VAR auch bei Ecken und Gelb-Rot: „Nicht konsequent durchdacht“ 

Schon bald darf der Videobeweis auch bei Gelb-Roten Karten und Eckball-Entscheidungen eingreifen. Jochen Drees, VAR-Chef beim DFB, sieht die Änderung kritisch.

Drees kritisiert IFAB-Ankündigung

Dass die internationalen Regelhüter die Befugnisse des VAR schon bald ausweiten werden, stößt beim DFB auf Kritik. Jochen Drees, Leiter Innovation und Technologie der DFB Schiri GmbH und damit VAR-Chef beim Verband, nennt die jüngsten Ankündigungen des IFAB für kontraproduktiv, wonach ab der WM 2026 sowohl Gelb-Rote Karten als auch Eckball-Entscheidungen vom VAR überprüft werden können.

„Das ist nicht das, was wir wollen“, betont Drees in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Das läuft entgegen der Richtung, die eingeschlagen wurde. Ich kann zwar den Impuls verstehen, dass man potentiell spielentscheidende Situationen wie eine Gelb-Rote Karte überprüfen lassen will. Aber man eröffnet ein neues Feld und kommt dabei wieder in den Bereich der Ermessensentscheidung des Schiedsrichters hinein.“

„Der Schwarze Peter wird dann wieder beim Schiedsrichter abgeladen“

Die Idee sei außerdem „nicht konsequent durchdacht“, denn: „Wenn man die zweite Gelbe Karte prüfen kann, müsste man auch die erste Karte prüfen können. Vielleicht war die ja falsch und Gelb-Rot dadurch unangebracht“, gibt Drees zu bedenken. „Auch was die Eckstoßregelung angeht, bin ich höchst skeptisch. Es soll nur korrigiert werden, wenn der Check schnell geht. Doch was heißt das? Fünf Sekunden, zehn Sekunden, 30 Sekunden? Wie reagieren die Mannschaften? Ich vermute, man wird eine künstliche Verzögerung schaffen. Der Schwarze Peter wird dann wieder beim Schiedsrichter abgeladen.“

Grundsätzlich mache das IFAB „schon auch viele gute Sachen“ und sei in den vergangenen Jahren „viel beweglicher geworden“, fügt Drees an. „Das größte Problem aber ist, dass sie immer den Fußball weltweit im Blick haben müssen und damit beispielsweise auch die Interessen des Weltverbands FIFA. Die Vorstellung, dass das WM-Finale durch einen unberechtigten Eckstoß oder eine falsche Gelb-Rote Karte entschieden wird, ist dort natürlich ein Albtraum.“

Darum komme es vor einer WM nun zu einer solchen Änderung. „Aber was das bedeutet für nationale Ligen, die an jedem Wochenende 18 Spiele durchführen, wird manchmal nicht ausreichend bedacht“, kritisiert Drees. Rechtskräftig sind die Änderungen zwar noch nicht, dürften aber bei der IFAB-Generalversammlung am 28. Februar beschlossen werden, nachdem die Regelhüter diese bei ihrer jüngsten Geschäftssitzung in London empfohlen hatten.

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