Eintracht Frankfurt hat eine kleine Geldstrafe erhalten – weil beim Auswärtsspiel in Bremen schon vor dem Anpfiff etwas schieflief.
Knackpunkt Ausrüstungskontrolle
Der Auftritt im Weserstadion war für Eintracht Frankfurt im Nachhinein ganz schön teuer. Zwar erkämpften sich die Hessen an jenem 16. Januar tief in der Nachspielzeit noch ein 3:3-Unentschieden, das genügte den Verantwortlichen jedoch nicht, um weiter an Cheftrainer Dino Toppmöller festzuhalten. Er wurde wie drei seiner Assistenten freigestellt, was wie bei den meisten Trainerwechseln nicht nur menschlich, sondern auch finanziell schmerzte.
Nun erhielt die Eintracht für einen „Vorfall“ rund um Toppmöllers letztes Pflichtspiel auch noch eine Geldstrafe über 10.000 Euro vom DFB. Das Sportgericht ahndete, dass die Gäste in Bremen für einen verspäteten Anstoß gesorgt hatten. „Der Anpfiff des o.g. Spiels konnte gemäß den Eintragungen im Spielbericht erst mit einer Verzögerung von 2:08 Minuten erfolgen. Der verspätete Spielbeginn entstand dadurch, dass die Mannschaft von Eintracht Frankfurt zu spät zur Ausrüstungskontrolle erschien“, heißt es in der Urteilsbegründung des DFB-Sportgerichts. Auch die Eintracht hatte zuvor schriftlich dazu Stellung bezogen.
Nun sind Geldstrafen von Verbandsseite für die Frankfurter wahrlich nichts Neues; dass es diesmal aber nicht um das Abbrennen von Pyrotechnik geht, allerdings durchaus. Zumindest in dieser Saison war es ihr erster vergleichbarer Verstoß, wodurch sich auch die Höhe der Strafe erklärt. Die DFL-Mitgliederversammlung – und damit auch die SGE – hatte im März 2023 eine Sanktionstabelle angeregt. Dabei werden Verzögerungen von mehr als 120 Sekunden beim ersten Verstoß in der Bundesliga mit 10.000 Euro bestraft. Maximal sind – beim achten Verstoß – 80.000 Euro möglich, in der 2. Liga jeweils die Hälfte.
Die Bayern kommen öfter mal zu spät
Zum Vergleich: Der FC Bayern war in der vergangenen Saison einmal zu einer Strafe von 35.000 Euro verurteilt worden, weil er sich bereits die siebte Verzögerung (zwischen 30 und 120 Sekunden) geleistet hatte. Die Ausrüstungskontrolle findet in der Regel unmittelbar vor dem Einlaufen der Mannschaften statt.
Eintracht Frankfurt hat eine kleine Geldstrafe erhalten – weil beim Auswärtsspiel in Bremen schon vor dem Anpfiff etwas schieflief.
