Der Bundesliga-Alltag hält für den FC Bayern den nächsten Gastauftritt bereit – mit zahlreichen Personalfragen.
Nach und vor Madrid wartet St. Pauli
Drei Auswärtsspiele hintereinander hat es für den FC Bayern in dieser Saison schon einmal gegeben, damals, als offiziell noch Sommer war und Harry Kane tatsächlich einen Elfmeter verschoss. Zugegeben: Einer dieser Gastauftritte war ein Freundschaftsspiel in Österreich, danach ging es im Pokal nach Wiesbaden und in der Liga zum FC Augsburg.
Nun wartet nach dem kräftezehrenden Comeback-Sieg in Freiburg und dem kräftezehrenden Viertelfinal-Hinspiel bei Real Madrid die Reise nach Hamburg zum FC St. Pauli, der seinerseits ums Überleben in der Bundesliga kämpft. Und in der Hinrunde übrigens auch erst ganz spät von Luis Diaz geknackt wurde.
„Egal, welche Wechsel wir machen.“ (Bayern-Trainer Kompany fordert hundertprozentigen Einsatz)
Aber wie das so ist, wenn es der Drittletzte mit dem Ersten zu tun bekommt, sprechen allerlei Zahlen eine eindeutige Sprache. Den Bayern fehlt nicht nur noch ein Tor zum Allzeitrekord in der Liga (101), sie haben in dieser Saison allein in der Schlussviertelstunde mehr Treffer erzielt (30) als Gegner St. Pauli insgesamt (25).
Kann Trainer Vincent Kompany, der am heutigen Freitag 40 wurde, also ruhigen Gewissens etwas rotieren und reichlich Kräfte schonen vor dem so wichtigen Rückspiel gegen Real am Mittwoch? Ein klares Dementi gab der Trainer zumindest nicht ab. „Ich weiß es noch nicht“, erklärte er. „Ich möchte gerne nochmal die letzten Informationen vom Training heute bekommen, wie die Jungs sich fühlen.“
Denkbar ist auf jeden Fall, dass der zuletzt angeschlagene Harry Kane wieder rausrotiert, ähnlich wie Michael Olise, der in Madrid fast Krämpfe bekam, oder Serge Gnabry, für den Lennart Karl oder Jamal Musiala bereitstünden. Auch in der Abwehr sind mehrere Wechsel nicht nur denk-, sondern auch nachvollziehbar: Alphonso Davies, Min-Jae Kim und Hiroki Ito stehen bereit.
Im Mittelfeldzentrum hat sich Tom Bischof mit seinem Doppelpack in Freiburg für weitere Einsätze empfohlen, Leon Goretzka und Nicolas Jackson sind ebenfalls frisch und starke Alternativen.
Kompanys Geburtstagswunsch ist jedenfalls klar, fernab vom Weißwurst-Frühstück am Freitag: „Ich möchte morgen gerne eine Mannschaft haben, die genauso gefordert sein kann wie in Madrid.“ Das heißt: „Die Intensität bringen, die Konzentration, die Motivation. Das ist normalerweise nie ein Problem für uns, aber ich möchte nicht nur auf die Qualität der Jungs schauen, sondern wie frisch sie sind, damit sie gegen Pauli mit genauso viel Energie auftreten wie gegen Real Madrid. Egal, welche Wechsel wir machen. Wenn wir das machen.“
Der Bundesliga-Alltag hält für den FC Bayern den nächsten Gastauftritt bereit – mit zahlreichen Personalfragen.
