Beim Bundesliga-Topspiel am Samstagabend droht aufgrund des Streiks im öffentlichen Personennahverkehr ein Verkehrschaos. Borussia Dortmund hat sich deshalb nun an die Fans gewendet.
Wegen Streik im ÖPNV
Für den Freitag und Samstag hat die Gewerkschaft ver.di ganztägige Streiks im öffentlichen Personennahverkehr angekündigt. Das hat naturgemäß auch Auswirkungen auf die Spiele in der Bundesliga – unter anderem das Gipfeltreffen zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern am Samstagabend (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker).
Der BVB mahnte nun alle Fans in einer Mitteilung zu einer „sehr frühzeitigen Anreise“ zum Spiel – am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Wie der Verein weiter schreibt, werden sämtliche Stadtbahn- und Buslinien in Dortmund am Samstag nicht fahren, ebenso die „H-Bahn“ genannte Hängebahn. Der Fernverkehr der Bahn und der Regionalverkehr sind vom Streik nicht betroffen und können genutzt werden.
Da durch das Wegfallen des ÖPNV deutlich mehr Menschen mit dem Auto anreisen werden, droht im Stadtgebiet ein Verkehrschaos. Das hatte es bei einem Dortmunder Heimspiel bereits in der vergangenen Woche gegeben. Das Champions-League-Spiel gegen Atalanta Bergamo hatte sogar 15 Minuten später begonnen, weil der Dortmunder Mannschaftsbus im Stau stand. Die öffentlichen Verkehrsmittel waren an diesem Tag gefahren – und anders als am kommenden Samstag, wenn das größte Stadion Deutschlands wohl bis auf den letzten Platz gefüllt sein wird, war die Partie gegen Bergamo nicht restlos ausverkauft.
Gegen Bergamo hatte sich die Anreise auch verzögert, weil Herbert Grönemeyer am gleichen Abend in der benachbarten Westfalenhalle aufgetreten war, was zu einem gesteigerten Verkehrsaufkommen geführt hatte. Auch am Samstag wird in der Westfalenhalle eine Veranstaltung stattfinden, zum sogenannten „Arena Rave“ werden rund 8000 Besucher erwartet. Zudem werden in der Helmut-Körnig-Halle am Wochenende die deutschen Hallen-Meisterschaften in der Leichtathletik ausgetragen.
Lange Wartezeiten bei der Abreise erwartet
Um einen pünktlichen Anpfiff für den Bundesliga-Klassiker gegen die Bayern gewährleisten zu können, bittet der BVB nun alle Fans ohne Parkausweise für die Parkplätze A bis F, möglichst keine Anfahrt in die Stadionnähe zu unternehmen. Stattdessen sollen die Zuschauer außerhalb parken und den Rest des Weges anderweitig zurücklegen. Einige Parkhäuser verlängern dafür ihre Öffnungszeiten. „Falls ihr von außerhalb anreist, fahrt bitte mit der Deutschen Bahn, die nicht bestreikt wird, bis zum Hauptbahnhof“, hieß es in der Mitteilung am Mittwoch: Das Stadion sei „von dort aus zu Fuß in 40 Minuten zu erreichen“.
Auch nach dem Verlassen des Stadions müsse mit langen Wartezeiten gerechnet werden. „Wir alle werden am Samstag mehr denn je darauf angewiesen sein, dass jeder Zuschauer seine individuelle An-/Abreise vorab sorgfältig durchdenkt und die geschilderten Informationen nicht nur zur Kenntnis nimmt, sondern berücksichtigt“, schrieb der BVB.
Beim Bundesliga-Topspiel am Samstagabend droht aufgrund des Streiks im öffentlichen Personennahverkehr ein Verkehrschaos. Borussia Dortmund hat sich deshalb nun an die Fans gewendet.
