Werder-Umbau: Mit Pilawa und ohne Backhaus und Stage? 

Die Aufbauarbeiten beim SV Werder Bremen haben begonnen: Veränderungen müssen her – und werden für den Abgang eigener Leistungsträger sorgen. Auch ein neuer Kaderplaner steigt ein.

Fritz über Fan-Kritik

Langweilig, das versicherte Clemens Fritz am Samstag zum Abschluss der Saison 2025/26 den im Weserstadion anwesenden Reportern, werde es in den kommenden Tagen nicht: Berichtenswerte Tage stünden nun bevor, so der Sportchef des SV Werder Bremen.

Was ja insbesondere bedeutet, dass die bereits angeschobenen Umbauarbeiten am Bremer Kader weitergeführt werden. Denn dass der 45-Jährige selbst als sportlicher Verantwortungsträger offenbar nicht von jenen Veränderungen betroffen sein wird, das deutete der Vorsitzende der Geschäftsführung Klaus Filbry bereits vor Anpfiff der 0:2-Niederlage gegen den BVB an.

Dass während der Partie dann jedenfalls deutliche Kritik an Fritz in Form unterschiedlicher Banner („Nichtabstieg mehr Glück als Verstand!“) geäußert wurde, hält der 45-Jährige indes für „total legitim, dass nach solch einer Saison Kritik geäußert wird“, sagte der Sportchef: „Da kann ich nicht erwarten, dass da etwas anderes kommt. Dass wir Fehler gemacht haben, das ist klar.“

Neuer Kaderplaner: Pilawa soll kommen

Als die größte Fehleinschätzung von vielen benannte Fritz selbst die Bremer Offensivproblematik in dieser Saison: „Wir haben insgesamt neun Stürmertore geschossen. Das reicht einfach nicht.“ Er sprach von „qualitativen Mängeln“ und davon, dass „so eine Saison nicht noch mal passieren darf“. Die Aufbauarbeiten haben begonnen – und damit auch der Umbau.

Dass Johannes Jahns nicht mehr als Kaderplaner weiterarbeiten darf, hatte sich bereits angedeutet. Dem 44-Jährigen wird insbesondere die Leih-Posse im Winter angelastet, durch die Werder ein peinliches Bild in der Öffentlichkeit abgab. Nun folgt Markus Pilawa auf Jahns, wie Sky zuerst berichtete.

Der 48-Jährige war von 2022 bis 2024 als Chefscout beim FC Bayern aktiv, zuvor arbeitete er seit 2012 für Borussia Dortmund (ab ebenfalls als Chefscout) und gilt als bestens vernetzter Mann in der Branche. Pilawa soll wieder für mehr Volltreffer auf dem Transfermarkt sorgen – in den vergangenen Jahren waren diese weitgehend ausgeblieben.

Stages „zwei Möglichkeiten“

Als der vielleicht letzte gilt dabei Jens Stage, der als Mittelfeldspieler zehn Saisontore erzielte und von Coach Daniel Thioune zum Saison-Abschluss noch mal als „Lebensversicherung“ bezeichnet wurde – die in Bremen nun jedoch ausläuft? Stage steht zwar noch bis 2028 unter Vertrag (worauf Fritz am Samstag auch explizit hinwies), doch angesichts seiner Konstanz kommt der 29-Jährige als einer der wenigen Werder-Profis für einen Abgang samt lukrativem Transfererlös infrage.

Und nach vier Jahren in Bremen könnte sich der beste Bremer Torschütze der jüngsten beiden Bundesliga-Saisons einen Wechsel im besten Fußballer-Alter wohl zumindest noch mal vorstellen: „Ich muss schauen, was im Sommer passiert…“ Abhängig sei das einerseits davon, dass Werder wieder in eine „richtige Richtung“ steuere (dann hält er einen Verbleib an der Weser „nicht für ausgeschlossen“) – aber natürlich auch von Alternativen.

Im vergangenen Sommer etwa war ein Angebot für ihn ausgeblieben. „Es gibt zwei Möglichkeiten“, erklärte Stage also: „Dass ich noch ein paar Jahre hier habe, oder dass ich es jetzt vielleicht noch mal in einem neuen Verein probiere – das müssen wir als Familie besprechen.“

Backhaus-Abgang immer wahrscheinlicher

Für Mio Backhaus hingegen gibt es schon jetzt einige Interessenten an einer Verpflichtung im Sommer – die Zeichen für einen Abgang verdichten sich mehr und mehr. Auch der Keeper selbst hatte am Samstag sinngemäß gesagt, dass man nun alle Interessen in Einklang bringen müsse: seine eigenen, die seines jetzigen – und dann womöglich seines künftigen Vereins.

Mit dem bereits ausgeliehenen Karl Hein hätte Werder zudem unmittelbar Zugriff auf die Verpflichtung eines Nachfolgers, die Kaufoption soll sich auf drei Millionen Euro belaufen. Für Backhaus wurde bislang eine Ablöse in Höhe ab 15 Millionen Euro kolportiert. Werder benötigt jene hohen Einnahmen (die auch ein Verkauf von Karim Coulibaly verspricht), damit tatsächlich weitere Veränderungen am Kader vorgenommen werden können, nachdem die ersten bereits angeschoben wurden.

Mit Kenny Quetant, dem fixen (aber noch nicht verkündeten) Transfer von Chuki und der angestrebten Verpflichtung von Innenverteidiger Julius Berthel Askou (Odense BK; TV 2 Sport berichtete zuerst) haben die Werder-Verantwortlichen bereits vielversprechend vorgelegt – mehr aber auch noch nicht. Künftig dann auch mit Pilawa.

Thioune will für Stage werben

Dass ein Abgang von Backhaus jedenfalls als wahrscheinlich gilt, weiß auch Coach Thioune: „Wenn Mio sich verändern sollte, dann werde ich es sicher mittragen.“ Bei Stage hingegen hält es der 51-Jährige offenbar für realistischer – und hofft: „Es ist wichtig, dass ein Spieler wie Jens sich klar zu uns bekennt. Aber wir müssen auch ein bisschen dafür werben, dass sich Jens für uns entscheidet.“

Und auch bei Justin Njinmah hatte der Coach kürzlich seinen Wunsch geäußert, mit dem Angreifer an dessen Abschlussfähigkeiten arbeiten zu wollen. Aktuell deutet bei dem Mann, der Anfang 2025 zur AS Rom hätte wechseln können (es gab ein Angebot in Höhe von zehn plus drei Millionen Euro), nichts auf einen zeitnahen Abgang hin.

 Die Aufbauarbeiten beim SV Werder Bremen haben begonnen: Veränderungen müssen her – und werden für den Abgang eigener Leistungsträger sorgen. Auch ein neuer Kaderplaner steigt ein. 

 

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