Werder Bremen hat beim 1. FC Union Berlin den zweiten Bundesliga-Sieg in Folge eingefahren. Trainer Daniel Thioune zeigte sich mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden. Torschütze Olivier Deman gab Einblicke in seine Gedanken vor dem Traumtor.
Zweiter Sieg in Folge
Bei Werder Bremen ist der Knoten geplatzt: In der Vorwoche gegen Heidenheim ließen die Grün-Weißen noch unglaubliche Chancen liegen, am Ende gewannen sie das Spiel aber trotzdem. Gegen Union Berlin fanden am Sonntagabend nun auch die schwierigen Bälle den Weg ins Tor. Der Ausgleichstreffer durch Olivier Deman in der 31. Minute war ein absolutes Traumtor. „Da habe ich mir einfach keine Gedanken gemacht. Als ich den Ball getroffen habe, wusste ich schon, dass es Pfosten oder Tor wird. Das war genau, wo ich ihn hinlegen wollte. Geiles Tor“, sagte der Belgier nach dem Spiel bei DAZN.
Top-Leistung in Überzahl: Das sah in dieser Saison auch schon anders aus
Aber auch später im Spiel hatte der SVW in den entscheidenden Momenten das Glück auf seiner Seite: Beim 3:1 durch Marco Grüll flipperte der Ball vorher durch den Strafraum und prallte letztlich vom Hinterteil von Woo-Yeong Jeong zu Vorlagengeber Romano Schmid. Das Momentum scheint also nach einer gefühlten Ewigkeit wieder aufseiten der Hanseaten. „Wir mussten als Mannschaft viel aushalten. Die Fans mussten eine Menge aushalten“, sagte Bremens Trainer Daniel Thioune. Nun sollte die gute Leistung in Berlin aber auch „eine Menge Selbstvertrauen geben“ und zeigen, „dass die letzten Wochen vielleicht gar nicht so verkehrt waren“.
„Der Rucksack war nach 0:1 und Roter Karte dann doch ein bisschen voller, als vielleicht der ein oder andere erahnen könnte.“ (Daniel Thioune)
Union spielte zwar ab der 19. Minute in Unterzahl, dass Werder daraus aber so gut Kapital schlagen konnte, war keine Selbstverständlichkeit – in dieser Saison hatte das schon auch mal anders ausgesehen. „Der Rucksack war nach 0:1 und Roter Karte dann doch ein bisschen voller, als vielleicht der ein oder andere erahnen könnte“, befand Thioune. „Wenn man 0:1 in Rückstand gerät und unsere Historie kennt, dann war das heute schon eine Top-Leistung meiner Mannschaft und ein sehr reifer Vortrag.“ Man habe konzentriert Fußball gespielt und dürfe den Augenblick jetzt mal wieder genießen.
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Dass es am Ende so gut für Bremen ausgegangen ist, hatte auch mit einer taktischen Umstellung von Thioune zu tun. Der Trainer brachte trotz 2:1-Führung zu Beginn der zweiten Halbzeit mit Julian Malatini und Leonardo Bittencourt zwei neue Spieler rein und stellte auf Dreierkette um. Das funktionierte hervorragend: „Wir haben in der zweiten Halbzeit sehr reif Fußball gespielt. Die Umstellung auf 3-4-3 hat uns gutgetan – und dass wir das Zentrum überladen haben.“
Thioune bedankt sich bei Standard-Trainer Groß
Ein weiterer positiver Aspekt an diesem Abend war die Bremer Effektivität nach Standards. Die ersten zwei Tore fielen nach Ecken – eigentlich keine Parade-Disziplin der Grün-Weißen. Thioune wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte: „Unser Standard-Trainer Christian Groß hatte ein paar unruhige Nächte, weil er unfassbar fleißig dran arbeitet, dass wir erfolgreich bei Standards sind.“ In den vergangenen Spielen habe immer ein Stückchen gefehlt. Aber am Sonntagabend seien die Standards „top getreten“ worden und das Einlaufverhalten „sensationell“ gewesen. „Deshalb freut es mich sehr für ihn und das Team, dass der Aufwand belohnt wurde.“
Und auch Deman, der von einer dieser guten Ecken beim 1:1 profitierte, pflichtete seinem Trainer bei: „Das sind wichtige Tore nach Standards. Das ist schon geil. Das machen wir gut.“ Sein Abschluss beim Traumtor sei ein „Instinkt“ gewesen. Dieser gute Instinkt scheint bei Werder Bremen allgemein wieder zurückgekehrt zu sein. Der Wind hat sich gedreht und der Blick wird vor den wichtigen Spielen gegen Mainz (15. März) und Wolfsburg (21. März) wieder nach oben gerichtet.
Werder Bremen hat beim 1. FC Union Berlin den zweiten Bundesliga-Sieg in Folge eingefahren. Trainer Daniel Thioune zeigte sich mit dem Auftritt seiner Mannschaft sehr zufrieden. Torschütze Olivier Deman gab Einblicke in seine Gedanken vor dem Traumtor.
