„Wenn er konzentriert ist, ist er super“: Tapsobas Lockerheits-Grat 

In der Bundesliga hat Edmond Tapsoba seinen Torriecher entdeckt, in der Champions League löste Leverkusens Innenverteidiger am Mittwochabend seine Hauptaufgabe gut. Seine Ruhe sticht heraus – besonders dann, wenn sie nicht auf Kosten des Fokus geht.

Leverkusener überzeugt in Piräus

Schon auf der Pressekonferenz am Abend vor dem 2:0-Sieg von Bayer Leverkusen bei Olympiakos Piräus war Edmond Tapsoba ein Thema. Kapitän Robert Andrich sprach über die Offensivstärke seines Nebenmannes in dieser Saison. Der 27-Jährige steht trotz der Teilnahme am Afrika-Cup und einer Muskelverletzung im Januar bereits bei vier Toren und zwei Vorlagen in der Bundesliga. Kein Innenverteidiger in den Top-5-Ligen hat im Ligabetrieb der laufenden Saison bislang mehr Treffer erzielt oder Scorerpunkte gesammelt.

Offensiv-Kopfbälle waren eher eine Schwachstelle

„Wir machen uns immer einen Spaß daraus“, sagte Andrich angesprochen auf die Torgefahr Tapsobas mit einem Lächeln im Gesicht, „weil die Technik beim Kopfball am Anfang eher, na ja, schwieriger war.“ Vor seinen vier Treffern in 17 Spielen dieser Spielzeit gelangen ihm im deutschen Oberhaus lediglich drei Tore bei 157 Auftritten. „Aber das ist ein Prozess und er hat gemerkt, dass man auch als Innenverteidiger Tore schießen kann. Da gehört der Kopf auch dazu“, erklärte Andrich. „Das gibt ihm natürlich ein gutes Gefühl.“

Und dieses Gefühl war ihm am darauffolgenden Abend durchaus anzumerken. Allerdings nicht im Angriff, wo er auch im 21. Champions-League-Spiel nicht zu seinem ersten Tor kam, sondern bei seiner Kernkompetenz, dem Defensivspiel. Dort lieferte er im Gegensatz zu seinen beiden Nebenmännern Andrich und Jarell Quansah, die früh jeweils einmal Glück hatten, dass ihr Fehler im Spielaufbau keine Konsequenzen hatte, ein Spiel ohne Wackler ab. Zudem überzeugte er gegen den Ball, beispielsweise als er nach jenem Fauxpas von Quansah noch entscheidend gegen Ayoub El Kaabi blockte und so dabei half, dass sich die Werkself schnell stabilisierte.

„Manchmal ist er ein bisschen laid back.“ (Kasper Hjulmand über Edmond Tapsoba)

Entsprechend attestierte ihm sein Trainer Kasper Hjulmand ein „gutes Spiel“ in Piräus. Genau wie Andrich am Vortag und Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes in der Mixed Zone hob auch der Däne Tapsobas Stärken im Spielaufbau und die Ruhe hervor, die auch den Mitspielern hilft. „Manchmal ist er ein bisschen laid back“, beschrieb Hjulmand dennoch den durchaus schmalen Grat zwischen Unaufgeregtheit und zu viel Lockerheit, die auch auf Kosten des Fokus gehen kann.

Wie beispielsweise Anfang Dezember beim 0:2 in Augsburg, wo er vor dem ersten Gegentor etwas schläfrig das Abseits aufhob, oder eine Woche zuvor gegen Dortmund (1:2), als er neben einigen Ungenauigkeiten auch den Freistoß vor dem 0:1 durch ein unnötiges Foul verursachte. Ganz anders als am Mittwochabend, denn da fand der Mann aus Burkina Faso genau das richtige Maß an Lockerheit und legte einen fokussierten Auftritt hin. „Wenn er konzentriert ist, wenn er scharf ist, dann ist er super“, freute sich Hjulmand entsprechend.

Nur zwei Gegentore in sieben Spielen

Diese Schärfe und Konzentration zeigt dieser Tage – besonders gegen den Ball – allerdings nicht nur Tapsoba. In fünf der letzten sieben Spiele stand die Null, zweimal kassierte die Werkself je einen Treffer. Und auch letzteres Szenario würde genügen, um am kommenden Dienstag zweifelsohne das Achtelfinale zu buchen.

Zuvor wird Leverkusens Hintermannschaft am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) aber noch von Union Berlin geprüft. Und deren Offensive ist trotz zuletzt sieben siegloser Spiele am Stück nicht zu unterschätzen. Die Köpenicker haben nur in einem ihrer letzten 14 Pflichtspiele – beim 0:3 gegen Dortmund – kein Tor geschossen.

 In der Bundesliga hat Edmond Tapsoba seinen Torriecher entdeckt, in der Champions League löste Leverkusens Innenverteidiger am Mittwochabend seine Hauptaufgabe gut. Seine Ruhe sticht heraus – besonders dann, wenn sie nicht auf Kosten des Fokus geht. 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Wettanbieter
Wyns

JAHRESUMSATZ: 1.000.000€
BESITZER: Liernin Enterprises LTD
LIZENZ: Komoren (Anjouan)

Betista

JAHRESUMSATZ: 1.000.000€
BESITZER: Liernin Enterprises LTD
LIZENZ: Komoren (Anjouan)

Vegasino

JAHRESUMSATZ: 1.000.000€
BESITZER: Liernin Enterprises LTD
LIZENZ: Komoren (Anjouan)

RichRoyal

JAHRESUMSATZ: 1.000.000€
LIZENZ: Costa Rica

WinRolla

JAHRESUMSATZ: 1.000.000€
LIZENZ: Anjouan