Der VfB Stuttgart bekommt es am Samstag in Mainz auch mit Silas zu tun – was schon einmal für Probleme sorgte. Wie denkt Sebastian Hoeneß über seinen Ex-Spieler?
Hoeneß hat „keine Angst“
Dass sich der 1. FSV Mainz 05 unter Urs Fischer wieder „absolut stabilisiert“ hat, wie Sebastian Hoeneß anerkennend sagt, liegt zumindest ein bisschen auch an einem Spieler, den der Chefcoach des VfB Stuttgart in- und auswendig kennt: Silas war im Januar vom Neckar an den Rhein gewechselt, um endlich wieder Fußball spielen zu können. Nun kommt es zum Wiedersehen.
Zwar dürfte Silas am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen seinen Ex-Klub wie am vergangenen Spieltag in der Jokerrolle bleiben, aber auch die ist ja mehr, als ihm Hoeneß in dieser Saison bieten konnte. Der Flügelstürmer, mit einer Knöchelverletzung von seiner Leihe zu Roter Stern Belgrad zurückgekehrt und bis in den Herbst hinein nicht spielfit, hatte im Stuttgarter Konkurrenzkampf keine Chance.
„Ich habe meine Wertschätzung immer zum Ausdruck gebracht, nach innen oder nach außen – natürlich nicht in der Währung, die für ihn am wichtigsten ist: in der Spielzeit“, blickt Hoeneß zurück. „Wir hatten eine große Konkurrenzsituation im Kader. Silas hat auf Sicht die Reservistenrolle nicht geschmeckt.“
„Das muss Silas beantworten“
Auch wenn dieser „seine Unlust nicht zum Ausdruck gebracht“ habe, wie Hoeneß betont, darf man davon ausgehen, dass Silas am Samstag besonders motiviert ist – so wie damals im November 2024, als er dem VfB schon einmal schwere Probleme bereitete. Beim Belgrader 5:1-Coup in der Champions League trumpfte auch er groß auf, traf unter anderem zum frühen Ausgleich.
Droht dem VfB eine weitere Silas-Gala? Wird er gar mit Wut im Bauch antreten? „Das muss Silas beantworten“, findet Hoeneß, aber „Angst habe ich keine“. Lieber schwärmt er von dessen „unbestrittenen Qualitäten“, dessen „geradliniger Art“ und auch dessen Auftreten jenseits des Platzes. „Silas hat sich sehr gut verhalten. Mein Eindruck war auch, dass wir ein sauberes Verhältnis hatten. Deswegen freue ich mich jetzt wirklich, dass er wieder mehr spielt. Und wenn man Silas‘ Lachen sieht, freut sich jeder, weil es einfach ansteckend ist.“
Für Mainz bestritt der 27-Jährige bislang sieben Spiele, davon vier in der Startelf (kicker-Notenschnitt 3,8). Mit seinem einzigen Tor half er nicht nur Mainz im Abstiegskampf, sondern auch dem VfB im Rennen um die Champions League: Beim 2:1 in Leipzig traf er nach einem Solo zum Sieg – und lachte.
Der VfB Stuttgart bekommt es am Samstag in Mainz auch mit Silas zu tun – was schon einmal für Probleme sorgte. Wie denkt Sebastian Hoeneß über seinen Ex-Spieler?
