Wie auf den Tag ein Jahr zuvor, nach dem Aufstieg am 10. Mai 2025, wurde die Mixedzone des Volksparkstadions auch am Sonntag wieder zum Schauplatz für eine interne HSV-Feier. Im Mittelpunkt waren vier Eigengewächse, die beim 3:2 gegen Freiburg allesamt auf dem Feld standen.
Lemke jüngster Debütant der HSV-Historie
Der Volkspark hatte sich am späten Sonntagnachmittag vor allem vor dem scheidenden Ausnahmespieler Luka Vuskovic verneigt, eine ganz besondere Geschichte schrieb der HSV jedoch auch, weil vier selbst ausgebildete Profis gegen den Europa-League-Finalisten auf dem Platz standen. Otto Stange (19) feierte sein Startelf-Debüt in der Bundesliga, Fabio Baldé (20) seine Tor-Premiere und Louis Lemke (16) stieg zum jüngsten Debütanten in der Bundesliga-Historie des HSV auf. Dazu wurde mit Shafiq Nandja (19) ein weiterer Nachwuchsmann erstmals eingewechselt.
Stange will nach Startelf-Debüt die Vuskovic-Marke
„Für uns ist es wichtig, dass wir den Jungs aus unserem Nachwuchsleistungszentrum eine Perspektive bieten“, sagt Merlin Polzin und weiß: Der Sonntag war auch unter diesem Gesichtspunkt ein besonderer für den HSV. Linksverteidiger Lemke ist mit 16 Jahren und 214 Tagen der jüngste Spieler, der jemals für die Hanseaten im Oberhaus aufgelaufen ist, hat den heutigen Stuttgarter Josha Vagnoman (bei seinem Debüt 17 Jahre und 89 Tage alt) abgelöst. Der Trainer sagt, dass die Last-Minute-Einwechslung weit mehr als eine Geste war: „Louis hat wie auch Shafiq seit Monaten gute Leistungen im Training gezeigt. Das war der Lohn für gute Arbeit. Vielleicht ist es für sie auch ein Ansporn, dass ein Weg wie der von Otto möglich ist.“
Besagter Otto Stange hat seit seiner Rückkehr von der Leihe aus Elversberg in der Rückserie wichtige Schritte gemacht, kam auf immerhin acht Joker-Einsätze und durfte Sonntag aufgrund der Wadenblessur von Robert Glatzel im Oberhaus in der Startelf debütieren. „Ein unglaublicher Moment“, sagt der gebürtige Hamburger, der zuvor lediglich in der 2. Liga zur Anfangsformation gehört hatte. In der kommenden Spielzeit sollen mehrere dieser Momente folgen: Glatzel erwägt ein Jahr vor Vertragsende einen Vereinswechsel; Ransford Königsdörffers Vertrag läuft aus und ist bislang nicht verlängert; Leihstürmer Damion Downs kehrt nach Southampton zurück und Yussuf Poulsen ist angesichts seiner Verletzungshistorie ein Wackelkandidat.
„Ich will in der nächsten Saison möglichst mehr Tore schießen als Luka.“ (Otto Stange)
Stange genießt mit seiner unbekümmerten Art einen besonderen Status bei den Hamburger Anhängern – und orientiert sich mutig an dem am Sonntag verabschiedeten Vuskovic. Der hat als Verteidiger sechs Saisontore erzielt, und der Sturm-Youngster peilt für die kommende Spielzeit eine ähnliche Quote an: „Ich will in der nächsten Saison möglichst mehr Tore schießen als Luka.“
Baldé hat sein Premierentor im Oberhaus bereits erzielt und ordnet die Ereignisse des 10. Mai 2026 treffend ein. „Otto und Shafiq sind meine Jungs, wir alle kennen uns schon länger. Dass wir drei und auch Louis am gleichen Tag für den HSV in der Bundesliga eingesetzt werden, ist unglaublich.“ Gleichwohl könnte es für ihn die Abschiedsvorstellung im Volkspark gewesen sein. Der portugiesische Junioren-Nationalspieler ist am internationalen Markt begehrt und nicht zufrieden mit seiner Bilanz von 15 Einsätzen, nur vier davon als Startelf-Spieler. „Das“, unterstreicht er, „ist zu wenig für meine Ansprüche.“
Wie auf den Tag ein Jahr zuvor, nach dem Aufstieg am 10. Mai 2025, wurde die Mixedzone des Volksparkstadions auch am Sonntag wieder zum Schauplatz für eine interne HSV-Feier. Im Mittelpunkt waren vier Eigengewächse, die beim 3:2 gegen Freiburg allesamt auf dem Feld standen.
