Nach der Rotation ist vor der Rotation. In Hoffenheim wird Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß seine Startelf sicher wieder umbauen. Für Finn Jeltsch und Ameen Al-Dakhil wird es knapp.
Stuttgart vor dem Spiel bei der TSG Hoffenheim
Gegen Bremen (2:1) hatte Hoeneß im Vergleich zum 2:1-Sieg im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den SC Freiburg zweieinhalb Tage zuvor sechs Positionen neu besetzt. Er habe aus Gründen der Belastung „bei dem einen oder anderen Grenzentscheidungen treffen müssen“, so der Cheftrainer, der unter Berücksichtigung aller Chancen und Risiken unter anderem auf Kapitän Atakan Karazor und Abwehrchef Jeff Chabot verzichtete. Beide dürften am Samstag in Hoffenheim wieder zum Einsatz kommen.
Für zwei andere, die gegen Werder ebenso fehlten, sogar komplett im Kader, wird es bis Samstag gegen den Liga- und Landesnachbarn aus dem Kraichgau knapp. Finn Jeltsch, der sich gegen Bayern eine Bauchmuskelverletzung zugezogen hatte, und Ameen Al-Dakhil, den in den Tagen vor Bremen Kniebeschwerden heimsuchten, sind angeschlagen. Je nachdem, ob und wie sie beim morgigen Trainingsauftakt in die Spieltagsvorbereitung starten, wird sich zeigen, wie groß die Chance auf eine rechtzeitige Wiederherstellung ihrer Einsatzfähigkeit ist.
Bei aller Enttäuschung, die Partie gegen Bremen nicht gewonnen und den Abstand zu den Verfolgern Hoffenheim (vorher zwei Zähler) und Leverkusen (vier Zähler) verspielt zu haben, wurden laut Hoeneß dennoch zwei Vorhaben erreicht: Das Minimalziel Unentschieden, wodurch man punktgleich mit dem etwas besseren Torverhältnis vor der TSG und zwei Zähler vor Bayer steht. „Deswegen sind wir in der Position, es in der eigenen Hand zu haben, unser angekündigtes Ziel zu erreichen“, so Hoeneß mit Blick auf die Champions-League-Plätze. „Das zweite Ziel war, dass wir alle Jungs an Bord behalten für die wichtigen Spiele, die jetzt kommen.“
Fragezeichen hinter Al-Dakhils Zukunft beim VfB
Weitere Verletzungen kamen nicht dazu, und Jeltsch und Al-Dakhil könnten es sogar rechtzeitig schaffen. Auch wenn die Dringlichkeit beim verletzungsanfälligen Belgier etwas kleiner ist. In den vergangenen Wochen und Monaten füllte der 24-Jährige meist nur die Rolle des Ergänzungsspielers aus. Sein letzter Einsatz datiert vom 1. März – eine Einwechselung am 24. Spieltag beim 4:0 gegen den VfL Wolfsburg. Dementsprechend steht auch ein Fragezeichen hinter der Zukunft Al-Dakhils im Trikot des Traditionsvereins von 1893. Ein möglicher Wechsel, auch leihweise, scheint im Sommer wahrscheinlich.
Nach der Rotation ist vor der Rotation. In Hoffenheim wird Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß seine Startelf sicher wieder umbauen. Für Finn Jeltsch und Ameen Al-Dakhil wird es knapp.
