Beim VfL Wolfsburg scheint das Team trotz prekärer Tabellensituation intakt. Denn trotz Patzer nimmt man nach dem Remis bei RB Leipzig Keeper Kamil Grabara demonstrativ in Schutz, der ansonsten eine starke Partie absolvierte.
Patzer führte zum Leipziger 1:1
Wieder hat der VfL Wolfsburg nicht gewinnen können und damit einen Befreiungsschlag im so engen Abstiegskampf verpasst. Hinzu kommt, dass die Wölfe bei RB Leipzig sogar zweimal vorne lagen und trotzdem nicht über ein Remis hinauskamen. Guckt man also nur von oben auf diese letzte Partie des 22. Spieltags der Bundesliga, für den VfL ein ernüchternder Tag.
Doch der Schein trügt, legten sich die Mannen von Cheftrainer Daniel Bauer gegen einen Champions-League-Aspiranten doch mächtig ins Zeug und trotzten dem lange Zeit überlegenen Gegner einen Zähler ab. „Wir haben an die gute Leistung von letzter Woche gegen einen top, top Gegner angeknüpft“, sagte Bauer daher auch nach dem Spiel am Mikrofon von DAZN. „Leipzig hat es uns unglaublich schwer gemacht, aber wir haben unglaublich leidenschaftlich verteidigt und waren extrem fleißig.“
„Arbeit! Fußball! Leidenschaft!“ Der Slogan des Vereins sei das, was die Fans von ihrem Team erwarten können – und bekommen haben. Auch deshalb ist die Stimmung in der Autostadt trotz weiterhin nur fünf Punkten in diesem Kalenderjahr wieder etwas besser, sagt auch Kapitän Maximilian Arnold: „Wir müssen natürlich ein Stück weit in Vorleistung gehen, das werden wir auch weiterhin tun, aber wir brauchen natürlich unsere Fans. Deshalb tat das hier richtig gut, und danke an jeden Einzelnen, der heute da war.“
Grabara-Fehler „nicht der Rede wert“
Niemand will in Wolfsburg davon reden, dass der Sieg hergeschenkt wurde. Klar, „in so einer Situation helfen trotzdem nur Punkte, aber damit haben wir angefangen“, heißt es von Arnold weiter, der auch seinen Keeper in Schutz nahm. Kamil Grabara war es nämlich, der beim Stand von 1:0 für die Wölfe in der 70. Minute einen Abschlag genau in die Füße von Leipzigs Neuzugang Brajan Gruda spielte und so den Ausgleich einleitete.
„Ich finde das gar nicht erwähnenswert, dass ihm das heute so passiert, muss ich ehrlich sagen“, lautete Arnolds klare Meinung zu der Szene und schickte mit deutlichen Worten hinterher: „Das darauf zu reduzieren wäre eine absolute Frechheit, und deshalb denke ich, nicht der Rede wert.“
Unerwähnt darf ohnehin eben auch nicht bleiben, dass der Pole seine Farben ein ums andere Mal im Spiel hielt und beinahe schon zur Nemesis für Gegenspieler wie Conrad Harder, Romulo oder Yan Diomande wurde. Die Reaktion seiner Vorderleute, die Grabara nach seinem Fehler sofort wieder aufpäppelten, war daher bezeichnend für ein funktionierendes Teamgefüge.
Bauer: „Lassen sich nicht auseinanderdividieren“
Das bestätigte auch nochmal Bauer, der seinem Team bescheinigte, dass sie „fleißig trainieren und zusammenwachsen. Sie lassen sich auch in dieser schweren Phase nicht auseinanderdividieren.“ Nun folgen mit Duellen gegen Augsburg, den HSV und Bremen ohnehin sehr wichtige Wochen, in denen man die bis dato schlechteste Saison der Vereinsgeschichte nochmal ausbügeln kann.
Das Momentum liege laut Bauer jetzt zumindest schon mal auf der richtigen Seite, nun muss es nur noch in Siege umgemünzt werden. Am besten schon am kommenden Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) im Heimspiel gegen den FCA.
Beim VfL Wolfsburg scheint das Team trotz prekärer Tabellensituation intakt. Denn trotz Patzer nimmt man nach dem Remis bei RB Leipzig Keeper Kamil Grabara demonstrativ in Schutz, der ansonsten eine starke Partie absolvierte.
