Köln feierte gegen Bremen einen verdienten Sieg, doch der hatte für die Hanseaten einen bitteren Beigeschmack. In Bremen war man unzufrieden mit der Spielleitung des Unparteiischen, haderte zudem mit einem maximal unglücklichen Spielverlauf und übte auch Selbstkritik.
Werder zwischen Schiri-Frust, fehlendem Spielglück und Selbstkritik
„Die Geschichte des Spiels ist leicht erzählt“, meinte Werder-Coach Daniel Thioune nach der 1:3-Niederlage in Köln bei DAZN und verwies auf den völlig verkorksten Start der Hanseaten. „Über eine Stunde in Unterzahl – und das, wo man durch einen Elfer frühzeitig in Rückstand gerät“, fasste der 51-Jährige zusammen und stellte fest, dass in dem Spiel „grundsätzlich alles gegen“ Werder lief.
Auch Romano Schmid sprach von einem „maximal unglücklichen Spielverlauf“ und meinte, dass es außer Frage gestanden habe, „dass wir gewinnen wollten, aber wir haben es nicht geschafft, in den wichtigen Phasen dagegenzuhalten.“ Die Niederlage tue „sehr weh“, allerdings schmerze noch mehr, „wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind. Es bringt jetzt aber nichts, auf irgendwas draufzuhauen, auch wenn es heute schwer und scheiße ist. Wir wussten, dass wir nicht jedes Spiel gewinnen würden.“
Ache gibt zu, dass er Glück hatte
Schmid ärgerte sich aber auch über die Leistung der Unparteiischen um Schiedsrichter Tobias Reichel, vor allem dessen Bewertung eines Fouls von Ragnar Ache an Schmid in der 71. Minute, als der Kölner dem Bremer ohne Chance auf den Ball gehörig in die Parade fuhr, diesen klar traf und mit Gelb davonkam. Das sei „ganz klar Rot“ gewesen, meinte Schmid und ergänzte, dass ihm „die Leitung heute gar nicht gefallen“ habe und „alles andere als zufriedenstellend“ gewesen sei. „Mehr darf man nicht sagen, weil sonst wird man bestraft.“ Ache selbst gab auch zu, dass er „schon Glück hatte. Das kann man schon sagen.“
Und auch Thioune zufolge wäre Reichel bei Aches Aktion „gut beraten gewesen, auf Zehn-gegen-zehn zu stellen“, gerade auch mit Blick auf den Platzverweis gegen Marco Friedl, der in der 24. Minute ebenjenen Ache zu Fall gebracht und deshalb wegen Notbremse Rot gesehen hatte. „Ich fand die Entscheidung sehr hart“, befand Thioune und erklärte: „Er rutscht aus, möchte aufstehen – und wenn dann ein Gegenspieler in ihn reinläuft, dann kann man das bewerten, wie man möchte. Der Schiedsrichter hat es als Rote Karte bewertet.“
Andererseits stellte der Werder-Coach auch klar, dass „die Kölner das Spiel verdient auf ihre Seite gezogen haben“, während Schmid seinen Unmut über die „teils komplett unverständlichen“ Schiedsrichterentscheidungen keineswegs als Ausrede verstanden haben wollte: „Wir müssen auf uns schauen – und von uns war es heute nicht gut genug.“
Köln feierte gegen Bremen einen verdienten Sieg, doch der hatte für die Hanseaten einen bitteren Beigeschmack. In Bremen war man unzufrieden mit der Spielleitung des Unparteiischen, haderte zudem mit einem maximal unglücklichen Spielverlauf und übte auch Selbstkritik.
