Der VfB Stuttgart ist zurück in der Champions League – und ärgert sich dennoch ein wenig. Alle Beteiligten hoben nach dem Remis in Frankfurt das tolle Mannschaftsgefüge hervor.
Kleiner Ärger über Remis
Im Endeffekt verteidigte der VfB den vierten Platz souverän. Trotz ordentlichem TSG-Start hatte sich früh mit den ersten Toren angedeutet, dass Hoffenheim in Gladbach keinen Auftrag hatte und Leverkusen nicht gegen den HSV gewinnen würde. Die logische Folge: Stuttgart hätte sogar verlieren können und wäre dennoch in die Champions League eingezogen. Dass die Mannen aus Bad Cannstatt den Zwei-Tore-Vorsprung in der Schlussphase noch hergaben, könnte ihnen also eigentlich egal sein.
Das war es aber nicht.
„Wir führen zur Halbzeit bereits 2:0, machen es aber zum Schluss nochmal unnötig spannend. Wir hätten uns gerne mit einem Sieg aus der Bundesliga-Saison verabschiedet“, ließ Trainer Sebastian Hoeneß auf der VfB-Website verlauten, nicht aber ohne den Zusatz, dass er mit dem Remis auch „sehr gut leben“ könne. Vertretungskapitän Deniz Undav, der Stuttgart in Abwesenheit von Atakan Karazor erneut mit der Binde am Arm angeführt hatte, befand, dass „wir es wieder unnötig spannend gemacht“ haben.
Viel mehr Kritik war aber nicht zu vernehmen, stattdessen überwogen freudige Gefühle. „Im Endeffekt sind wir nächstes Jahr in der Champions League – besser kann es nicht laufen“, freute sich Undav bei Sky. Hoeneß benannte die Rückkehr in die Königsklasse als etwas „ganz Besonderes“ und gratulierte seiner Mannschaft zu einer „sehr konstanten“ Saison in der Bundesliga.
Undav verpasst 20-Tore-Marke
Mit 62 Punkten hatte der VfB damit einen Punkt vor dem Konkurrenten aus Hoffenheim (0:4 in Gladbach am Ende) abgeschlossen. „Wir pushen uns jeden Tag, auch in schwierigen Momenten versuchen wir uns zu helfen. Das zeichnet eine Mannschaft aus. Taktik gepaart mit Qualität setzt sich am Ende immer durch“, beschrieb Undav den Zusammenanhalt innerhalb des VfB-Teams.
Undav selbst ärgerte sich dabei ein wenig, dass ihm ein Treffer zur 20-Tore-Marke fehlte, war sich aber durchaus bewusst, eine außergewöhnliche Bundesliga-Saison gespielt zu haben. „Ich habe eine sehr gute Saison gespielt, eine überragende Saison, vielleicht meine beste, wenn ich das so sagen darf.“
Die späte Aufholjagd des Gegners änderte aus Sicht der Stuttgarter letztlich nichts am Gesamtbild dieser erfolgreichen Saison. Besonders imponierte Hoeneß dabei, wie geschlossen seine Mannschaft dem Druck im Saisonfinale standgehalten hatte: „Bei uns gibt es keine One-Man-Show, sondern wir haben dieses Ziel gemeinsam erreicht.“
Vorbei ist die Saison für den VfB Stuttgart derweil noch nicht. Am Samstag (20 Uhr, LIVE! bei kicker) steht in Berlin das DFB-Pokal-Finale gegen den FC Bayern an. Dann versuchen die Schwaben, ihren Titel aus dem Vorjahr gegen den Meister zu verteidigen.
Der VfB Stuttgart ist zurück in der Champions League – und ärgert sich dennoch ein wenig. Alle Beteiligten hoben nach dem Remis in Frankfurt das tolle Mannschaftsgefüge hervor.
