Deniz Undav setzt seinen Lauf fort, am Sonntagabend erzielte der Stürmer des VfB Stuttgart einen Doppelpack gegen Augsburg und traf somit auch im sechsten Bundesliga-Spiel in Folge. Doch Undav glänzte nicht nur mit Toren.
Doppelpack und Assist gegen Augsburg
Dass dem VfB Stuttgart die Reaktion auf das Aus in der Europa League gelingen würde, war schon fast zu erwarten. Den Transfer vom internationalen Geschäft auf den Alltag in der Bundesliga bewerkstelligen die Schwaben in dieser Saison herausragend. Das 5:2 am Sonntagabend beim FC Augsburg war der zehnte Sieg nach der zwölften englischen Woche, nur einmal hatte der VfB verloren, wenn er unter der Woche im Einsatz war.
„Wir wollten die Wut mitnehmen“, sagte Deniz Undav nach dem Spiel bei DAZN. Im Nationalstürmer scheint sich einiges an Wut angesammelt zu haben, ließ er diese doch mit zwei Toren und einem Assist an teilweise überforderten Augsburgern raus. Beim Tor zum 1:0 bewies Undav herausragende Ruhe vor dem Tor, statt den Ball direkt aus der Luft zu nehmen, legte er ihn sich nochmal zurecht und verlud damit nicht nur FCA-Keeper Finn Dahmen. „Das war gut spekuliert von mir. Da muss man als Stürmer ruhig bleiben“, lobte sich der Stuttgarter selbst – zu Recht.
Per Doppelschlag nach einer halben Stunde machte der VfB schon früh alles klar, vor allem das 3:0 gefiel dabei Trainer Sebastian Hoeneß. „Was heute wirklich gut war, war das Einlaufen. Das Tor von Niko (Nartey, Anm. d. Red.) hat mich so gefreut. Diese Dinger können wir gerne öfter machen, die Bälle zwischen Torwart und Abwehr zu spielen“, sagte Hoeneß, der generell „eine Super-Reaktion“ seiner Mannschaft auf die Porto-Niederlage sah.
Im zweiten Durchgang ließ Stuttgart zwischenzeitlich schleifen, hatte aber auch auf Augsburgs erstes Tor die perfekte Antwort. In Person von Undav, der davon profitierte, dass Mitspieler Chris Führich seine Abschlusschance liegen ließ. „Ich habe ihm gesagt, spiel lieber ab“, scherzte Undav, der nach Führichs pariertem Schuss nur noch abstauben musste.
„Andere Spieler hätten selbst geschossen“
Der Doppelpack in Augsburg erhöhte Undav sein Torkonto auf 18, womit er mit weitem Abstand Deutschlands treffsicherster Stürmer ist. „Kane hole ich mir noch“, lachte Undav und meinte das natürlich nicht ernst – Bayerns Stürmer steht aktuell bei 31 Toren. Doch Undav traf nicht nur, er legte auch noch beim 5:2 uneigennützig für Ermedin Demirovic auf. „Man sieht, dass ich kein Egoist bin. Andere Spieler hätten selbst geschossen, um das dritte Tor zu schießen. Das Teamgefühl ist aber wichtiger. Wenn du die anderen einsetzen und selbst treffen kannst, was gibt es Besseres?“, beschrieb der 29-Jährige seinen Querpass zu Demirovic, der dadurch nur noch ins leere Tor schieben musste.
Nun geht es für Undav zur Nationalmannschaft, wo er seinen Lauf natürlich fortsetzen möchte. „Wenn ich spiele, versuche ich zu glänzen und zu treffen. Ich möchte spielen, aber mal sehen, was der Bundestrainer entscheidet“, so Undav, der gute Chancen hat, gegen die Schweiz und Ghana aufzulaufen.
Deniz Undav setzt seinen Lauf fort, am Sonntagabend erzielte der Stürmer des VfB Stuttgart einen Doppelpack gegen Augsburg und traf somit auch im sechsten Bundesliga-Spiel in Folge. Doch Undav glänzte nicht nur mit Toren.
