Wenn Kompany mal wütend wird 

Nach vier Siegen aus vier Spielen bleiben die Bayern voll auf Kurs – und trotzdem verwundbar? Vincent Kompany hat eine andere Theorie.

Die Bayern-Diskrepanz zwischen Hälfte eins und zwei

Zum Glück bestehen Fußballspiele fast immer aus zwei Spielhälften, was vor allem dem FC Bayern im Kalenderjahr 2026 bislang große Freude bereitet. Oder auch Grund zur Alarmbereitschaft, das kommt darauf an, wen man fragt. Oder ob man überhaupt fragt und unbedingt, um den stets positiv-kritischen Joshua Kimmich zu zitieren, „das Haar in der Suppe suchen“ möchte?!

Sowohl zum Auftakt gegen Wolfsburg (8:1), danach in Köln (3:1), in Leipzig (5:1) oder auch am Mittwoch in der Königsklasse gegen Saint-Gilloise (2:0) kam der deutsche Rekordmeister aus München nur sehr schleppend in die Begegnung (was vielleicht auch am eiskalten Wetter liegen mag), in Leipzig und gegen den belgischen Primus blieb er sogar erstmals seit April letzten Jahres zweimal hintereinander ohne eigenen Treffer zur Pause.

Rechnet man alle ersten Hälften dieser vier Partien zusammen, kämen die Bayern auf ein maues Torverhältnis von 3:3. Abschnitt zwei offenbart dagegen ein beeindruckendes 15:0. „Bei uns ist der Vorteil, dass wir sehr, sehr fit sind“, frohlockt Anführer Kimmich. „Es ist also kein Problem, die Spiele erst ab der 60. Minute zu entscheiden.“

An Selbstvertrauen mangelt es dem gerade wieder gesunden Mittelfeldspieler grundsätzlich nie, und es ist ganz ohne Frage eine herausragende Qualität, so gut zu sein, dass man halt irgendwann zwangsläufig mindestens ein Tor mehr schießt als der Gegner. Auch Kimmich wird jedoch klar sein, dass sich selbst der große FC Bayern nicht immer darauf verlassen kann, irgendwann im Spiel aufzuwachen und zwei Gänge hochzuschalten.

Wie sieht es also aus? Alles gut, weil bislang alles gut geht? Oder Luft nach oben, weil noch mehr drin ist als ein 18:3 in vier Spielen?

„Ich mag keine unnötige Arroganz.“ (Vincent Kompany)

„Die Frage ist oft gekommen, und ich habe mal überlegt …“, erklärte Kompany am Freitag vor dem bayerischen Derby gegen den FC Augsburg – und wechselte die Perspektive. „Wenn man es ein bisschen dreht, könnte man sagen, dass es ein Problem für die anderen Mannschaften ist, weil die in der zweiten Hälfte immer schwächer geworden sind. Oder?“ Stimmt schon auch. „Es ist Bundesliga, man kann nicht erwarten, dass man in den ersten 45 Minuten, wenn der Gegner so frisch ist und einen Matchplan hat, alles so einfach ist, wir zwei, drei Tore machen, und es ist schon vorbei. Das geht einfach nicht. Nicht in der Bundesliga, nicht in der Champions League.“

Einen Unterschied macht der Bayern-Trainer jedoch zwischen den Partien gegen Wolfsburg, Köln und Saint-Gilloise – und jener in Leipzig. „Da waren die“, also die sogenannten Rasenballsportler, „deutlich besser als wir. Das möchte ich nicht sehen.“

Was übrigens zu einer etwas lauteren Halbzeitansprache als üblich führte. Ein wütender Kompany appellierte dort in Leipzig an den Anstand seiner Mannschaft. „Wir müssen wissen, wie stark wir sind, und total überzeugt sein von dem, was wir machen können.“ Aber, ein großes Aber: „Ich mag keine unnötige Arroganz. Ich mag es nicht, wenn wir auf einmal weniger machen als sonst. Egal, ob wir zehn Punkte vorne sind oder fünf Punkte hinten. Für mich ist die Arbeit einfach wichtig. Das ist ein Zeichen des Respekts für den Verein, dem Gegner gegenüber.“

Kompany, der sich in der Regel in Ruhe übt, sagt deutlich: „Wenn ich dann mal sauer bin, ist das, weil ich das Gefühl habe, dass wir da ein bisschen ausrutschen.“ So wie in Leipzig. „Wir haben überlebt und in der zweiten Halbzeit eine total andere Geschichte geschrieben.“ Und fünf Tore geschossen. „In den anderen Spielen war es eher ein normaler Fußballspielverlauf. Optimal ist, wenn wir drei, vier Tore machen in der ersten Halbzeit. Optimal ist aber auch, wenn du physisch stark das Spiel beendest. Nicht dass du in der ersten Halbzeit gut bist und in der zweiten schlecht. Wenn das so wäre, würde das vielleicht ein größeres Thema bei uns werden. Aber das war immer so für die Gegner. Vielleicht ist das für die ein größeres Thema …“

 Nach vier Siegen aus vier Spielen bleiben die Bayern voll auf Kurs – und trotzdem verwundbar? Vincent Kompany hat eine andere Theorie. 

 

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