Thioune: „Es war ein zartes Pflänzchen“ 

Wie erbaulich ist dieser erste Bremer Sieg nach zuvor 13 sieglosen Spielen? Coach Daniel Thioune spricht über den Stimmungsaufheller – aber auch die Baustellen.

Bremen: Erleichterung, Baustellen und die Systemfrage

Dass es noch „viel böser hätte aussehen können“ in der Tabelle, wenn Werder diese Partie gegen den 1. FC Heidenheim nicht mit 2:0 gewonnen hätte, das wurde Daniel Thioune angesichts der Ergebnisse der Konkurrenz um den Klassenerhalt erst im Nachgang klar.

Das Ende der Sieglosserie im 14. Anlauf sei somit vielleicht sogar „alternativlos“ gewesen, damit sich die Lage für den vorherigen Tabellenvorletzten nicht noch dramatischer dargestellt hätte.

So wiederum konnte auch der Cheftrainer feststellen, dass die Stimmung in Bremen aufgrund des ersten Positiverlebnisses nach einer halben Ewigkeit „ein Stück weit gelöster war“. Weil man endlich diesen „Durst gestillt“ hatte, so Thioune, „dass wir unbedingt ein Fußballspiel gewinnen wollten“.

Thioune: „Wir haben ja gar nichts erreicht“

Ein Stimmungsaufheller also, ja. „Ich habe Freude in den Gesichtern gesehen“, berichtete der Coach weiter, hinterlegte aber sogleich den Hinweis, „dass wir nicht nachlässig werden dürfen“ – denn: „Wir haben ja gar nichts erreicht.“

Der Erleichterung wurde in dieser Woche demnach durchaus freien Lauf gelassen am Osterdeich, doch Thioune betonte auch, dass dadurch die Erwartungshaltung und der Anspruch der kommenden Leistungen nur gestiegen sei: „Es glänzte schon, aber es war noch nicht so leuchtend, dass ich sage, dass alles gut war.“

Die Bremer seien laut dem 51-Jährigen die klar dominantere Mannschaft gewesen beim Sieg gegen Heidenheim, und doch sprach Thioune davon, dass diese Errungenschaft erst einmal „ein zartes Pflänzchen war“ – denn dass es weiterhin „überall Baustellen gibt, keine Frage“, so der Werder-Coach.

Thioune macht sich keine Sorgen

Er wies dabei insbesondere auf die Liste der ausfallenden Spieler hin (Felix Agu, Karim Coulibaly, Amos Pieper, Samuel Mbangula, Mitchell Weiser, Max Wöber, Victor Boniface – Jovan Milosevic ist zudem fraglich), wird aber sicherlich auch wissen, dass es bei Werder zugleich fußballerisch nach wie vor an einigem krankt.

Thema Chancenverwertung, die einmal mehr in dieser Saison mangelhaft ausfiel. „Sorge würde mir bereiten, wenn wir gar keine Torchancen hätten. Und noch mehr Sorgen würde ich mir machen, wenn die Jungs dann auch an diesen Torchancen verzweifeln würden“, hielt Thioune indes dagegen – und nannte exemplarisch Milosevic und Romano Schmid, „die in der Lage waren, das abzuschütteln“. Als Torschütze und Vorbereiter.

Auch der gegen Heidenheim laut dem Coach höchste Bremer xG-Wert in dieser Saison stimmt den Coach optimistisch, dass der angestoßene Turnaround womöglich nachhaltig sein könnte. Ob Werder dafür nun der am Samstag erstmal von Beginn an praktizierten Viererkette treu bleibt?

„Wir sind die Einzigen, die sich rechtfertigen müssen“

Gut möglich. Thioune: „Gerade tut uns die Viererkette gut und hat uns am vergangenen Wochenende Stabilität gegeben.“ Doch in Stein gemeißelt scheinen diese Überlegungen sowieso nie, betonte der Coach: „Wir sind in der Lage, aus jeder Formation heraus hybrid zu agieren und permanent wechseln zu können.“

Nachdem Thioune in seinen ersten drei Spielen als Werder-Coach eine Dreierkette gewählt hatte, zeigte er sich nun zumindest etwas irritiert über derlei Systemfragen: „Ich habe bereits gemerkt, dass wir in Bremen die Einzigen sind, die sich für eine Dreier- oder Fünferkette rechtfertigen müssen. Ligaweit operieren viele Mannschaften in dieser Formation.“ Übrigens auch der kommende Gegner am Sonntag, Union Berlin.

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