Der FC Augsburg freute sich beim 2:1 gegen St. Pauli über drei wichtige Punkte. Trotzdem haderten die bayerischen Schwaben: über den zwischenzeitlichen Rückstand und die Art, wie dieser zustande kam.
Leiser Augsburger Unmut trotz des Sieges
Bei Marius Wolf war die Wut in der Mixed Zone im Augsburger Stadion fast schon verraucht. Als der 30-Jährige auf die Szenen in der 29. Minute angesprochen wurde, drang aber doch noch etwas Unmut in dem Augsburger hoch. Zu dem Zeitpunkt im Spiel gegen den FC St. Pauli wollte er im eigenen Sechzehner den Ball weggrätschen. Er traf auch klar den Ball – anschließend den anstürmenden Manolis Saliakas am Schienbein.
Schiedsrichter Sascha Stegemann zeigte auf den Punkt, zum Entsetzen der Augsburger. „Das ist glasklar kein Elfmeter. Dann dürfte man nie wieder grätschen“, meint Wolf nach dem Spiel und fügte hinzu: „Ich habe ihn auch überhaupt nicht hart getroffen. Das hat mir wahrscheinlich mehr weh getan als ihm.“ Seine Einwände habe Schiedsrichter Sascha Stegemann aber auf dem Platz nicht gelten lassen. Auch der VAR in Köln meldete sich nicht.
Baum sieht Gelb
Das erzürnte auch FCA-Trainer Manuel Baum, der sich über Stegemanns Pfiff so vehement beschwerte, dass ihm der Unparteiische die Gelbe Karte zeigte. Nach dem Spiel legte er sich fest: „Den Elfmeter darfst du nicht pfeifen.“
Wenn man nur das Standbild sehe, treffe natürlich die Sohle von Wolf das Schienbein von Saliakas. „Aber dadurch, dass er den Ball gespielt hat, ist die Entscheidung für mich klar.“ Auch der VAR veranlasste Stegemann nicht dazu, sich die Szene noch einmal im Video anzusehen, zum Unverständnis des FCA-Trainers. Baum schob zudem hinterher: „Ich habe mich auch deswegen so aufgeregt, weil mir direkt wieder Bremen im Kopf war.“
Erinnerungen an Bremen
Am 15. Spieltag wurde ein Treffer von Alexis Claude-Maurice gegen die Bremer annulliert, weil er im Nachgang den Werderaner Jens Stage auf den Fuß stieg – und ihn nach Einschätzung des Schiedsrichters Tobias Welz damit foulte. Damals gab es ein 0:0.
Am Samstagnachmittag ließen sich die Augsburger nicht von der Szene beeinflussen und holten dank zweier Tore von Michael Gregoritsch noch drei Punkte. Deswegen zeigte sich Baum gegenüber Schiedsrichter Stegemann nach dem Spiel milde. Ebenso wie Wolf, der jedoch noch einwarf: „Das ändert aber nichts an der Elfmeter-Situation. Es kann auch eine spielentscheidende Situation sein. Am Ende des Tages ist es gut, dass wir das Spiel noch gedreht haben. Das spricht für uns.“
Der FC Augsburg freute sich beim 2:1 gegen St. Pauli über drei wichtige Punkte. Trotzdem haderten die bayerischen Schwaben: über den zwischenzeitlichen Rückstand und die Art, wie dieser zustande kam.
