Wieder einmal hat der FC Bayern einen Rückstand wettgemacht. Für Vincent Kompany war das 3:3 gegen Heidenheim ein wichtiges Erlebnis vor dem Kracher gegen Paris. Leon Goretzka freut sich besonders auf die Atmosphäre in der Münchner Arena.
Goretzka will ins Finale
Ein Sieg, eine Niederlage und ein Unentschieden – so lautet die Bilanz der Münchner Woche nach dem 3:3 gegen Heidenheim. So nüchtern, wie es sich liest, waren die Bayern-Auftritte beileibe nicht. Schon beim 4:3 in Mainz drehte der Rekordmeister ein 0:3, über das 4:5-Spektakel in Paris ist fast alles schon geschrieben worden und auch das Remis gegen das Bundesliga-Schlusslicht war alles andere als ein Frühlingskick bei sommerlichen Temperaturen.
Wieder musste der Rekordmeister einem Rückstand hinterherlaufen, glich das 0:2 aus, kassierte das 2:3 und schlug in der letzten Aktion doch noch einmal zu. Vom Pfosten prallte ein Schuss von Michael Olise an den Rücken des Heidenheimer-Keepers Diant Ramaj und von dort über die Linie. In der zehnten Minute der Nachspielzeit.
Viele Änderungen, wenig Gefahr
„Wir haben heute sicher nicht unser bestes Spiel gemacht“, begann Sportdirektor Christoph Freund am Sky-Mikrofon seine Rückschau auf die drittletzte Liga-Partie. „In der ersten Halbzeit haben wir uns echt schwergetan.“ Dort brachte eine stark veränderte Münchner Mannschaft, in der unter anderem Bara Sapoko Ndiaye zu seinem zweiten Startelf-Einsatz kam und Konrad Laimer sowie Aleksandar Pavlovic in der offensiven Dreierreihe neben Jamal Musiala auftauchten, nur sehr wenig in der Offensive zustande.
„Es waren trotzdem gute Spieler auf dem Platz, aber dann haben wir eigentlich ein bisschen ohne richtige Flügel gespielt“, lautete Freund Erklärungsansatz für den zunächst harmlosen Auftritt.
Immerhin verkürzte Leon Goretzka vor der Pause per direktem Freistoß auf 1:2 und sorgte nach dem Seitenwechsel für den 2:2-Ausgleich. In der zweiten Hälfte war dann mit Luis Diaz und Olise auch wieder mehr Betrieb auf den Flügeln. Weil Heidenheim aber einmal noch konterte, gelang ein komplettes Drehen der Partie wie in Mainz nicht mehr. Für Vincent Kompany war der späte Ausgleich dennoch ein wichtiges Erlebnis: „Man darf nicht vergessen, dass die Jungs wieder das Tor machen am Ende und alles dafür tun, das Spiel nicht zu verlieren.“
Fokus auf PSG
Einem Rückstand müssen die Münchner auch am Mittwoch gegen Paris wettmachen. „Ab jetzt“, gelte der Fokus dem Rückspiel in der Champions League, betonte Goretzka bei DAZN.
Dafür stimmten sich Fans und Mannschaft nach der Partie vor der Südkurve, die ein Banner „Mittwoch alle in Rot“ entrollte, ein. „Die Jungs sind heiß. Ich bin wirklich gespannt, ich glaube, am Mittwoch wird das Ding hier brennen“, konnte Goretzka seine Vorfreude kaum zurückhalten. „Ich habe richtig Bock auf das Spiel, so wie wir alle. Wir wollen einfach ins Finale.“
Und auch Kompany setzt auf den Faktor Fans, der schon im Viertelfinale gegen Real Madrid eine Rolle gespielt hatte. „Wenn was passieren kann, dann in diesem Stadion – und das wird dann ein geiles Fußballspiel.“
Wieder einmal hat der FC Bayern einen Rückstand wettgemacht. Für Vincent Kompany war das 3:3 gegen Heidenheim ein wichtiges Erlebnis vor dem Kracher gegen Paris. Leon Goretzka freut sich besonders auf die Atmosphäre in der Münchner Arena.
