Amiri zum Wortgefecht mit Füllkrug: „Ein paar Beleidigungen sind gefallen“ 

Das Spiel hatte es in sich. Am Samstagnachmittag lieferten sich der 1. FSV Mainz 05 und der SV Werder Bremen ein äußerst leidenschaftliches Duell. Nach Schlusspfiff kochten die Emotionen über. Im Blickpunkt: Nadiem Amiri und Niclas Füllkrug.

Mainzer und Bremer geraten nach Abpfiff aneinander

Schiedsrichter Florian Badstübner hatte die Partie gerade erst freigegeben, da musste er sie auch schon wieder unterbrechen. Danny da Costa lag auf dem Rasen. Es waren noch nicht einmal 60 Sekunden gespielt, und Niclas Füllkrug hatte den Mainzer bei einem Duell mit dem Arm erwischt. Eine Szene, die wiederum Nadiem Amiri auf den Plan rief.

Als Badstübner der Partie über 90 Minuten später ein Ende setzte, war der Mittelfeldspieler immer noch aufgebracht. Seine Mannschaft hatte 2:3 verloren, nun machte Amiri seinem Frust am Sky-Mikrofon Luft. „Ich kenne Fülle ja vom DFB“, sagte der 29-Jährige, „mir sind von Anfang an ein paar Sachen im Spiel auf den Sack gegangen.“

Nach dem frühen Foul gegen da Costa habe sich Füllkrug nicht entschuldigen wollen, verriet Amiri: „Da war ich schon ein bisschen sauer.“ Allzu hoch wollte er den Vorfall aber auch nicht hängen: „So ist Fußball. Wir verstehen uns. Ein paar Beleidigungen sind gefallen. Aber alles gut, kein Stress.“

Für Füllkrug war Amiri „nicht ganz so respektvoll“

Auch Füllkrug wollte es nicht überbewerten, dass es nach Schlusspfiff zu einem Wortgefecht zwischen ihm und Amiri gekommen war. Der Bremer Doppeltorschütze erhob zwar Vorwürfe in Richtung des Mainzers, als er sagte, Amiri sei „nicht ganz so respektvoll zu meinem Mitspieler“ gewesen, weswegen er Amiri dazu angehalten habe, „dass er den Ball flach halten soll“. Doch auch Füllkrug machte kein großes Aufheben um den Zwist.

Der 33-Jährige lächelte die Vorkommnisse eher weg und erfreute sich lieber daran, dass Werder bereits zum sechsten Mal nacheinander ungeschlagen geblieben war. Seit dem 1:4 zum Saisonauftakt gegen den SC Freiburg haben die Bremer drei Remis und drei Siege aneinandergereiht – ein Lauf, der nicht zuletzt auf ihren außergewöhnlichen Comeback-Qualitäten nach Rückständen beruht.

Doch am Samstagnachmittag in Mainz legten sie selbst zwei Tore vor und antwortete später mit dem 3:1 auf den Anschlusstreffer des FSV. Die Gastgeber verkürzten zwar noch ein weiteres Mal, bissen sich dann aber die Zähne an Werders Defensive aus.

So war Füllkrug am Ende einmal mehr der Mann des Nachmittags. Der Mittelstürmer hat nun in sechs aufeinanderfolgenden Bundesligaspielen getroffen und kann in einer Woche gegen die TSG Hoffenheim den vereinsinternen Rekord von Rudi Völler aus der Saison 1982/83 einstellen. Eine Aussicht, die dann doch größer war als der Disput mit Amiri.

 Das Spiel hatte es in sich. Am Samstagnachmittag lieferten sich der 1. FSV Mainz 05 und der SV Werder Bremen ein äußerst leidenschaftliches Duell. Nach Schlusspfiff kochten die Emotionen über. Im Blickpunkt: Nadiem Amiri und Niclas Füllkrug. 

 

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