Zwei Siege in fünf Monaten: Köln trennt sich von Kwasniok – Wagner übernimmt 

Der 1. FC Köln hat auf das 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach reagiert und sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Lukas Kwasniok getrennt. Der Aufsteiger holte in den vergangenen fünf Monaten nur zwei Siege.

Nach 3:3 im Derby

Sechs Spiele in Folge war der 1. FC Köln vor dem mit Spannung erwarteten rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach ohne Sieg – und lag dann nach nicht einmal 30 Sekunden mit 0:1 hinten. Zwar drehte der FC die Partie kurz darauf, musste sich am Ende aber strecken, um noch ein 3:3 zu sichern.

Nach dem packenden Duell vermied Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler zunächst ein Bekenntnis zu Lukas Kwasniok. Am Sonntag erfolgte die Trennung vom Cheftrainer.

„Wir haben uns am Sonntag sehr intensiv mit unserer aktuellen Situation beschäftigt und sind zu der Entscheidung gekommen, für die letzte Phase der Saison auf der Cheftrainer-Position einen Impuls zu setzen“, ließ sich Kessler zitieren: „Lukas‘ Fußballwissen und seine fachliche Expertise sind unbestritten. Er hat unsere Mannschaft mit großer Sorgfalt und hohem Engagement auf die Spiele vorbereitet. Trotz leidenschaftlicher und ordentlicher Auftritte war zuletzt ein klarer Abwärtstrend in unserer Entwicklung erkennbar.“ Der Verein habe „zu wenige Punkte geholt – das ist die Realität“.

Interimsweise übernehmen wird Kwasnioks bisheriger Assistent René Wagner. „René kennen und schätzen wir seit seinem ersten Engagement bei uns als Co-Trainer als ausgewiesenen Fußballfachmann“, sagte Kessler. „In der Zwischenzeit hat er beim Hamburger SV und Union Berlin, in seiner Rolle seit Saisonbeginn bei uns sowie durch den Erwerb der UEFA-Pro-Lizenz in England wertvolle Erfahrungen gesammelt. Er kennt die Mannschaft, hat einen guten Zugang zu den Spielern und wir trauen ihm absolut zu, die vorhandenen guten Leistungen nun auch wieder in positive Ergebnisse zu überführen.“

Nicht mehr Teil des Trainerteams sein wird dagegen Frank Kaspari, der Kwasniok aus Paderborn nach Köln gefolgt war. Offen ist derzeit noch, wer gemeinsam mit Wagner am Montag ab 15 Uhr auf dem Trainingsplatz stehen wird. Das Trainerteam war zuletzt ohnehin schon geschrumpft, nachdem Hannes Dold aus dem Trainerteam abgezogen worden war und sich fortan den Leihspielern widmet.

Ein April mit Abstiegs-„Endspielen“

Schon seit Wochen war über die Personalie Kwasniok, der in den vergangenen fünf Monaten nur zwei Siege holen konnte, im Umfeld diskutiert worden. Die Fans hatten Anfang Januar erstmals öffentlich ihre Unzufriedenheit mit dem Kölner Coach formuliert. Dieser peilte eine sportliche Antwort an, konnte den Bock aber nicht umstoßen. Durch die vergangenen Spiele ohne Dreier rückte die Abstiegszone immer näher.

Nach nur etwa neun Monaten gibt es jetzt wieder eine Veränderung an der Seitenlinie beim FC. Der neue Trainer soll möglichst einen schnellen Impuls geben, um den direkten Wiederabstieg zu verhindern. Der April dürfte für diese Mission zentral werden: Einem Auswärtsspiel in Frankfurt (5. April) folgen Abstiegs-„Endspiele“ gegen Werder Bremen (H/12. April) und St. Pauli (A/17. April), ehe vor eigenem Publikum das nächste Nachbarschaftsduell mit Bayer 04 Leverkusen ansteht.

 Der 1. FC Köln hat auf das 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach reagiert und sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Lukas Kwasniok getrennt. Der Aufsteiger holte in den vergangenen fünf Monaten nur zwei Siege. 

 

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