Woran Eintracht-Schnäppchen Höjlund jetzt noch arbeiten muss 

Der erste Auswärtssieg seit dem 4:3 in Köln am 22. November 2025 lässt in Frankfurt alle einmal kräftig durchpusten. Entscheidenden Anteil am Dreier hatte Mittelfeldspieler Oscar Höjlund, dessen Aktien unter Albert Riera gestiegen sind.

Däne schießt erstes Saisontor

Ausgerechnet das erste Spiel unter dem neuen Trainer Albert Riera geriet für Oscar Höjlund zu einem rabenschwarzen Abend. An der Alten Försterei lag die Eintracht Anfang Februar in einem zähen Freitagabendspiel etwas glücklich mit 1:0 in Führung, als Höjlund Union Berlins Rani Khedira im eigenen Strafraum ohne Not zu Boden riss. Der Mittelfeldspieler sah für dieses Foul die Gelb-Rote-Karte, den fälligen Strafstoß verwandelte Leopold Querfeld zum 1:1. Diese Aktion war so ziemlich das exakte Gegenteil eines Bewerbungsschreibens. Beim darauffolgenden 3:0-Erfolg gegen Gladbach brummte der 21-Jährige seine Sperre ab.

Erstes Saisontor und starke Steckpässe

Trotz dieses denkbar unglücklichen Starts sind Höjlunds Aktien unter Riera gestiegen. Sechs seiner neun Startelfeinsätze in dieser Bundesliga-Saison hatte der Mittelfeldspieler unter dem neuen Trainer. Zuletzt hatten sogar Mario Götze und Can Uzun das Nachsehen. Höjlund ist technisch weniger versiert, bringt mit seiner Galligkeit aber eine wichtige Komponente ins Spiel.

In Wolfsburg gelang ihm mit einem Präzisionsschuss aus rund 18 Metern sein erstes Saisontor. Seinen bis dato einzigen Treffer für die Eintracht hatte er im Januar 2025 beim 2:0 gegen Dortmund erzielt. Beinahe wäre auch noch ein Assist dazugekommen, doch in der 12. Minute scheiterte Arnaud Kalimuendo nach einem Höjlund-Steckpass an VfL-Keeper Kamil Grabara.

Mit einem weiteren starken Ball in die Tiefe schickte er in der 36. Minute Ayoube Amaimouni-Echghouyab auf die Reise. Der Flügelflitzer traf zum vermeintlichen 3:0, stand bei Höjlunds Pass aber haarscharf im Abseits. Nach der Pause baute er wie nahezu alle Frankfurter ab.

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Mehr Positionstreue und Geduld

Höjlunds Entwicklung ist insgesamt erfreulich. „Ich habe gelernt, stärker auf meiner Position zu bleiben und etwas geduldiger zu werden“, rekapituliert der dänische U-21-Nationalspieler. Ex-Coach Dino Toppmöller hatte vor der Saison noch mehr Positionstreue angemahnt, aber auch betont: „Oscar kann uns mit seiner Giftigkeit und seinen Qualitäten in Sachen Balleroberung, Intensität und Dynamik extrem viel geben. Er bringt eine unheimliche Power auf den Platz.“

Der kleine Bruder von Rasmus Höjlund (Neapel) und Zwillingsbruder von Emil Höjlund (Schalke) war ein echtes Schnäppchen, als er im Sommer 2024 vom FC Kopenhagen kam. Sportvorstand Markus Krösche blätterte lediglich 500.000 Euro Ablöse hin. Höjlund war vor allem deshalb so günstig, weil seine Vertragsrestlaufzeit in Kopenhagen nur ein halbes Jahr betrug. Der kicker porträtierte 2024 die schrecklich ehrgeizige Familie Höjlund.

Oscar Höjlunds Premierensaison am Main verlief steinig, Ende August 2024 zog er sich im Training einen Mittelfußbruch zu. Die Eintracht verzichtete wenige Tage später darauf, ihn für die Europa League zu nominieren. Auch bei der Nachnominierung im Winter erhielten andere Spieler den Vorzug. Trotz dieser Widrigkeiten kam Höjlund auf 20 Einsätze in der Bundesliga und zwei Spiele im DFB-Pokal.

Hugo Larsson und Ellyes Skhiri standen im internen Ranking allerdings vor ihm. Toppmöller erklärte: „Die beiden haben als Duo super harmoniert. Deshalb war Oscars Spielzeit nicht ganz so, wie er es aufgrund seiner Trainingsleistungen verdient gehabt hätte. Jetzt ist er auf einem wirklich guten Weg, ein wichtiger Spieler für uns zu werden.“ Pech: Im Oktober 2025 fiel er abermals aus, wegen einer muskulären Oberschenkelverletzung verpasste er sieben Pflichtspiele.

Überraschende Zweikampfquote

Gelingt Höjlund nun sogar der Schritt zum Stammspieler? Zumindest gegenüber Skhiri hat er mittlerweile klar die Nase vorn, wenngleich man beide Spieler nicht eins zu eins miteinander vergleichen kann. Skhiri ist der Typ tiefer Sechser, Höjlund agiert eher in der Rolle des Achters. Im nächsten Entwicklungsschritt muss sich der Youngster in der Zweikampfführung verbessern.

Angesichts seines immensen Einsatzes überrascht es, dass er in der Liga im Schnitt nur 37 Prozent seiner Duelle gewinnt. In Wolfsburg lag seine Zweikampfquote bei lediglich 20 Prozent. Höjlund stand in dieser Bundesliga-Spielzeit bisher 881 Minuten auf dem Feld und beging 21 Foul- oder Handspiele. Ein vergleichsweise hoher Wert, der sich negativ auf seine Zweikampfbilanz auswirkt. Zur Einordnung: Robin Koch liegt mit 25 Foul- oder Handspielen an der Spitze, spielte aber 2383 Minuten.

Positiv ist, dass Höjlund die Zweikämpfe sucht. Im Schnitt bestreitet er pro 90 Minuten 9,9 Duelle. Skhiri kommt auf 7,0, Larsson nur auf 3,7. Vielleicht kann sich Höjlund den einen oder anderen Tipp von Nathaniel Brown holen. Der variable Linksverteidiger ist auch eher schmächtig, agiert in vielen Zweikampfsituationen aber überaus geschickt und zählt in dieser Saison zu den unumstrittenen Leistungsträgern.

 Der erste Auswärtssieg seit dem 4:3 in Köln am 22. November 2025 lässt in Frankfurt alle einmal kräftig durchpusten. Entscheidenden Anteil am Dreier hatte Mittelfeldspieler Oscar Höjlund, dessen Aktien unter Albert Riera gestiegen sind. 

 

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