Zu Christiansen und Schindzielorz fehlen Benaglio die Worte 

Beim VfL Wolfsburg gibt es selbstredend viele Schuldige für die aktuelle Situation, die Hauptverantwortlichen aber sind die Ex-Bosse – die gegen den Klub vorgehen. Das sorgt für Kopfschütteln.

„Am Ende muss jeder selbst in den Spiegel gucken können“

„Wie ein Schlag in die Fresse“: Diego Benaglio nahm zunächst einmal kein Blatt vor den Mund, als es darum ging, das 1:2 gegen Eintracht Frankfurt – die fünfte Heimpleite in Folge – in Worte zu fassen. Der VfL Wolfsburg eilt in dieser Saison von Negativrekord zu Negativrekord, nach dem Heidenheimer Heimsieg gegen Union Berlin (3:1) droht nicht nur der Abstieg, sondern bei nur noch zwei Punkten Vorsprung auch noch das Tabellenende. Die einzig gute Nachricht an diesem Samstag: Der Rückstand auf den FC St. Pauli verbleibt nach dessen 0:5 gegen den FC Bayern bei vier Punkten, rechnerisch bleibt die Rettung also weiterhin möglich.

Beim Benennen der Schuldigen für den Wolfsburger Niedergang kann sich niemand beim VfL herausnehmen. Diejenigen, die die Hauptverantwortung tragen, sind indes längst Geschichte: Im November musste Sportdirektor Sebastian Schindzielorz gehen, im März folgte Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen. Eigentlich wäre es noch mal spannend, von ihnen zu erfahren, was sie sich bei diesem Kader und sämtlichen anderen Personalentscheidungen gedacht haben.

Schindzielorz: Termin vor dem Arbeitsgericht

Gleichwohl ist das ehemalige Führungsduo noch Thema beim VfL. Am Montag kommt es zum Termin vor dem Arbeitsgericht Braunschweig, angeklagt ist die VfL Wolfsburg Fußball GmbH. „In dem Verfahren wehrt sich der seit dem 01.02.2023 bei der Beklagten beschäftigte (ehemalige) Sportdirektor gegen eine Beendigung seines Arbeitsverhältnisses“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Er macht geltend, dass das Arbeitsverhältnis nicht durch einen Aufhebungsvertrag oder eine einseitige Erklärung der Beklagten mit dem 13.02.2026 beendet worden ist. Zudem greift er eine Befristung des Arbeitsvertrags zum 30.06.2026 als unwirksam an.“

Beim Kläger handelt es sich um Ex-Sportdirektor Schindzielorz, der dem Vernehmen nach drei bis vier Jahresgehälter (rund 750.000 Euro) fordern soll. Auch Christiansen soll gegen die eigentlich vereinbarte Abfindungsregelung vorgehen, in diesem Fall gibt es nach kicker-Informationen aktuell einen anwaltlichen Austausch.

„Am Ende des Tages muss jeder selbst in den Spiegel gucken können und selbst sein Fazit ziehen.“ (VfL-Aufsichtsrat Diego Benaglio reagiert auf die Klage von Ex-Sportdirektor Schindzielorz)

Dass nun der Klageweg beschritten wird, macht den Aufsichtsrat Benaglio offenbar fassungslos und auf jeden Fall sprachlos. Der kicker fragte den 42-Jährigen, der vor allem an Christiansen (zu) lange festhielt, was er von diesem Vorgehen hält. Die Antwort des Ex-Torhüters sagt alles: „Ich will mich dazu lieber nicht äußern“, so Benaglio, „am Ende des Tages muss jeder selbst in den Spiegel gucken können und selbst sein Fazit ziehen.“

 Beim VfL Wolfsburg gibt es selbstredend viele Schuldige für die aktuelle Situation, die Hauptverantwortlichen aber sind die Ex-Bosse – die gegen den Klub vorgehen. Das sorgt für Kopfschütteln. 

 

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