Wahl zum TSG-Vorsitzenden: Auch ein Ex-Profi bewirbt sich 

Nach dem Ablauf der Bewerbungsfrist hat die TSG Hoffenheim drei Kandidaten präsentiert, die sich auf der Mitgliederversammlung am 9. März für den Vereinsvorsitz zur Wahl stellen.

Entscheidung am 9. März

Für den so bedeutenden Posten als Vereinsvorsitzender der TSG Hoffenheim und damit mächtigster Gesellschafter wurden nun offiziell drei Bewerber als Kandidaten bestätigt und auf der Klub-Website vorgestellt. Unklar ist, ob weitere Personen ihren Hut in den Ring geworfen hatten und an der Hürde des selektionsberechtigten Ehrenrates als Wahlausschuss gescheitert sind.

Keine Bewerber mit SAP-Hintergrund zugelassen

Dem Vernehmen nach hatten sich deutlich mehr Interessenten gemeldet, dieser Kreis soll aber nach Abarbeitung eines Kriterienkatalogs des Ehrenrates erheblich ausgedünnt worden sein. Weil die Kandidatur entweder deshalb zurückgezogen wurde, nachdem das Ausmaß des zeitlichen Aufwands und des Verantwortungsrahmens bewusst wurde, oder weil die Bewerber nicht den selbst auferlegten Bedingungen entsprachen. So sollen schon aus rein kosmetischen Gründen keine Kandidaten zugelassen worden sein, die in Führungspositionen bei Hoffenheims Hauptsponsor SAP beschäftigt oder diesem Umfeld zuzuordnen sind.

Es ist daher davon auszugehen, dass alle drei Bewerber weder eindeutig den zuletzt arg opponierenden Lagern der Fanszene noch der Seite des Geldgebers und Mitgesellschafters Dietmar Hopp zuzurechnen sind. Drei Kandidaten unterschiedlichen Alters, gestreutem beruflichem Hintergrund und teils mit langer TSG-Vergangenheit:

Heiss trainiert das dritte Frauenteam der TSG

Uwe Heiss (66), aus dem nahen Reichartshausen, war früher selbst aktiver Fußballer und Trainer, arbeitet als Diplom-Ingenieur. Er ist bei einem Fertigungsunternehmen tätig, das sich auf die Produktion technischer Kunststoffteile spezialisiert hat, allerdings nicht mehr in Vollzeit. Bei der TSG trainiert er das dritte Frauenteam in der Verbandsliga Nordbaden. „Meine Motivation, dieses Amt zu übernehmen, gründet sich auf zwei Säulen“, erklärt Heiss, „Leidenschaft für den Verein und Erfahrung in Führung und Organisation. In meiner langjährigen, internationalen Führungstätigkeit habe ich gelernt, wie wichtig strategisches Denken, verlässliche Entscheidungsstrukturen und ein wertschätzender Umgang mit Menschen sind, um nachhaltigen Erfolg zu ermöglichen.“

Florian Beil (37), aus dem knapp 20 Kilometer entfernten Malsch bei Wiesloch, ist als Teammanager in der TSG-Akademie seit Juli 2020 für Teams von der U 14 bis zur U 19 tätig. Der 37-Jährige studierte Sportmanagement (Bachelor of Arts), durchlief selbst als Talent die Hoffenheimer Ausbildung und war als Profi unter anderem für Hannover 96, TeBe Berlin und den 1. FC Magdeburg aktiv. „Ich bin überzeugt, für das Amt des 1. Vorsitzenden besonders geeignet zu sein, weil ich die TSG seit mehr als 20 Jahren aus unterschiedlichen Rollen kenne: als Spieler, Fan und Mitarbeiter“, erläutert Beil. „Der Verein bildet das Fundament mit seinen Mitgliedern, dem Breitensport, der Jugendförderung, der Frauenabteilung und dem Ehrenamt. Nach den Unruhen zuletzt muss das Ziel sein, den Verein in ruhiges Fahrwasser zu bringen.“

André Kreuzwieser (45), ein gebürtiger und weiter dort lebender Hoffenheimer, spielte viele Jahre für die TSG in der Jugend und später in der Verbandsligamannschaft. Beruflich kommt er als Berater und Projektleiter aus der Softwarebranche und ist mittlerweile als Mitgesellschafter eines Softwareunternehmens beteiligt. „Ich kandidiere, weil mich meine persönliche Geschichte als waschechter ‚Hoffemer‘, früherer TSG-Spieler und Dauerkartenbesitzer seit 2008 mit der TSG tief verbindet“, betont Kreuzwieser, „einem Dorfklub, der eine einzigartige Geschichte geschrieben hat. Umso mehr beschäftigt mich, dass es trotzdem in den vergangenen Jahren Phasen gab, in denen Stabilität, Kontinuität und Geschlossenheit gelitten haben. Genau hier möchte ich mit Ruhe, Dialogbereitschaft und klarer Kommunikation zu mehr Vertrauen beitragen und den Verein in eine sportlich und wirtschaftlich erfolgreiche und zugleich geschlossene Zukunft führen.“

 Nach dem Ablauf der Bewerbungsfrist hat die TSG Hoffenheim drei Kandidaten präsentiert, die sich auf der Mitgliederversammlung am 9. März für den Vereinsvorsitz zur Wahl stellen. 

 

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