Pyro und Ausschreitungen: DFB bestraft HSV, Werder, Arminia, Hertha und Darmstadt 

HSV, Werder, Bielefeld, Hertha BSC und Darmstadt – alle fünf haben heute Post vom DFB erhalten und wurden mit Strafen überzogen. Am heftigsten trag es die Arminia und die Hamburger.

Spanne reicht von 11.000 bis 125.500 Euro

Eine Geldstrafe in Höhe von 125.500 Euro muss Bielefeld wegen des unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger während des Zweitligaspiels bei Fortuna Düsseldorf (0:1) am 16. Januar bezahlen. Vor Beginn der Partie hatten Gäste-Fans laut DFB-Sportgericht mindestens 40 pyrotechnische Gegenstände gezündet, mindestens eine Rakete wurde abgeschossen und mindestens zehn Feuerwerksbatterien abgebrannt. Von der Gesamtsumme kann der Zweitligist 41.800 Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden.

Auch beim HSV wird’s sechsstellig

Nur etwas weniger, aber immer noch sechsstellig, fiel die Strafe für den HSV aus. Die Nordlichter wurden ebenfalls zur Rechenschaft gezogen, weil Fans im Bundesligaspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim (1:2) massiv Pyrotechnik gezündet hatten. Vor der Partie am 25. April seien im Rahmen einer Choreo mindestens 50 Pyroartikel abgebrannt worden, zu Beginn der zweiten Halbzeit weitere 46 Gegenstände.

Das hatte auch Folgen für das Spiel an sich, da sich der Wiederanpfiff aufgrund der Rauchentwicklung um sieben Minuten verzögert hatte, hieß es in der Mitteilung. 119.000 Euro muss der HSV nun also zahlen und kann 40.000 Euro davon für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen aufwenden.

Gleich zwei Verfahren gegen Hertha BSC

Hertha BSC wurde derweil gleich in zwei Verfahren verurteilt. Einerseits zu 16.000 Euro für Vorkommnisse beim 1:0 in Kaiserslautern am 8. November 2025, als während der Partie zehn bengalische Feuer im Fanblock von Hertha BSC entzündet worden waren, und andererseits noch zu 50.000 Euro aufgrund der Ereignisse vom 17. Januar im Spiel gegen Schalke 04 (0:0). Da ging es mal nicht um Pyrotechnik, sondern um gewalttätige Auseinandersetzungen.

Laut Urteilsbegründung war es gegen 19 Uhr im Einlassbereich der Ostkurve zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern von Hertha BSC und der Polizei gekommen. „Teile der Anhängerschaft von Hertha hatten sich dabei vermummt und Handschuhe angezogen. Dabei wurden auch Absperrgitter und Metallmülleimer auf die Polizeibeamten geworfen, was auch dazu führte, dass die Sicherheitskräfte Pfefferspray einsetzten. Insgesamt wurden dabei 31 Fans und 21 Polizeibeamte verletzt – dabei handelte es sich jedoch um leichte Augenverletzungen infolge des Pfeffersprays, die vom Sanitätsdienst behandelt wurden.“

Insgesamt müssen die Berliner also 66.000 Euro zahlen.

Darmstadt und Werder kommen glimpflich weg

Glimpflich kam derweil Werder Bremen davon. Die Hanseaten müssen 11.000 Euro aufwenden, weil während der Partie beim FC St. Pauli (1:2) am 22. Februar 2026 mehrfach jeweils mindestens ein pyrotechnischer Gegenstand entzündet worden war; laut DFB-Begründung in der 2., 4., 15., 21., 28., 35., 42. 44., 53., 61. und 82. Spielminute.

Ebenfalls keine besonders hohe Strafe ereilte den SV Darmstadt 98, dem 19.800 Euro aufgebrummt wurden. Hierbei ging es um das Zweitligaspiel bei Dynamo Dresden (1:3) am 27. Februar 2026 – auch hier dreht sich alles um den Einsatz von Pyrotechnik. So wurden über das Spiel verteilt insgesamt 22 bengalische Feuer im Gäste-Fanblock gezündet.

 HSV, Werder, Bielefeld, Hertha BSC und Darmstadt – alle fünf haben heute Post vom DFB erhalten und wurden mit Strafen überzogen. Am heftigsten trag es die Arminia und die Hamburger. 

 

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