowie erste Berufung für die Schweizer Nati) und sich in der abgelaufenen Saison als Stamm- und Unterschiedsspieler zu etablieren. Im zentralen und offensiven Mittelfeld war Manzambi der Fixpunkt im Freiburger Spiel, 47 Einsätze sowie sieben Tore und elf Assists in allen drei Wettbewerben belegen das.
Kehrtwende im Transferpoker
Mit Manzambi schaffte es der SCF nicht nur erneut ins internationale Geschäft, sondern auch erstmals in ein europäisches Finale. Im Endspiel der Europa League mussten sich die Breisgauer allerdings ausgerechnet Aston Villa mit 0:3 geschlagen geben.
Jener Klub also, der nun den Zuschlag beim begehrten WM-Fahrer erhielt – und damit einen direkten Premier-League-Konkurrenten kalt erwischt hat. Mit Newcastle United hatte sich Freiburg bereits auf eine Ablöse von 60 Millionen Euro geeinigt, es bestand allerdings keine vollständige Übereinkunft mit der Spielerseite, weswegen Villa noch dazwischengrätschen konnte.
Den finalen Preis nochmals in die Höhe dürfte Manzambi mit seinen Leistungen bei der WM geschraubt haben. Mit fünf Scorerpunkten in vier Spielen war er einer der Hauptakteure auf dem Weg der Schweiz ins Viertelfinale. Das Weiterkommen gegen Kolumbien (4:3 i.E.) sowie das Ausscheiden gegen Argentinien (1:3 n.V.) verpasste Manzambi allerdings angeschlagen.
In Birmingham wird Manzambi nach der schweren Verletzung von Amadou Onana (Kreuzband) und dem unmittelbar bevorstehenden Abgang von Youri Tielemans (Manchester United zieht die Ausstiegsklausel) dringend gebraucht. Sein Premier-League-Debüt unter Erfolgstrainer Unai Emery könnte der Schweizer am 23. August geben, dann gastiert Villa bei Brighton & Hove Albion.
Johan Manzambi (20) war einer der Shootingstars der abgelaufenen Bundesliga-Saison und spielte auch eine starke WM mit der Schweiz. Den Offensivspieler zieht es nun zu Aston Villa, das eine Rekordablöse an den SC Freiburg überweist.
