17 Millionen Euro plus Boni: Hoffenheim angelt sich de Cat 

Hoffenheim steht vor der Finalisierung des nächsten Transfers. Nach kicker-Informationen wird die TSG das umworbene belgische Talent Nathan de Cat für 17 Millionen Euro plus Boni verpflichten.

Sano kein Thema mehr

Seit Wochen laufen die Sondierungen der TSG rund um eine weitere Verstärkung des Mittelfeldes, wo nach dem Abgang von Grischa Prömel nach Stuttgart noch eine Kaderlücke klafft. Nun ist nach kicker-Informationen die Entscheidung gefallen: Hoffenheim wird Nathan de Cat verpflichten. Dem Vernehmen nach werden die Kraichgauer eine Basisablöse von 17 Millionen Euro an RSC Anderlecht überweisen, mit anderen Worten: eine Million Euro pro Lebensjahr.

De Cat bleibt knapp hinter Rekordeinkauf Hlozek

Denn das umworbene belgische Talent ist in der Tat erst 17 Jahre alt, erst in elf Tagen feiert de Cat seinen 18. Geburtstag. Dazu sollen weitere Bonuszahlungen vereinbart worden sein, die sich gestaffelt über die Jahre in der Größenordnung von drei bis dreieinhalb Millionen Euro liegen können. Üblicherweise werden Neuzugänge dieser Kategorie in Hoffenheim mit einem Fünf-Jahresvertrag ausgestattet. Damit bleibt der Neuzugang knapp unter der Marke des bisherigen Hoffenheimer Rekordtransfers Adam Hlozek, für den die TSG 18 Millionen plus Boni an Leverkusen zahlte.

Trotz seines jungen Alters bringt der bereits 1,92 Meter große Athlet eine stattliche Körperlichkeit und auch einige Erfahrung mit. De Cat kam beim Tabellenvierten Belgiens immerhin zu 36 Liga- und fünf Europacup-Einsätzen. Nach der Saison hatte das in Vilvoorde geborene Eigengewächs bereits Abschiedstränen vergossen, weil klar war, dass der Rohdiamant seinen Heimatklub ein Jahr vor Vertragsende verlassen würde. Dem Vernehmen nach waren auch größere Klubs an de Cat dran, der allerdings bewusst als nächsten Karriereschritt einen ruhigen Entwicklungsverein der Kragenweite Hoffenheim anvisierte.

Dass das Talent vor eine großen Zukunft steht, dessen sind sich viele Beobachter des Mittelfeldspielers trotz des noch jungen Alters sicher. Bislang wurde de Cat eher als Sechser eingeordnet, Hoffenheim aber scheint auch die für die Achterposition nötigen Anlagen zu erkennen.

Bremens Stage nur bei neuem Bedarf ein Thema

Ursprünglich schien es bei diesem Kaderplatz zielsicher auf Bremens Jens Stage hinauszulaufen. Frühzeitig hatte Hoffenheims Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker Einigkeit mit dem Dänen erzielt, allerdings waren die Verhandlungen mit Werder Bremen ebenso schnell ins Stocken geraten, zu weit lagen die Vorstellungen auseinander. Parallel sondierte die TSG den Markt weiter, zuletzt lief es auf ein „Rennen“ zwischen de Cat und Kodai Sano hinaus. Auch der 22-Jährige Japaner vom niederländischen Klub NEC Nijmegen und Bruder des Mainzers Kaishu Sano erfüllte das gesuchte Profil und hätte mehr Erfahrung mitgebracht.

Doch offenkundig sehen sich die Hoffenheimer auch ohne Prömel hierarchisch noch gut genug aufgestellt, um diese Planstelle mit einem weiteren Versprechen auf die Zukunft zu besetzen. Das ist der große Vorteil de Cats im Vergleich zu seinen Konkurrenten, denn der junge Belgier, der im März sogar bereits in der A-Nationalmannschaft seines Landes debütierte, bietet trotz der relativ hohen Investition noch deutlich mehr Steigerungspotenzial als etwa Stage. Für den 29-Jährigen hatte Werder immerhin auch 14 Millionen aufgerufen. Deshalb scheint nun auch diese Akte in Hoffenheim geschlossen zu sein. Es sei denn, es ergibt sich auf dem Transfermarkt noch eine bislang nicht absehbare Entwicklung und eine neue Vakanz bei der TSG.

Auch auf der Sechs hatten sich die Kraichgauer als Herausforderer für Platzhirsch Leon Avdullahu mit Cajetan Lenz für eine perspektivische Lösung entschieden. Für den 20-Jährigen vom Zweitligisten VfL Bochum investierte Hoffenheim rund zehn Millionen Euro.

 Hoffenheim steht vor der Finalisierung des nächsten Transfers. Nach kicker-Informationen wird die TSG das umworbene belgische Talent Nathan de Cat für 17 Millionen Euro plus Boni verpflichten. 

 

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