Das Mannschaftstraining bei Eintracht Frankfurt füllt sich allmählich wieder. Im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim bieten sich Trainer Albert Riera theoretisch gleich drei neue Optionen in der Offensive.
Drei Angreifer vor dem Comeback
Wenn es nach ihm ginge, würde er am Samstag spielen, rief Arthur Theate in Richtung der Journalisten. Ein frommer Wunsch, das weiß der Belgier selbst, sein Kommentar war nicht ganz ernst gemeint. Doch auch wenn das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) für den Verteidiger definitiv zu früh kommt, ist er voll im Soll auf dem Weg zum Comeback, das Trainer Albert Riera nach der Meniskusverletzung vor rund vier Wochen für Ende März, Anfang April nach der Länderspielpause in Aussicht stellte.
Am Mittwochvormittag trainierte Theate individuell auf einem Nebenplatz, dabei ging es aber ordentlich zur Sache – Tempowechsel, härtere Abschlüsse, alles kein Problem. Nur der Körperkontakt, den die Rückkehr ins Mannschaftstraining mit sich bringen würde, fehlte noch. Im Laufe der kommenden Woche könnte das in Teilen so weit sein.
Nach 45 Minuten fällt der Vorhang
Can Uzun und Younes Ebnoutalib sind diesen entscheidenden Schritt weiter. Die beiden Offensivspieler waren voll dabei. Bevor es aber womöglich erkenntnisreich geworden wäre, fiel der imaginäre Vorhang. 45 Minuten durften die Pressevertreter das Training am Mittwoch verfolgen, das in dieser Zeit aus dem Aufwärmprogramm und diversen Übungen mit dem Fokus aufs Passspiel bestand.
Wie auch immer die Rolle der beiden im Bereich der taktischen Trainingseinheit aussah, ist mit Blick auf das Wochenende ein Comeback im Spieltagskader zumindest realistisch. Gedanken darüber hinaus sind verfrüht, verpasste Ebnoutalib wegen eines Innenbandrisses im Knie inzwischen schon acht Ligaspiele. Uzuns Oberschenkelverletzung kostete den 20-Jährigen sechs Partien.
- Das Restprogramm der 18 Bundesligisten
Der türkische Nationalspieler, mit acht Pflichtspieltreffern zweitbester Frankfurter Torschütze in dieser Saison, will ohnehin nichts überstürzen, nachdem ihn eine muskuläre Verletzung schon in der Hinrunde in fünf Spielen zum Zuschauen verdammt hatte. „Ich möchte dieses Mal zu 100 Prozent zurückkommen und nicht immer wieder leichte Schmerzen haben. Auch wenn ich meinem Team helfen will und immer alles geben will, ist es einfach nicht gut für meinen Körper. Deshalb warten wir jetzt die 100 Prozent ab und dann werde ich wieder voll helfen können“, betonte Uzun unlängst bei DAZN.
Riera kann in seinen Planungen künftig auch wieder auf Michy Batshuayi bauen. Der 32-Jährige fehlte seit Anfang Dezember wegen eines Mittelfußbruchs, ist wie seine beiden Offensivkollegen aber inzwischen im Training integriert und darf sich damit ebenfalls Hoffnungen auf ein Comeback machen.
Kaua Santos in voller Montur
Etwas überraschend traf am Mittwoch auch Kaua Santos zehn Tage nach seiner gegen Freiburg (2:0) erlittenen Innenbandverletzung beim Training der Torhüter ein – in voller Montur, mit Fußballschuhen und Handschuhen. Aber eben auch mit einer Schiene am rechten Knie. Viel mehr, als seinen drei Torhüterkollegen die Bälle wieder zurück aufs Spielfeld zu werfen, machte der Brasilianer noch nicht. Die volle Torhüter-Montur dürfte also mehr dem moralischen Aspekt und dem Gefühl dienen, Teil der Truppe zu sein.
Somit fehlten auf dem Platz lediglich Rasmus Kristensen, der in der Reha seine Sprunggelenkverletzung kuriert, sowie Ansgar Knauff, der nach einer Darmoperation an der Rückkehr arbeitet.
Das Mannschaftstraining bei Eintracht Frankfurt füllt sich allmählich wieder. Im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim bieten sich Trainer Albert Riera theoretisch gleich drei neue Optionen in der Offensive.
