Gegen St. Pauli bestritt Xaver Schlager sein 108. Pflichtspiel für RB Leipzig – und das letzte in der Red Bull Arena. Mit einem Tor und einer starken Vorstellung sagte der Österreicher Servus.
Österreicher verlässt RB nach vier Jahren
Dass Xaver Schlager RB Leipzig verlassen wird, steht schon seit einigen Wochen fest. Vor der Partie gegen den FC St. Pauli (2:1) wurde der 28 Jahre alte Mittelfeldspieler ebenso wie Verteidiger Kosta Nedeljkovic, dessen Leihe von Aston Villa endet, offiziell verabschiedet.
Bei seinem letzten Heimspiel als RB-Profi zeigte der Österreicher seinen Kollegen und den Anhängern der Sachsen nochmal, was sie an ihm verlieren werden. Einen wuchtigen Abräumer (1,74 Meter, 78 Kilogramm), der gleichzeitig über eine gute Technik sowie strategische Fähigkeiten verfügt. Gegen St. Pauli kam noch Geistesgegenwart dazu, als Schlager kurz vor der Pause nach einem Eckball im Getümmel am schnellsten reagierte und zum 1:0 traf.
Als Torjäger ist Schlager in seinen vier Jahren in Leipzig nicht bekannt geworden, in bisher 108 Pflichtspielen für RB waren es fünf Treffer. Mehr Tore, aber auch mehr Spiele verhinderten einige schwerere Verletzungen. Schlager selbst ficht das nicht an, er nennt die vier Jahre in Sachsen „eine schöne Zeit“.
„Nach Saudi-Arabien werde ich nicht gehen. Dafür bin ich noch zu jung.“ (Xaver Schlager über seinen künftigen Klub)
Künftig will er schöne Zeiten woanders erleben. „Ich bin einem Alter, in dem ich nochmal etwas Neues erleben kann“, sagt Schlager, „nicht jeder Mensch ist so privilegiert und hat so einen Job, dass er sagen kann: Ich gehe für drei Jahre da hin und für drei Jahre dort hin. Bei anderen Jobs ist man bei weitem nicht so flexibel.“ Wohin ihn die Flexibilität des Profifußballs führen wird, ist laut Schlager noch offen. Nur eines steht für ihn fest: „Nach Saudi-Arabien werde ich nicht gehen, dafür bin ich noch zu jung.“
- Der Schaden ist repariert, der Druck bleibt (k+)
Zu einem angeblichen Interesse des englischen Premier-League-Klub FC Bournemouth, wo Schlagers Mentor Marco Rose von der nächsten Saison an Trainer sein wird, will sich der Blondschopf nicht äußern. Überhaupt, so sagt er, wisse er noch nicht, wo es ihn hin verschlagen wird. Und Schlagers Worten zufolge muss sein künftiger Verein nicht zwingend im Ausland sein. Dass er Deutschland verlasse, sei jedenfalls Stand jetzt „nicht fix“, so Schlager.
Verhandlungen wegen Gruda
Brajan Gruda wurde vor dem Spiel gegen St. Pauli dagegen nicht verabschiedet. Ob der deutsche U-21-Nationalspieler in Leipzig bleibt, ist noch offen. Der im Winter vom Premier-League-Klub Brighton & Hove Albion ausgeliehene Offensivakteur hat in Leipzig in 13 Pflichtspielen drei Tore erzielt, drei Assists geliefert und mit seiner Dribbelstärke das Spiel belebt.
„Beide Seiten haben grundsätzlich ein Interesse“, sagt RB-Geschäftsführer Sport Marcel Schäfer, „die Chancen kann ich derzeit nicht einordnen.“ Die kolportierten 30 Millionen Euro Ablöse, die Gruda kosten soll, will RB nach kicker-Informationen nicht bezahlen.
Gegen St. Pauli bestritt Xaver Schlager sein 108. Pflichtspiel für RB Leipzig – und das letzte in der Red Bull Arena. Mit einem Tor und einer starken Vorstellung sagte der Österreicher Servus.
